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Die Arbeitssuche stresst dich?

Mit diesen Tipps bleibst du gechillt

Foto: sincerely media / unsplash
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Wir alle kennen Situationen, die uns stressen. Leider ist es unvermeidbar, dass wir in unserem Leben Stress empfinden. Hierbei ist nicht jeder gleich, was den einen stresst, lässt den anderen kalt. Jeder hat seine individuellen Stressauslöser, denn nicht jeder findet dieselben Situationen oder Dinge unangenehm, überfordernd, unkontrollierbar oder bedrohlich. Eine Stressquelle für viele Menschen ist die Jobsuche. In unserem Artikel erfährst du, wie du mit Stress bei der Arbeitssuche am besten umgehst.

Tipps, um Stress bei der Arbeitssuche zu vermeiden / Foto: thought catalog / unsplash

Tipps, um Stress bei der Arbeitssuche zu vermeiden / Foto: thought catalog / unsplash

Was ist Stress und welche Stressauslöser gibt es?

Empfindest du eine Situation als überfordernd und nicht zu bewältigen oder fühlst du dich bedroht oder unter Druck gesetzt, reagierst du darauf sowohl physisch als auch psychisch. Dein Körper wird in einen Zustand der Alarmbereitschaft versetzt und stellt sich auf eine erhöhte Leistungsbereitschaft ein. Hierbei werden Cortisol und Adrenalin freigesetzt. Diese Stresshormone bewirken, dass dein Blutdruck und dein Herzschlag steigen und dein Körper sich anspannt. 

Jeder Mensch hat individuelle Stressquellen, weshalb es eine unendliche Anzahl an Stressauslösern gibt. Du kannst Stressauslöser trotzdem in vier Grundkategorien einteilen:

Stress kann dein Leben stark beeinflussen. Bist du dauerhaft Stress ausgesetzt, wirkt sich das auf deine psychische Gesundheit und dein allgemeines Wohlbefinden aus. Außerdem können Beziehungen zu Familienmitgliedern oder Freunden darunter leiden. Auf der anderen Seite kann uns Stress, wenn er richtig genutzt wird, auch motivieren. Es ist deshalb wichtig, zu lernen, richtig mit Stress umzugehen, um ihn für dich zu nutzen. 

Stresstoleranz

Anpassungsdruck, Fristen, Termin- und Leistungsdruck – unser schnelllebiger Alltag und unser hochdynamische Arbeitsumfeld setzen uns immer wieder stressigen und schwierigen Situationen aus. Die Fähigkeit, mit Druck umzugehen und unter stressigen Bedingungen effektiv zu arbeiten und Hürden zu überwinden, wird als Stresstoleranz bezeichnet. 

Die Stresstoleranz ist bei jedem Menschen anders, aber es gibt ein paar Tricks, mit denen du deine Toleranz gegenüber Stress erhöhen kannst. Es ist wichtig, eine für dich geeignete Methode zu finden, wie du Stress bewältigen kannst. 

 

Was ist Stress und welche Stressauslöser gibt es? Foto: kobu agency / unsplash

Was ist Stress und welche Stressauslöser gibt es? Foto: kobu agency / unsplash

Stress bei der Jobsuche

Besonders die Suche nach einem neuen Job ist für viele ein großer Stressauslöser. Mit ein paar Tipps und Tricks kannst du lernen, mit Stress umzugehen und ihn für dich zu nutzen. 

Stress akzeptieren

Menschen haben über die Zeit diverse Überlebensmechanismen entwickelt. Früher reagierte unser Körper auf Bedrohungen wie Raubtiere, um unsere Leistungsfähigkeit zu erhöhen und am Leben zu bleiben. Heute sind wir nicht mehr auf die Abwehr von Raubtieren angewiesen, sondern reagieren auf psychische oder physische Stressauslöser.

Überzeugender Lebenslauf, Vorstellungsgespräche und Assessment-Center – die Suche nach einem neuen Job kann als bedrohlich gesehen werden. Der Körper aktiviert in solchen Situationen deine Stressreaktion und du fängst an zu schwitzen, deine Herzschlagfrequenz erhöht sich, du fühlst dich angespannt. Diese Reaktionen sind vollkommen normal und dass du es bemerkst und akzeptierst ist wichtig, um deinen Stress in den Griff zu bekommen. 

