Studienfachwechsel

Daran müsst ihr denken

Studienfachwechsel

Studienfachwechsel

Daran müsst ihr denken
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miss.sophie / photocase.de

"Anders als erwartet", so lautet der mit Abstand häufigste Grund für den Studienfachwechsel. Dass ein Ende mit Schrecken besser ist als ein Schrecken ohne Ende, wissen wir schon seit Kindertagen. Zögert also nicht zu lange, so schwindet nur die Motivation zum Studieren.

Um ein ausführliches Beratungsgespräch kommt ihr nicht herum, denn der Grund für eure Unzufriedenheit sollte nicht mit ins neue Fach rüber getragen werden. Vor dem Wechsel gibt es jede Menge Fragen, Fristen und Formalitäten zu berücksichtigen. Vorab: Den Wechsel gibt es nur auf Antrag. Ein kompletter Richtungswechsel ist oft erst zum Wintersemester möglich. Folgende Dinge müsst ihr vor einem Fachwechsel abklären:
 

  • Ist das neue Studienfach zulassungsbeschränkt oder zulassungsfrei? Welche Einschreibungsfristen bzw. Bewerbungsfristen gelten?
  • Gibt es spezielle Eignungstests, die vor Studienbeginn absolviert werden müssen?
  • Können Leistungspunkte angerechnet werden?
  • Ist eine Einstufung ins höhere Fachsemester möglich?
  • Sind höhere Fachsemester zulassungsfrei?
  • Bis wann muss man sich exmatrikulieren?
  • Ist eine Unbedenklichkeitsbescheinigung notwendig, um zu beweisen, dass der Prüfungsanspruch nicht entzogen wurde?
     

Studienfachwechsel: Einschränkungen und Konsequenzen

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Dass die Studiendauer sich verlängert, ist klar. Es drohen aber noch weitere Komplikationen. Ein Wechsel ist nur möglich, sofern ihr über eine allgemeine Hochschulreife/Studienberechtigung verfügt. Bei fachgebundener Hochschulreife/Studienberechtigung ist nur das Studium in einem speziellen Fach vorgesehen. Auch Studierende mit einer Aufenthaltserlaubnis für Studienzwecke können in der Regel nicht ohne weiteres das Fach wechseln, da jede Änderung des Studiengangs von der Ausländerbehörde abgesegnet werden muss.

Finanzielle Komplikationen können auf BAföG-Empfänger zukommen. Bei einem Studienfachwechsel rechnet das BAföG-Amt alle bisherigen Semester (außer Urlaubssemester) rückwirkend auf die Förderungshöchstdauer an. Außerdem gelten weitere Beschränkungen, beispielsweise werden nur maximal zwei Fachwechsel akzeptiert.

Wer häufiger das Fach wechselt, verliert den Anspruch aufs BAföG. Viele Fachwechsler rechnen nicht damit, dass es eine Überbrückungszeit gibt, denn das Studium beginnt zumeist im Wintersemester. Diesen Leerlauf solltet ihr unbedingt sinnvoll nutzen. Der Studienfachwechsel wird nicht zum Schandfleck im Lebenslauf, wenn entsprechende Praktika oder Kurse in der Zwischenzeit absolviert werden.

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