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Detox für die Karriere

So bringt dich Verzicht beruflich weiter

Foto: braden collum / unsplash
Foto: braden collum / unsplash

Verzicht und Entbehrung haben einen negativen Beigeschmack – mit diesen Worten wird assoziiert, dass du auf etwas verzichten musst, das du eigentlich gerne hättest bzw. was notwendig ist. Wir zeigen dir, wie dich Detox im Beruf erfolgreich machen kann!

Definition: Entbehrung

Deprivation ist ein wirtschaftlicher Begriff, der sich auf den Mangel an grundlegenden Ressourcen bezieht, die zum Überleben benötigt werden. In diesem Zusammenhang kann Deprivation in Bezug auf Einkommen, Bildung, Gesundheitsversorgung, Wohnung, Beschäftigung, Zugang zu Nahrung, sauberem Trinkwasser, sanitären Einrichtungen, Unterkunft, Kleidung, Elektrizität, Heizung, Transport, Kommunikation und Sicherheit definiert werden.

Und auch in der Psychologie gibt es Deprivation: Deprivationspsychologie bezieht sich auf die Untersuchung, wie Menschen reagieren, wenn ihnen etwas vorenthalten wird, das sie brauchen.

So hilft dir Detox, deine Ziele zu erreichen / Foto: samuel regan asante / unsplash

So hilft dir Detox, deine Ziele zu erreichen / Foto: samuel regan asante / unsplash

Warum ist Verzicht gut für den Charakter?

Opfer helfen, einen moralischen Charakter zu entwickeln. Es lehrt dich, dass es Dinge gibt, für die es sich lohnt, etwas zu verlieren. Es lehrt dich, was dir wichtig ist – du lernst, wie viel Wert du auf etwas legst, wenn du bereit bist, etwas anderes aufzugeben, um es zu bekommen.

Es hilft dir auch, Selbstbeherrschung und Geduld zu entwickeln. Denn wenn du etwas aufgibst, lernst du, geduldig auf das zu warten, was du willst. Es lehrt uns auch, dass wir nicht immer das bekommen, was wir wollen, wenn wir es wollen.

Darüber hinaus lehrt es dich, selbstlos zu sein und andere vor dich zu stellen. Es hilft dir auch, Demut zu entwickeln. Eine Person, die ihre eigenen Bedürfnisse für andere opfert, wird mit großer persönlicher Befriedigung belohnt.

Freiwilligkeit als Voraussetzung

Dem allen vorausgesetzt ist die Freiwilligkeit. Ein Beispiel ist die Fastenzeit. Menschen fasten Dinge wie Alkohol, Zigaretten oder Schokolade, um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und diese Lebensmittel anschließend bewusster und genussvoller wahrnehmen zu können. Müssten sie jedoch darauf verzichten oder tatsächlichen Hunger leiden, hätte der Verzicht keinen positiven Nebeneffekt. 

Daher gilt: Verzicht tut gut. Es hilft dir, negative Emotionen wie Angst, Wut, Eifersucht, Neid, Gier usw. loszuwerden und durch positive zu ersetzen. Aber: Verzicht schadet, wenn du etwas aufgibst, das dir wichtig war, oder wenn du gezwungen bist, etwas aufzugeben, das dir sehr am Herzen liegt. Verzicht ist auch schädlich, wenn du etwas aufgibst, in dem du gut bist oder das du gerne tust. Wenn du dir nicht sicher bist, ob sich das, was du aufgibst, lohnt, tu es nicht.

Warum ist Verzicht gut für den Charakter? Foto: noah buscher / unsplash

Warum ist Verzicht gut für den Charakter? Foto: noah buscher / unsplash

Detox für den beruflichen Erfolg

Möchtest du dir beruflichen Erfolg sicherstellen, gilt es, das Wort Detox bzw. Entbehrung nicht falsch zu verstehen. Es geht nicht darum, dass du dich entspannt zurücklehnst, auf Anstrengungen verzichtest und der Erfolg von selbst auf dich zukommt. Sondern: 

  • Von nichts kommt nichts. Wenn du etwas willst, arbeite dafür und arbeite auf dein Ziel hin. Glück und Talent allein reichen nicht aus, um dein Ziel zu erreichen. Beharrlichkeit ist eine wichtige Eigenschaft, auf die du nicht verzichten solltest.
  • Es kostet Zeit. Möchtest du dich beruflich weiterentwickeln, musst du mit mehr Zeit rechnen und musst damit rechnen, an anderen Stellen weniger Zeit für Dinge zu haben, die dir eventuell wichtig sind. Denn beispielsweise musst du Zeit in eine Weiterbildung oder ein Fernstudium investieren und dafür ein Hobby – zeitweise – sausen lassen. Mach dir klar, was dir wichtiger ist, und ordne deine Prioritäten ggf. neu.
  • Step by step. Je nachdem, worauf du verzichten willst oder musst, um dein Ziel zu erreichen, kann es sinnvoll sein, dein persönliches Detox schrittweise anzugehen. Hierfür kannst du Etappenziele formulieren, zum Beispiel: Bis morgen schreibe ich fünf Seiten meiner Hausarbeit, dafür lasse ich heute Abend meine Serie ausfallen. 

Fazit

Entbehrung, Verzicht oder Detox – wie auch immer du es nennen magst – können dich stärker machen. Voraussetzung ist, dass du den Schritt freiwillig gehst und bewusst Abstand von gewissen Dingen oder Tätigkeiten nimmst, um ein anderes Ziel zu erreichen. Mit dieser Einstellung formst du erfolgreich deinen Charakter und machst dir deine persönlichen Ziele bewusst. 

Und dann winkt dir auch die Belohnung für den Verzicht: Hast du beispielsweise dein Hobby zugunsten einer Weiterbildung für ein paar Wochen ausfallen lassen und wirst befördert, winkt dir am Ende möglicherweise mehr Gehalt. Auf dem Weg dorthin können dir verschiedene Zeitmanagement-Methoden, Alltagshelfer oder Unterstützung durch Freunde und Familie den Weg erleichtern.

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