Wie viele Praktika muss ich haben?

Wie viele Praktika muss ich haben?

Praktika können bei einer Bewerbung von Vorteil sein. Sie sind aber nicht das ausschlaggebende Kriterium.
Pressebild DAIMLER

<p><strong>Praktika können Klarheit verschaffen, was man mit seinem Leben einmal anfangen möchte. Sie können den Einstieg in den Traumberuf erleichtern. Sie können aber auch zur Spirale werden, wenn sich ein Praktikum an das nächste reiht und eine Festanstellung mit einer guten Bezahlung in weite Ferne rückt. So stellt sich für Studenten und Absolventen die Frage: Wie viele Praktika muss ich haben? Reicht eins? Muss es zur Ausbildung und dem Unternehmen passen? Oder legen Ausbildungsleiter Wert auf Vielfalt? BigKarriere hat drei Ausbildungsverantwortliche aus unterschiedlichen Unternehmen befragt.</strong><br><br><em><strong>Matthias Deckert, Ausbildungsberater bei der Handwerkskammer Stuttgart</strong></em><br><br>„Mit 16 Jahren wissen viele Schüler nicht, welchen Beruf sie ergreifen sollen. Deswegen empfehle ich den jungen Menschen gern zwei bis drei Praktika gegen die Orientierungslosigkeit. Sollte jedoch gleich das erste Praktikum ein Treffer sein, können sie natürlich auch gleich in diesem Bereich bleiben. Ausbildungsbetriebe fordern selten eine Vielzahl an Praktika. Ganz im Gegenteil. Wenn die Ausbildungsleiter merken, dass der Praktikant Potenzial hat, werden sie versuchen ihn bei sich zu halten. So beugen sie dem Fachkräftemangel vor.“<br><br><em><strong>Phillip Hasenclever, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater bei BW-Partner in Stuttgart</strong></em><br><br>„Wenn wir Bewerbungen durchgehen, achten wir nicht vordergründig auf die Praktika des Bewerbers. Ein fachspezifisches Studium ist für unser Unternehmen viel wichtiger. Es ist allerdings nicht schlecht, wenn der Student nach dem vierten bis sechsten Semester schon einmal ein paar Wochen in eine Firma hineinschnuppert. Dann kann er zu seinen ersten theoretischen Erfahrungen von der Universität schon ein paar praktische Eindrücke sammeln. Eine Voraussetzungen für eine Anstellung in unserem Unternehmen ist es aber nicht.“<br><br><strong>Dominique Albrecht, Pressesprecherin der Daimler AG</strong> <br><br>"Ein paar vorangegangene Praktika machen schon Eindruck. Ein Praktikum sollte studienergänzend sein und drei bis sechs Monate dauern. Zwei bis drei Praktika bieten eine gute Grundlage, um dem Traumberuf näher zu kommen. Für Schüler bieten wir auch Schnupperpraktika an, damit sie einen Eindruck der Aufgaben gewinnen können. Unabhängig von Noten und dem Schulabschluss, wird es bei uns ab diesem Sommer ein neues Einstellungsverfahren geben: Dann werden Bewerber zunächst einen Online-Test absolvieren müssen. Bestehen sie diesen erfolgreich, folgen weitere Gespräche. So möchten wir ausschließen, dass potentielle Bewerber durchrutschen, die geeignet für unseren Konzern wären.“ <br><br><br><br><strong>Weiterführende Links:</strong></p><ul>
<li><a href="https://www.arbeitsagentur.de/nn_26026/Navigation/zentral/Buerger/Ausbil... target="_blank"><strong>Praktikumsvermittlung der Agentur für Arbeit</strong></a></li>
<li><a href="http://www.daa-stuttgart.de/dienstleistungen/arbeits-und-praktikumsvermi... target="_blank"><strong>Arbeits- und Praktikumsvermittlung der DAA Stuttgart</strong></a></li>
<li><a href="http://www.praktikumsvermittlung.de/index.htm?tm_type=adwords&amp;gclid=... target="_blank"><strong>Praktikumsvermittlung für das Ausland</strong></a></li>
<li><a href="http://www.diplomcampus.de/" target="_blank"><strong>Praktika-Börse für Studenten</strong></a></li>
</ul>