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Aufzug fahren muss gelernt sein

Die wichtigsten Knigge-Regeln

Foto: mart production / Pexels
Foto: mart production / Pexels

Wenn die Pandemie vorbei ist und wir uns wieder mit mehreren Personen in den Aufzug quetschen dürfen, sollten wir vorab unsere Manieren schleifen. Für viele Menschen ist das Fahren im Aufzug nicht angenehm. Jeder Mensch hat eine Intimzone, die Menschen, die nicht zum Freundeskreis oder zur Familie gehören, nicht unterschreiten sollten. Im Fahrstuhl ist es kaum möglich, größere Distanz zu wahren. Hinzu kommt, dass wir nicht nur mit fremden Menschen Fahrstuhl fahren, sondern auch mit Geschäftspartnern, Arbeitskollegen und sogar mit dem Boss. Wie meistert man diese Situation? Wie verhält man sich richtig? Wir haben einen kleinen Aufzug Knigge für euch.

Fahrstuhl Knigge – wie sollte ich mich verhalten? Foto: russ ward / unsplash

Fahrstuhl Knigge – wie sollte ich mich verhalten? Foto: russ ward / unsplash

Fahrstuhl Knigge – wie sollte ich mich verhalten?

Es gibt natürlich keine allgemeingültigen Regeln für das Verhalten im Aufzug, allerdings helfen dir gute Manieren weiter. Insbesondere im Geschäftsleben kann es sinnvoll sein, sich an ein paar Benimmregeln im Aufzug zu halten. So könnte das aussehen:

  • Grüße dein Gegenüber. Wer einen Raum – in diesem Fall den Aufzug – betritt, der grüßt die anderen. Du musst dich nicht namentlich vorstellen oder jedem die Hand reichen. Ein Gruß oder ein freundliches Nicken reicht aus.
  • Dem Ranghöheren lässt du den Vortritt. Das heißt, lass deinem Boss den Vortritt.
  • Entschuldige dich. Im Aufzug kommt man sich zwangsläufig nahe. Rempelst du jemanden an, musst du daraus kein großes Drama machen, aber du solltest dich kurz entschuldigen.

Generell gilt im Aufzug und auch sonst: Nimm Rücksicht auf deine Mitmenschen. Möchtest du einen Döner essen, nimm beispielsweise lieber die Treppe. Stehst du auf Parfum und kannst davon nicht genug bekommen, ist auch die Treppe die bessere Wahl. Du hörst gerne Musik? Auch mit Kopfhörern kann laute Musik zur Belästigung werden. Weitere Dont's sind:

  • Kaugummi kauen
  • Mundgeruch (Knoblauch oder Alkoholfahne?)
  • Intime Gespräche mit dem Partner oder dem Arzt
  • Lästereien über Kollegen

 

Fahrstuhl fahren – so benimmst du dich richtig im Aufzug / Foto: dan tyler / unsplash

Fahrstuhl fahren – so benimmst du dich richtig im Aufzug / Foto: dan tyler / unsplash

Verschiedene Aufzugtypen: Welcher Typ bist du?

Folgende Einteilung in verschiedene Aufzugtypen ist natürlich mit einem gewissen Augenzwinkern zu sehen. Aber vielleicht kommt dir der eine oder andere Aufzug-Typ bekannt vor? Oder du entdeckst dich selbst? Folgende Aufzug-Typen können in weiblicher oder männlicher Form vorkommen:

  • Der Armeverschränker. Dieser Aufzug-Typ verschränkt die Arme und wirkt dadurch nicht kommunikativ. Ist er vielleicht auch nicht. Am besten du respektierst das und quasselst ihm kein Kotelett ans Ohr.
  • Der Türsteher. Dieser Aufzug-Typ stellt sich mitten in den Raum und macht allen klar, wer das Sagen hat. Rein kommt in den Aufzug nur, wer Gnade bei ihm findet.
  • Der Wandlehner. Wer an der Wand lehnt, nimmt im Aufzug nicht nur eine entspannte Haltung ein. Diese Person kann sich eine solch entspannte Haltung leisten, denn Wandlehner haben etwas zu sagen. Hier solltest du das Gespräch suchen.
  • Der Telefonierer. Die Türen des Lifts sind noch nicht ganz geschlossen und schon holt dieser Aufzug-Typ sein Handy aus der Tasche und tippt sich die Finger wund. Hier will jemand besonders beschäftigt wirken. Lust auf einen netten Plausch hat dieser Aufzug-Typ eher nicht.
  • Der Schutzsuchende. Diese Person hat das Gefühl, sich schützen zu müssen. Frauen mit Ausschnitt und Rock versuchen sich häufig hinter Akten und Ordnern zu verstecken. Männer, die zu diesem Aufzug-Typ gehören, verbergen ihren Genitalbereich häufig ebenfalls auf diese Weise. Mit solch einer Haltung degradiert man sich selbst zum Opfer.
  • Der Drängler. Dieser Aufzug-Typ nimmt sich besonders wichtig. Seine Zeit ist knapp. Er muss an der Tür stehen, die Knöpfe des Aufzugs abschirmen und sofort zu einem wichtigen Termin eilen, wenn sich die Türen öffnen.
  • Der Nuschler. Er spricht undeutlich, murmelt Sätze vor sich hin, drückt einen Knopf, nur um sich im nächsten Moment doch für ein anderes Stockwerk zu entscheiden. Hier haben wir den Inbegriff des zerstreuten Professors. Mit diesem Typ im Fahrstuhl zu fahren, ist nicht gefährlich und für ein paar Stockwerke hältst du das schon aus.
  • Der Hosentaschenspieler. Die Hände sind in der Hosentasche vergraben oder wühlen in der Handtasche. Hier ist jemand unsicher und gestresst. Eventuell starrt dieser Aufzug-Typ die gesamte Fahrt über auf den Boden. Ein nettes Schwätzchen ist hier eher nicht zu erwarten.
  • Der Strammsteher. Dieser Aufzug-Typ hat sich und sein Umfeld im Griff. Die Körperhaltung ist aufrecht und der Blick ist geradeaus. Disziplin und Kontrolle sind hier vorherrschend; ob dieser Typ auch gesellig ist, ist fraglich.

Fazit

Fahrstuhl zu fahren, ist gar nicht so schwer. Wenn du dich an unseren Aufzug Knigge hältst und dich ansonsten auf dein Gespür verlässt, meisterst du die Aufzugfahrten mit Kollegen und Vorgesetzten locker. Im Zweifelsfall immer freundlich bleiben, anderen zunicken und niemanden belästigen.

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