Studienfinanzierung unter Corona?

Wege gibt's immer.

Foto: warren wong / unsplash
Foto: warren wong / unsplash

Wenn ihr studiert, bedeutet das nicht nur, dass ihr euch um eure Aus- und Weiterbildung kümmert, viele Studenten müssen neben dem Studium auch für ihren Unterhalt aufkommen. Auch Studenten haben Ausgaben für Unterkunft, Verpflegung, Lernmaterialien und andere Dinge des täglichen Lebens. Die Ausgaben für die Freizeitgestaltung fallen in Zeiten von Corona wahrscheinlich geringer aus, da viele von uns den Großteil des Tages zu Hause verbringen. Ein großer Batzen an Ausgaben bleibt jedoch übrig und dieser muss auch in der Corona-Krise gedeckt sein. Doch welche Möglichkeiten haben Studenten überhaupt? Wie können Studenten nebenher weiter Geld verdienen, wenn Jobs durch die Corona-Krise wegfallen?

Jobs in der Corona-Krise – viele Unternehmen streichen Nebenjobs

Die Corona-Krise hat viele von uns in eine tiefe Unsicherheit gestürzt. Der Semesterstart wird verschoben, ihr könnt eure Prüfungen nicht wie erwartet ablegen, mit euren Abschluss- und Hausarbeiten hängt ihr in der Luft und nicht einmal Uni-Bibliothek oder Mensa haben derzeit für euch geöffnet. Trotz dieser widrigen Umstände muss das Leben weitergehen und ihr müsst euren Lebensunterhalt verdienen. Hinzukommt, dass viele Unternehmen derzeit keine neuen Jobs in der Corona-Krise anbieten. Im Gegenteil, zahlreiche Unternehmen stellen auf Kurzarbeit um und haben Mühe damit, ihre eigenen Mitarbeiter zu halten. Viele Betriebe, Cafés, Restaurants und Freizeiteinrichtungen, die während der Semesterferien Studenten beschäftigen, haben derzeit geschlossen. Jobs in der Corona-Krise zu finden, kann sehr schwierig sein.

 

Studienfinanzierung unter Corona? Wege gibt's immer. / Foto: rosebox bfdscxmqvyc / unsplash

Studienfinanzierung unter Corona? Wege gibt's immer. / Foto: rosebox bfdscxmqvyc / unsplash

Bafög - habe ich weiterhin Anspruch?

Für alle, die Anspruch auf Bafög haben, kommt hier die gute Nachricht: Ihr habt weiterhin Anspruch auf die Förderung. Auch wenn Schulen und Hochschulen aufgrund der Pandemie mit Covid-19 geschlossen bleiben, erhaltet ihre eure Ausbildungsförderung weiter. Die Schulen und Hochschulen sind derzeit zwar geschlossen, aber diese Zeit wird als vorlesungsfreie Zeit gewertet. Gibt es an eurer Hochschule jedoch Online-Lehrveranstaltungen, so müsst ihr daran teilnehmen. Nur so erfüllt ihr weiterhin die Voraussetzung für die Ausbildungsförderung.

Ein weiteres Problem tut sich jedoch auf, wenn ihr aufgrund der Covid-19-Pandemie Prüfungen nicht schreiben und eure Regelstudienzeit nicht einhalten könnt. Studierende, die Bafög erhalten, stehen hier oftmals unter Zeitdruck. Laut BMBF soll die Ausbildungsförderung in den allermeisten Fällen weitergezahlt werden, wenn die Regelstudienzeit aufgrund des Ausfalles des Hochschulbetriebs nicht eingehalten werden kann. Bislang ist jedoch nicht klar, wann der Hochschulbetrieb wieder starten kann, und ob es überhaupt ein Sommersemester geben wird. Einige sprechen sich daher für ein sogenanntes Nichtsemester aus. Offizielle Regelungen stehen hier bislang noch aus.

Jobs in der Corona-Krise – wie sieht es mit Kurzarbeit aus?

Viele Unternehmen ordnen in Zeiten von Corona Kurzarbeit an. Das heißt, die Arbeitnehmer arbeiten deutlich weniger oder bleiben ganz zu Hause. Auf Kurzarbeit zu setzen, bietet Unternehmen den Vorteil, dass sie weniger Ausgaben haben und somit Umsatzeinbußen besser ausgleichen können. Die Bundesagentur für Arbeit bietet hier mit dem Kurzarbeitergeld einen Ausgleich. Wer durch die Kurzarbeit ein geringeres Nettoentgelt bekommt, kann einen Ausgleich von 60 Prozent von der Bundesagentur für Arbeit bekommen. Lebt ein Kind mit im Haushalt, sind es 67 Prozent. So soll verhindert werden, dass es zu zahlreichen Kündigungen kommt. Habt ihr bereits einen Job oder Nebenjob und seid ihr sozialversicherungspflichtig angestellt, kann die Kurzarbeiterregelung auch für euch gelten. Habt ihr nur einen Minijob auf 450-Euro-Basis und zahlt keine Sozialversicherungsbeiträge, habt ihr keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld.

Jobs in der Corona-Krise - welche Möglichkeiten haben Studenten?

Auf den ersten Blick kann die Lage deprimierend sein. Viele Betriebe jammern, stellen auf Kurzarbeit um und auf die Frage nach einem Nebenjob erntet ihr nur ein verständnisloses Kopfschütteln. Doch nicht überall sieht die Lage so schlecht aus. Supermärkte suchen eventuell auch in eurer Region Verstärkung. Die Regale dürfen nicht leer bleiben und es gibt viel Ware, die eingeräumt werden muss. Hier könnt ihr eure Dienste anbieten, um das Personal zu entlasten. Zudem werden in vielen Orten Aushilfen gesucht, um Lieferdienste auszuführen. Manche Menschen befinden sich aufgrund einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 in häuslicher Quarantäne und lassen sich Getränke, Lebensmittel und Medikamente liefern. Andere möchten oder können das Haus nicht verlassen und nutzen daher ebenfalls Lieferdienste. Auch in der Landwirtschaft gibt es einen hohen Bedarf. Aufgrund der Corona-Pandemie fallen viele Saisonarbeiter und Erntehelfer aus. Hier könnt ihr ebenfalls nachfragen, wenn ihr Jobs in der Corona-Krise sucht.

Fazit

Es gibt derzeit keine Pauschallösung, die sich für alle eignet. Wenn ihr bislang auf einen Nebenjob angewiesen wart, dann werft nicht gleich die Flinte ins Korn, sondern schaut euch nach passenden Jobs in der Corona-Krise um. Eventuell kann euch auch ein Studienkredit weiterhelfen. In manchen Fällen müsst ihr vielleicht kurzfristig euren Lebensstil verändern und beispielsweise aus der WG ausziehen und bei den Eltern wieder einziehen. Auch ein Gespräch mit dem Vermieter kann hilfreich sein, viele zeigen sich in Zeiten von Corona verständnisvoll.

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