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Chemisches und Reinigungsgewerbe

Wie du mit deinem Putzfimmel Geld verdienst

Foto: artem podrez / Pexels
Foto: artem podrez / Pexels

Die Fensterfassaden sind durch den ständigen Staub von der Straße verschmutzt oder der Kaffeefleck will aus der Lieblingsbluse einfach nicht rausgehen? In manchen Fällen sind die eigenen Fähigkeiten was die Reinigung von Textilien und Gebäuden anbelangt einfach begrenzt. In solchen Fällen müssen die Profis ran und dafür sorgen, dass Textilien und Gebäude wieder sauber und hygienisch sind. Berufe im Reinigungsgewerbe und Berufe im Chemiegewerbe sind die richtige Wahl für dich, wenn du Flecken und Schmutz gerne den Kampf ansagst und eine Leidenschaft für Sauberkeit hast.

Chemisches und Reinigungsgewerbe - welche Aufgaben habe ich?

Bei Gebäudereinigern handelt es sich nicht um ungelernte Putzkräfte. Wer sich einmal selbst mit dem Putzen eines Gebäudes abgemüht hat, weiß, wie körperlich fordernd und anstrengend dieser Job sein kann. Zudem erfordert jeder Untergrund das geeignete Putzmittel. Im Bereich chemisches und Reinigungsgewerbe kannst du Gebäudereiniger/in werden. Dann hast du folgende Aufgaben:

  • Du begutachtest Schmutz und dreckige Flächen und verschaffst dir einen Überblick über das, was zu tun ist.
  • Du wählst die zur Verschmutzung und zum Untergrund passenden Reinigungsmittel aus.
  • Du reinigst die verunreinigten Flächen, egal, ob Fenster, Fußböden, Wände oder Fassaden sorgfältig.

Mit der Gebäudereinigung hast du es nicht so sehr, du hast mehr Spaß an Textilien? Als Textilreiniger/in übernimmst du folgende Aufgaben:

  • Du entfernst Flecken aus Bettwäsche, Designerkleidung, Gardinen und allen anderen Textilien. Du kennst dich mit Materialien wie Leder, Pelz, Baumwolle und Polyester aus.
  • Du sortierst ankommende Textilien und kennst dich mit Textilpflegesymbolen bestens aus.
  • Du wäschst und reinigst die Textilien der Verschmutzung und dem Material entsprechend.

Textilreiniger arbeiten im Übrigen nicht nur in der örtlichen Reinigung. Sie reinigen Wäsche von Hotels, Restaurants, Caterern, Krankenhäuser, Firmen und anderen Großkunden. Ob Uniform, Bett- oder Tischwäsche, alles muss hygienisch rein und optisch einwandfrei sein. Als Textilreiniger/in hast du außerdem die Aufgabe deine Kunden fachkompetent zu beraten.

Chemisches und Reinigungsgewerbe – diese Jobs gibt es Foto: jeshoots com / unsplash

Chemisches und Reinigungsgewerbe – diese Jobs gibt es Foto: jeshoots com / unsplash

Chemisches und Reinigungsgewerbe – welche Voraussetzungen sollte ich mitbringen?

Wenn du im Bereich chemisches und Reinigungsgewerbe arbeiten möchtest, solltest du einige Voraussetzungen mitbringen. Siehst du deine Zukunft in der Gebäudereinigung? Die Tätigkeit als Gebäudereiniger/Gebäudereinigerin ist anspruchsvoller als es auf den ersten Blick erscheint. Du solltest:

  • Körperlich fit sein
  • Keine Höhenangst haben
  • Mit Wind und Wetter gut klarkommen
  • Interesse an Chemie haben
  • Schmutz gegenüber nicht allzu empfindlich sein

Siehst du deine Zukunft eher in der Textilreinigung? Als angehender Textilreiniger/angehende Textilreinigerin solltest du:

  • Handwerklich geschickt sein
  • Technisches Verständnis besitzen
  • Spaß am Umgang mit Kunden haben
  • Sorgfältig arbeiten
  • Eine gewisse Leidenschaft für Textilien und deren Reinigung mitbringen

Für diese beiden Berufe aus dem Bereich chemisches und Reinigungsgewerbe wird mindestens ein Hauptschulabschluss vorausgesetzt, und da ihr viel mit Chemikalien und Feuchtigkeit zu tun habt, solltet ihr möglichst keine Allergien haben.

