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Bist du dabei, dein Image zu killen?

Achtung vor diesen Formulierungen & Verhaltensweisen

Foto: mingyue h / Pexels
Foto: mingyue h / Pexels

Hast du dir schon einmal Gedanken über dein Image gemacht? Wie du auf andere wirkst und was andere von dir denken? Aber nicht rein äußerlich, beispielsweise, ob andere deinen neuen Pony lächerlich finden, sondern was andere von dir als Mensch halten? Wie sie dich charakterlich einstufen? In diesem Blogartikel erzählen wir dir mehr über Image und Imagekiller – Verhaltensweisen, die deinem Image schaden.

Imagekiller – Vorsicht vor diesen Verhaltensweisen / Foto: brett jordan / unsplash

Imagekiller – Vorsicht vor diesen Verhaltensweisen / Foto: brett jordan / unsplash

Definition: Was ist ein Image?

Ein Image kann als Bild beschrieben werden, das sich ein Einzelner bzw. eine Gruppe von jemand anderem (einer Einzelperson, Gruppe oder Sache) macht. Ein Image kann auch als feste Vorstellung von der Persönlichkeit bzw. vom Charakter von jemand anderem definiert werden.

Andere haben eine Meinung über dich und deinen Charakter, die sich durch Erfahrungen ihrerseits bzw. Verhaltensweisen deinerseits manifestieren. 

Imagekiller

Imagekiller sind Verhaltensweisen, Floskeln und Dinge, die du tust und die deinem Image schaden. Das kann unbewusst geschehen, beispielsweise weißt du nicht, dass du etwas tust, das der andere blöd findet und deinem Ansehen/deinem Image schadet.

Wir haben ein paar Imagekiller zusammengefasst, auf die du aufpassen kannst: 

1. "Ja, aber"

Klugsch... die einen kaum ausreden lassen und alles besser wissen – kannst du auch nicht ab, oder? Wie machst du es besser? Jeder möchte sich gehört und verstanden fühlen. Daher empfehlen wir eine anerkennende Antwort, beispielsweise ein Nicken und Lächeln. Danach kommen deine Inputs besser rüber, wenn du mit „Das stimmt…“ und „genau deshalb…“ beginnst. So unterstreichst du die Aussage deiner Gesprächspartner und ergänzt sie mit deinem Input, statt alles zunichtezumachen und mit deiner eigenen Meinung zu prahlen.

2. Kein Augenkontakt

Blickkontakt mag schwierig sein, aber er ist ein Zeichen der Aufmerksamkeit. Vibriert dein Smartphone oder trudeln neue Nachrichten auf deinem zweiten Bildschirm während eines virtuellen Meetings ein? Die Anzahl der Ablenkungen ist groß, und das beiläufige Durchblättern einer E-Mail kann sich für dich gerechtfertigt anfühlen. Der Gesprächspartner jedoch bekommt den Eindruck, er sei weniger wichtig als das, was du Wichtiges nebenbei zu tun hast.

Wie du es verbessern kannst: Was im persönlichen Gespräch als unhöflich empfunden wird, gilt auch hier: Schätze deinen Gesprächspartner, indem du ihn anschaust. Empfindest du dies als schwierig, empfehlen wir dir, das Mailprogramm während des Videoanrufs zu schließen und dein Telefon in den Flugmodus zu versetzen.

3. "Ich glaube ..."

Donald Trump hat es vorgemacht: Kannst du nichts mit Fakten beweisen, sage mit fester Stimme, was du glaubst! Nein, das ist natürlich falsch. Wendest du die "ich glaube"-Taktik an, betrittst du automatisch das Reich irrelevanter Spekulationen.

Der Gesprächspartner wird schnell merken, dass du keine sachlichen Argumente mehr hast und auf die emotionale Schiene abgleitest. Mach es besser und sage konkret, wenn dich dein Gegenüber nicht überzeugt und warum nicht. Das ist eine sehr gute Ausgangslage für weitere – sachliche – Diskussionen.

4. Phrasen benutzen, die nicht zu dir passen

Manche Menschen folgen blind dem, was andere sagen. Das macht es peinlich, wenn jemand einen Stil aufgreift, der nicht zu ihm passt. Ein praktisches Beispiel: Du bist weniger der lustige Typ, sprichst ruhig und faktenbasiert. Baust du plötzlich Sätze ein, die lustig sein oder einen Überraschungsmoment kreieren sollen, wirkt das peinlich statt cool. Dein Gesprächspartner hat das Gefühl: Oje, dieser Typ versucht verzweifelt, cool zu wirken. Weil du damit kein stimmiges Gesamtbild mehr abgibst, leidet deine Authentizität darunter.

Noch ein Tipp: verwende keine Phrasen in E-Mails, Telefonaten und Gesprächen, wenn du dir nicht sicher bist, was oder wie du es sagen sollst.

5. Geiz ist... ungeil!

Geiz kann zum Imagekiller werden! Dieses Verhalten gibt es auch im Büro und nicht nur in der Kneipe, wenn ein Freund sich verabschiedet, wenn er für die nächste Runde an der Reihe ist.

Erstelle dir doch mal eine Liste und zähle auf, wie oft du anderen einen Gefallen tust und wie häufig etwas zurückkommt. Achte auf Dinge, die du für selbstverständlich hältst. Fakt ist, wir sollten niemals Boni für Kollegen anbieten, die noch nichts getan haben oder sich für alles zu schade sind. Diese Personen denken nicht an andere, sondern nur an sich selbst. 

6. Ich, ich und ich

Menschen, die nur auf eine Gelegenheit warten, mit sich selbst anzugeben, sind egoistisch. Sie sind unempfindlich gegenüber den Gefühlen anderer. Sie prahlen mit ihren eigenen Heldentaten, ohne darauf zu warten, bis die andere Person zu Ende gesprochen hat.

Das ist super nervig und anstrengend und erzeugt beim Gegenüber das Gefühl, dass der andere sich nicht für einen und seine eigenen Probleme bzw. Geschichten interessiert. Möchtest du es besser machen, achte darauf, deine Gesprächspartner nicht zu früh zu unterbrechen. Klar willst du dein Wissen und deine Fähigkeiten zeigen. Versuche, Unterbrechungen zu vermeiden und beim Sprechen vorsichtiger zu sein und mehr auf andere zu achten. 

Das heißt: Vielleicht hast du etwas Ähnliches erlebt und möchtest die Geschichte gern zum Besten geben. Überlege, ob es sich in dem Moment wirklich anbietet oder ob der andere vielleicht mehr Einfühlungsvermögen und aufbauende Worte statt deiner eigenen Heldengeschichte braucht!

Phrasen benutzen, die nicht zu dir passen / Foto: stefan stefancik / unsplash

Phrasen benutzen, die nicht zu dir passen / Foto: stefan stefancik / unsplash

Fazit

Imagekiller lauern überall und vielleicht waren dir einige bisher noch gar nicht bewusst. Gut, wenn du dir einmal Gedanken darüber machst, welche Imagekiller du möglicherweise benutzt und wo du an dir arbeiten kannst. Falls du ganz sicher gehen willst, was andere über dich denken, kannst du Kollegen und Führungskraft regelmäßig um ein Feedbackgespräch bitten. Ansonsten kann es schon helfen, dich im Alltag selbst zu beobachten und dein Image zu reflektieren.

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