Deine neue Einstellung gegenüber Stress

Jeder empfindet Situationen anders, der eine sieht es als aufregenden Druck und für den anderen ist die Situation unglaublich beängstigend. Ist dir bewusst, was der Auslöser für deine Stressreaktion ist, kannst du versuchen, deine Denkweise und Einstellung zu ändern. Du kannst zwar die genauen Umstände der Situation nicht beeinflussen, aber du kannst entscheiden, wie du darauf reagierst. Verwandelst du den negativen Stress in ein positives Gefühl, kannst du deinen Stress nutzen, um dich energiegeladen und motiviert zu fühlen. Verwende die erhöhte Leistungsbereitschaft deines Körpers für dich. 

Was kannst du kontrollieren?

Es kann dir helfen, die nicht kontrollierbaren Faktoren den kontrollierbaren gegenüberzustellen. Schreibe hierfür eine Liste mit allen Dingen, die du nicht kontrollieren kannst. In einem nächsten Schritt überlegst du dir, wie du diese Dinge mit für dich kontrollierbaren Faktoren ausgleichen kannst.

Meldet sich ein Personalverantwortlicher nicht bei dir, kannst du das nicht beeinflussen. Aber du kannst nach einer angemessenen Zeit nachhaken und um Rückmeldung bitten. Auch ein Vorstellungsgespräch kann Stress auslösen. Du hast keinen Einfluss auf die Fragen und Aufgaben, die dir gestellt werden. Du kannst dich aber umfassend vorbereiten und dein Wissen in den Themenbereichen des neuen Jobs vertiefen, um dich sicherer zu fühlen. Genauso bei einem virtuellen Vorstellungsgespräch: Hier kannst du dich zusätzlich ideal vorbereiten, wenn du die Technik vorab prüfst, somit weißt du, dass alles funktioniert und wie du alles einstellst. 

Kümmere dich um deine psychische Gesundheit

Negativen Auswirkungen von Stress wirkst du am besten entgegen, wenn du dich um deine geistige Gesundheit kümmerst. Du kannst deine psychische Gesundheit mit verschiedenen Maßnahmen fördern:

Mit diesen Maßnahmen stärkst du deine Abwehrstrategie gegen schlechte Laune, gesundheitliche Probleme, Konzentrationsschwierigkeiten und andere negative Folgen von Stress. Regelmäßige Pausen von deiner Jobsuche sind auch sehr wichtig, damit du deine Produktivität aufrechterhältst und dich zwischendurch entspannen und abschalten kannst. Alle diese Faktoren sind für eine stressfreie Arbeitssuche wichtig. 

Neue Perspektiven finden für eine Arbeitssuche ohne Stress

In stressigen Situationen ist es oft schwierig, einen klaren Kopf zu bewahren. Finde in diesen Situationen eine Perspektive, die dir bei der Bewältigung hilft. Es gibt verschiedene Methoden, damit umzugehen, du musst für dich deine individuelle Methode finden, mit der du dein Stressniveau unter Kontrolle bekommst

Beispielsweise kann es helfen, bei einer Bewerbung immer wieder Pausen einzulegen, in denen du vom Schreibtisch aufstehst und in einen anderen Raum gehst. Die räumliche Trennung kann dir helfen, wieder klarer zu denken und dich nicht zu sehr zu verkopfen. 

Tritt in stressigen Situationen einen Schritt zurück und versuche, das Große Ganze zu sehen, um den Stress besser zu bewältigen. Überlege dir zum Beispiel während des Bewerbungsprozesses, ob diese stressige Situation in ein paar Wochen immer noch so beängstigend und überwältigend sein wird. Das gilt auch für Vorstellungsgespräche. Versuche, das Ganze aus einer neuen Perspektive zu sehen und dich nicht auf Kleinigkeiten zu versteifen. Konzentriere dich nicht auf das Negative, sondern verwende deine positive Energie darauf, den richtigen Job zu finden.

Fazit

In unserem Alltag sind wir vielen Stresssituationen ausgesetzt. Besonders die Suche nach einem neuen Job ist für viele ein nervenaufreibender Prozess. Stressfreie Arbeitssuche – in einem ersten Schritt musst du den Stress bemerken und akzeptieren. Ändere dann deine Reaktion und Einstellung gegenüber Stress und nutze ihn für dich. Stressauslöser lassen sich auch bewältigen, wenn du dir überlegst, mit welchen kontrollierbaren Dingen du Unkontrollierbares ausgleichen kannst. Eine gute psychische Gesundheit ist für eine stressfreie Arbeitssuche ebenfalls essenziell. Versuche außerdem, immer wieder Abstand zu gewinnen, um das Große Ganze zu sehen und dich nicht auf das Negative zu versteifen. Beachtest du diese Tipps und Tricks bei der Stressbewältigung, kannst du deine Arbeitssuche ohne Stress hinter dich bringen.

 

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