Berufe Chemiegewerbe und Berufe Reinigungsgewerbe – Inhalte der Ausbildung zum/zur Textilreiniger/in

Du interessierst dich für Berufe im Chemiegewerbe oder Reinigungsgewerbe? Dann könnte der Beruf des Textilreinigers etwas für dich sein. Bei dieser Ausbildung handelt es sich um eine duale Ausbildung, die sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule stattfindet. Diese Ausbildung im Bereich chemisches und Reinigungsgewerbe hat zum Inhalt, dass du die verschiedenen Arten von Textilien kennenlernst. Du lernst auch, wie du welche Art von Textilien reinigen und pflegen kannst. Die verschiedenen Textilpflegesymbole gehen dir schon bald in Fleisch und Blut über und beim Reinigen von Textilien kann dir so schnell keiner etwas vormachen. Du weißt genau, was die Textilpflegesymbole bedeuten und was du zu tun hast. Bei dieser Ausbildung im Bereich chemisches und Reinigungsgewerbe lernst du auch, welche Maschinen, Geräte und Anlagen du für die Textilreinigung einsetzen kannst. Du erfährst mehr über die verschiedenen Reinigungs- und Waschverfahren und lernst, wie sich Waschmittel, Reinigungsverstärker und Lösungsmittel zusammensetzen. Auch das Thema Umweltschutz spielt eine wichtige Rolle. Die in der Berufsschule erworbenen theoretischen Kenntnisse wendest du Schritt für Schritt bei deiner Arbeit im Betrieb an.

Den schulischen Inhalt der Ausbildung zum Textilreiniger/zur Textilreinigerin haben wir gerade besprochen. Im Betrieb lernst du mehr über die Praxis. Du lernst die Arbeit im Betrieb kennen, erfährst mehr über den Aufbau und die Organisation eines Betriebs und wirst über Sicherheitsvorschriften informiert. Während der praktischen Ausbildung wird man dir zeigen, wie du die Wasch- und Reinigungsmaschinen bedienst. Dein Ausbilder zeigt dir, wie du die Maschinen beladen kannst und was du einstellen musst. Du musst auch wissen, wie du die Waschmittelmenge an die Menge der Wäsche anpassen kannst und was im Fall einer Störung zu tun ist. Sobald du etwas Übung hast, wirst du diese Arbeitsschritte allein übernehmen. Dir wird auch gezeigt, wie du die verschiedenen Arten von Flecken aus den Textilien entfernen kannst. Das bedeutet, du wirst in die Vor- und Nachbehandlung von Flecken eingewiesen. Daneben erfährst du mehr über Hygienemaßnahmen und Desinfektionsverfahren. Wie man gereinigte Wäsche lagert und bei Bedarf versendet, ist ebenfalls Teil der Ausbildung in diesem Bereich des chemischen und Lebensmittelgewerbes.

Chemisches und Reinigungsgewerbe – welche Weiterbildungsmöglichkeiten habe ich? Foto: thisisengineering raeng / unsplash

Chemisches und Reinigungsgewerbe – welche Weiterbildungsmöglichkeiten habe ich? Foto: thisisengineering raeng / unsplash

Berufe im Reinigungsgewerbe und Chemiegewerbe – Inhalte der Ausbildung zum Gebäudereiniger/zur Gebäudereinigerin

