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So holst du mit der Lasorda-Methode das Beste aus anderen raus!

Foto: benjamin davies / unsplash
Foto: benjamin davies / unsplash

Es gibt Menschen, die mit ihrer Geschichte einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Dazu können Menschen aus unserer nächsten Nähe gehören, aber auch Personen, die in der Öffentlichkeit stehen. Vor allem charismatische, leidenschaftliche Führungskräfte können eine nachhaltige Wirkung über ihren Tod hinaus haben. Einer dieser Menschen war Tommy Lasorda, ein ehemaliger Baseball-Spieler und Manager der Los Angeles Dodgers. Auf ihn geht folgendes Zitat zurück: "Ich glaube, dass man sich das Management so vorstellen muss, wie wenn man eine Taube in der Hand hält. Hält man sie zu fest, dann bringt man sie um. Hält man sie zu locker, dann verliert man sie." Für den berühmten Baseball-Trainer war das mehr als eine leere Floskel, diese Aussage hat viel mit seinem Leben und seiner Geschichte zu tun.

Wer war Tommy Lasorda?

Thomas Charles Lasorda wurde am 22. September 1927 geboren. Er war ein US-amerikanischer Baseballprofi und Manager. Die Los Angeles Dodgers leitete er von 1976 bis 1996. Im Jahr 1997 wurde er in die National Baseball Fame Hall aufgenommen. Als Manager der Dodgers gewann er zwei Weltmeisterschaften, und die National League ernannte ihn zweimal zum Manager des Jahres. Der Baseball-Trainer starb im Jahr 2021 im Alter von 93 Jahren.

Post Holiday Syndrom – was ist das? Foto: tyler nix / unsplash

Lasorda-Methode – Spieler und Mitarbeiter führen / Foto: tyler nix / unsplash

Wie funktioniert die Lasorda-Methode?

Für den ehemaligen Manager der Dodgers hat der Spruch mit der Taube einen wichtigen Hintergrund. Als Trainer einer Baseballmannschaft ist es schwierig, die Balance zwischen zu großem Druck und zu viel Freiheit zu finden. Das Gleichgewicht zwischen zu viel und zu wenig Führung zu finden, ist im Management, ob Sport oder Wirtschaft, nicht immer leicht. Manchmal ist es gut, Vertrauen zu haben und seine Mitarbeiter oder seine Teammitglieder machen zu lassen. Hin und wieder muss der Druck erhöht werden, damit mehr Leistung gezeigt wird. Wie in vielen anderen Bereichen ist es schwer, das richtige Maß zu finden. Der Baseball-Trainer hat zu diesem Zweck seine ganz eigene Methode erfunden.

Lasorda hat Spitznamen verteilt, um zu vermitteln, was er in dem jeweiligen Spieler sieht. Hierzu gibt es eine gute Geschichte über einen der Spieler. Orel Hershiser, ein junger, dürrer Werfer, spielte in der B-Mannschaft der Dodgers. In dem jungen Baseball-Spieler steckte ein echtes Talent. Der Baseball-Manager erkannte das sofort. Der Wurf des Spielers war außergewöhnlich präzise und kraftvoll. Es gab ein Problem: Der junge Orel Hershiser war zu schüchtern. Er traute sich nicht genug zu, um sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen. Da hatte der Baseball-Trainer die zündende Idee. Er gab dem jungen Spieler einen Spitznamen und nutzte diesen fortan immer, um ihn anzusprechen. Allerdings wählte er den Spitznamen auf ungewöhnliche Weise. Er suchte nach einer Bezeichnung, die das Gegenteil des eigentlichen Wesens des Spielers darstellt. So wurde Orel Hershiser fortan "Bulldog" also "Bulldogge" genannt. Damit wollte er den Spieler keinesfalls verhöhnen, er wollte seinen Kampfgeist wecken. Bei Orel Hershiser ging diese Taktik auf. Im Laufe der Zeit entwickelte er sich zu einem gefürchteten Gegner auf dem Spielfeld. Der Spitzname, den er von allen Seiten zu hören bekam, spornte ihn an. Auch wenn ihm der Spitzname zu Beginn unangenehm war und für sein Empfinden und das seiner Mitspieler nichts mit ihm zu tun hatte, war das ein Gamechanger. Lasorda zerquetschte die Taube nicht, sondern erhöhte den Druck nur so weit, dass sie zu Höchstleistungen bereit war.

Post-Holiday-Syndrom – so beugst du vor / Foto: randalyn hill / unsplash

Wer war Tommy Lasorda? / Foto: randalyn hill / unsplash

Welche Vorteile und welche Nachteile hat die Lasorda Methode?

In der Praxis müssen Manager ausprobieren, wie sie mit einzelnen Mitarbeitern und Teammitgliedern umgehen. Nicht jeder reagiert gleich auf zu viel Druck oder zu viel Freiheit. Während der eine bei lockeren Zügeln zu Höchstleistungen aufblüht, lässt der andere in seinen Leistungen nach und agiert nur mittelmäßig.

Fazit

Die Lasorda-Methode kann im Sport, in Unternehmen und in vielen anderen Bereichen angewendet werden. Wann immer ein gewisses Gleichgewicht zwischen Freiheit und Druck gesucht wird, kann man sich an diese Methode erinnern und mithilfe eines Spitznamens den Kampfgeist eines Menschen wecken. Durch einen Spitznamen oder ein bestimmtes Adjektiv, das ein Mitarbeiter oder Spieler immer wieder hört, kann eine bestimmte Eigenschaft gefördert werden.

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