Ratgeber > Arbeitswelt

Das sind die 3 größten Fehler bei der Gehaltsverhandlung

Lass dich nicht über den Tisch ziehen!

Foto: cherrydeck / unsplash
Foto: cherrydeck / unsplash

Die Gehaltsverhandlung ist so ein Thema, das immer wieder auftaucht und dich mit Sicherheit öfter im Leben begleiten wird. Damit du dich keinesfalls über den Tisch ziehen lässt, haben wir die drei größten Fehler bei der Gehaltsverhandlung vorbereitet, die dir helfen werden, ein gutes Gehalt auszuhandeln!

1. Nicht nach Geld zu fragen

Viele Berufseinsteiger:innen, aber auch insbesondere Frauen, trauen sich nicht, nach Geld zu fragen. Der wahrscheinlich größte Fehler, den du machen kannst, ist es, dich einfach damit zufriedenzugeben und jedes Angebot anzunehmen, das du erhältst. Viele machen diesen Fehler, weil sie den Verhandlungsprozess nicht verstehen oder weil sie sich beim Verhandeln unwohl fühlen.

Doch gibst du dich mit einem niedrigeren Gehalt, als du wert bist, zufrieden, hat das erhebliche finanzielle Folgen für dich: Du wirst weniger verdienen, geringere Gehaltserhöhungen bekommen (weil die meisten Gehaltsverhandlungen als Prozentsatz deines Gehalts berechnet werden) und später eine niedrigere Rente beziehen (auch diese ist ein Prozentsatz deines Gehalts). 

Gibst du dich mit einem Angebot zufrieden, das du als zu niedrig empfindest, wird das dich nicht nur finanziell zurückwerfen, sondern auch so lange an dir nagen, bis du anfängst, deinen Job und/oder Arbeitgeber zu hassen. 

Tipp: Wird in der Jobbeschreibung eine Gehaltsspanne angegeben, kann es sinnvoll sein, darüber hinauszugehen. Behalte im Hinterkopf: Dein potenzieller zukünftiger Chef will dich so günstig wie möglich einstellen und so viel Geld sparen wie möglich. Du dagegen willst so viel rausschlagen wie möglich. Das heißt: Er wird besonders niedrig ansetzen, du solltest so hoch wie möglich ansetzen, sodass ihr euch am Ende etwa in der Mitte trefft und du bei deinem Wunschgehalt ankommst.

Lass dich nicht über den Tisch ziehen! Foto: alexander mils / unsplash

Lass dich nicht über den Tisch ziehen! Foto: alexander mils / unsplash

2. Dich vor dem Gespräch nicht richtig informieren

Die Grundlage für eine erfolgreiche Verhandlung ist Recherche. Online findest du viele Portale, die Gehaltsinformationen veröffentlichen. Das heißt, es gibt für Arbeitsuchende absolut keine Entschuldigung, ihren Marktwert nicht zu kennen. Versuche darüber hinaus, Nachforschungen über deinen potenziellen Arbeitgeber anzustellen: Gehaltsniveau, Verhandlungspolitik, Leistungsbeurteilungen. Selbst wenn du nicht über das Gehalt verhandeln willst, wirst du den Markt für deine Leistungen und deinen Wert auf dem Arbeitsmarkt besser verstehen.

Du solltest Dich vor dem Gespräch unbedingt richtig informieren Foto: john schnobrich / unsplash

Du solltest Dich vor dem Gespräch unbedingt richtig informieren Foto: john schnobrich / unsplash

3. Dich zu rechtfertigen

Bist du derjenige, der bei der Gehaltsverhandlung die meiste Zeit spricht, anstatt deinem Gesprächspartner Raum zu lassen, kannst du wichtige Informationen verpassen, die dich zu einem effektiveren Verhandlungspartner machen und dir helfen, ein besseres Gehalt herauszuschlagen.

Sage während der Gehaltsverhandlung, was du willst. Dann machst du eine Pause. Dein Arbeitgeber braucht vielleicht etwas Zeit, um deine Wünsche zu prüfen. Mache keinesfalls den Fehler, in der Pause zu erklären, warum du denkst, dass du so viel wert bist, oder im schlimmsten Fall sogar zurückzurudern und zu sagen, dass du auch mit weniger zufrieden wärst.

Halte die Pause ein und bleibe ruhig. So wirkst du autoritär und geduldig, was dir einige Pluspunkte einbringen wird und dir hoffentlich zu einer Gehaltserhöhung bzw. einer guten Gehaltsverhandlung verhilft.

Fazit

Um eine Gehaltsverhandlung wirst du bei einem neuen Job – oder vielleicht sogar deinem ersten – nicht herumkommen. Mit unseren Tipps vermeidest du, in die drei größten Fallen bei der Gehaltsverhandlung zu tappen, und kannst sicher sein, die Gehaltsverhandlung gut zu meistern.

Beitrag teilen