Berufe im Reinigungsgewerbe klingen für dich interessant? Als Gebäudereiniger/Gebäudereinigerin lernst du viel über Chemie. Ein Großteil deiner schulischen Ausbildung wird sich um chemische Zusammenhänge drehen. Du lernst mehr über die einzelnen Bestandteile von Lösungsmitteln und erfährst, wie du diese haut- und augenschonend einsetzen kannst. Der MAK-Wert (maximale Arbeitsplatz-Konzentration) legt fest, wie hoch die Konzentration eines bestimmten Mittels sein darf. Dieser Wert hilft dir zu entscheiden, ob du mit einer speziellen Schutzmaske arbeiten musst, oder ob es genügt, die Fenster zu öffnen. Beim Einsatz der verschiedenen Reinigungsmittel geht es eben auch um Sicherheit. Ein weiterer Bestandteil deiner schulischen Ausbildung ist die Werkstoffkunde. Du lernst mehr darüber, wie Schmutz von verschiedenen Untergründen gelöst werden kann, ohne Schäden zu hinterlassen. Mathematik spielt ebenfalls eine Rolle, denn du musst Flächen berechnen und kalkulieren können, wie viel Material du benötigst. Auch die Kalkulation von Preisen ist wichtig.

Berufe im Chemiegewerbe und Reinigungsgewerbe erlernst du in einer dualen Ausbildung. Bei deiner Ausbildung zum Gebäudereiniger/zur Gebäudereinigerin bist du also nicht nur in der Schule, sondern auch im Betrieb tätig. Du beschäftigst dich mit den verschiedenen Reinigungstätigkeiten und lernst die Geräte und Maschinen, die hier zum Einsatz kommen, kennen. Bereits im zweiten Ausbildungsjahr bist du in der Lage, unter Anleitung Kundenaufträge auszuführen. Ziel der Ausbildung ist, dass du deine Arbeitsschritte selbstständig planen und deine Kunden kompetent beraten kannst. Bei der Gebäudereinigung ist Kundenbindung sehr wichtig, du möchtest schließlich regelmäßig gebucht werden und dir eine Stammkundschaft aufbauen. Ab dem dritten Ausbildungsjahr bist du bereits selbstständig zuständig für die Kunden. Du weißt genau, wie du mit den zahlreichen Desinfektions-, Reinigungs- und Pflegemitteln umzugehen hast. Durch deine bisherige Arbeit weißt du, wie du verschiedene Untergründe wie Glas, Naturstein, Textilien, Aluminium und Kunststoff bearbeiten musst. Du bist gut vorbereitet auf alle Reinigungsarbeiten, die dich erwarten.

Chemisches und Reinigungsgewerbe – welche Weiterbildungsmöglichkeiten habe ich?

Nach deiner Ausbildung zum Textilreiniger/zur Textilreinigerin beziehungsweise zum Gebäudereiniger/zur Gebäudereinigerin stehen dir verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten offen. Du kannst dich zum Techniker oder Meister weiterbilden und mit einem entsprechenden Schulabschluss steht dir sogar die Tür zu einem Hochschulstudium offen. Textilchemie oder Textilingenieurwesen könnten für Textilreiniger spannend sein. Für Gebäudereiniger könnte ein Studium im Bereich Abfall- und Entsorgungstechnik interessant sein. Mit entsprechendem Abschluss kannst du als Textilreiniger/Textilreinigerin oder Gebäudereiniger/Gebäudereinigerin auch deinen eigenen Betrieb eröffnen und deinerseits Lehrlinge ausbilden.

Chemisches und Reinigungsgewerbe – was kann ich verdienen?

Gebäudereiniger sollten im ersten Lehrjahr zwischen 550 und 630 Euro verdienen. Das Ausbildungsgehalt steigt mit jedem Lehrjahr und sollte im dritten Ausbildungsjahr bei 743 bis 900 Euro liegen. Als Textilreiniger/in liegt deine Ausbildungsvergütung in einem ähnlichen Bereich.

Fazit

Du hast keine Allergien, bringst Interesse für chemische Vorgänge mit, arbeitest gerne im Team und liebst es, wenn Dinge vor Sauberkeit strahlen? Textilreiniger und Gebäudereiniger sind wichtige Berufe, die wir auch in Zukunft brauchen werden.

 

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Hier könnt ihr euch den zusammengefassten Beitrag anhören:

 

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