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Faul wie eine fette Katze?

So vermeidest du das Fat-Cat-Syndrom nach einem Erfolg

Bild Foto: catherine heath / unsplash
Foto: catherine heath / unsplash

Du hast ein Projekt erfolgreich abgeschlossen und dafür Lob und Anerkennung erhalten. Nach einem Erfolg neigen wir dazu, uns auf unseren Lorbeeren auszuruhen. Wir sind stolz und freuen uns über die Gewissheit, dass sich unsere harte Arbeit gelohnt hat. Hier liegen aber die Gefahr und der Ursprung des Fat-Cat-Syndroms. 

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So vermeidest du das Fat-Cat-Syndrom / Foto: annie spratt / unsplash

Was ist das Fat-Cat-Syndrom?

Bei dem Begriff Fat-Cat-Syndrom hast du wahrscheinlich direkt eine vollgefutterte, zufriedene und runde Katze vor Augen. Dieses Bild beschreibt ganz gut, was es mit dem psychologischen Phänomen auf sich hat. Denn eine zufriedene Katze wird nicht gleich wieder losziehen und sich die Pfoten schmutzig machen. Und genau diese Geisteshaltung trifft in vielen Fällen auf uns Menschen zu. Haben wir einen Erfolg erreicht, ist die Motivation erst einmal weg

Das Fat-Cat-Syndrom beschreibt die träge Einstellungs- und Verhaltensweise, die eine Person hat, die sich auf ihrem Erfolg ausruht. Die vom Fat-Cat-Syndrom betroffene Person nimmt an, dass sie auch weiterhin erfolgreich sein wird – und das Ganze ohne viel Mühe. Das funktioniert nur leider nicht auf diese Art. Diese Denkweise führt zu Selbstgefälligkeit und Arroganz. Es endet bei vielen Menschen mit dieser Geisteshaltung in einer persönlichen Niederlage. Es reicht nicht, einen Erfolg zu haben und sich dann nicht weiter zu bemühen. Du musst dranbleiben und dich immer wieder neu anstrengen, um weiterhin Erfolge zu erzielen. Ruhst du dich auf deinen Lorbeeren aus und zelebrierst das Fat-Cat-Syndrom, verhinderst du weiteren Erfolg. 

Diese selbstgefällige Haltung, durch die Erfolge ausbleiben, tritt bei vielen Unternehmern und Unternehmerinnen auf, die denken, dass alles bei ihnen weiterhin gut funktionieren und bei den Kunden gut ankommen wird – in der Vergangenheit war es doch auch so. Unternehmen, die sich gegen Veränderungen und Innovationsprozesse stellen, weil es mit den alten Methoden und Prozessen bisher gut geklappt hat, haben oft Probleme mit dem Fat-Cat-Syndrom. 

Treffen kann das Fat-Cat-Syndrom aber jeden. Du bist ganz oben auf der Erfolgsleiter und willst daran zurzeit nichts ändern und ruhst dich auf deinem Erfolg aus. Du denkst, Neues auszuprobieren, ist unnötig und anstrengen musst du dich auch nicht, schließlich warst du gerade erfolgreich. 

Fette Katze im Studium

Das Fat-Cat-Syndrom ist bei vielen Studierenden die Ursache für ihr Scheitern. Das Fat-Cat-Syndrom trifft viele nach einem erfolgreichen Semester. Du hast alle Klausuren mit guten Noten abgeschlossen und alle Hausarbeiten rechtzeitig und perfekt ausgearbeitet hinter dich gebracht. Jetzt hast du dir erst einmal Ruhe verdient. Und hier greift das psychologische Phänomen und du wirst nachlässiger mit den Vorlesungen und schiebst Aufgaben auf. Dadurch wirst du das nächste Semester vergeigen. 

Diese Fat-Cat-Geisteshaltung schleicht sich bei vielen langsam in den Alltag. Du hast dir bestimmt auch schon gedacht, dass du für eine Klausur nicht lernen musst, weil du die letzte auch gut abgeschlossen hast. Aus diesem Grund beginnst du zu spät mit dem Lernen und schaust dir den Lernstoff nur grob an. Du hast schließlich letztes Mal die Klausur gut abgeschlossen und bist ein Experte für das Fach. Das führt dazu, dass du die Klausur aber diesmal in den Sand setzt. 

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Was ist das Fat-Cat-Syndrom? Foto: fauxels / Pexels

Was hilft gegen das Fat-Cat-Syndrom?

Das Fat-Cat-Syndrom schleicht sich im Normalfall langsam an und verhindert nach und nach eine produktive Arbeitsweise. Erkennst du, dass du zu einer dicken Katze geworden bist, ist es meist zu spät. Du kannst dich aber durch bestimmte Maßnahmen vor dem psychologischen Phänomen schützen. 

Selbstreflexion ist hier eine wichtige Maßnahme gegen das Fat-Cat-Syndrom. Du solltest dein Handeln und Denken regelmäßig kritisch hinterfragen. Passen deine Handlungen zu den Zielen, die du dir gesetzt hast? Womit bist du in deinem Leben zufrieden und wo besteht Verbesserungspotenzial? 

Du wirst nicht alle deine Fehler erkennen. Aus diesem Grund sind kritische und ehrliche Menschen aus deinem Umfeld eine weitere Maßnahme, um dem Fat-Cat-Syndrom – und weiteren schlechten Angewohnheiten – vorzubeugen. Lass diese Menschen dein Verhalten und deine Einstellungen kritisch begutachten und nimm die Kritik an, wenn es darum geht, was du ändern solltest. 

Deine Einstellung trägt ausschlaggebend dazu bei, wie anfällig du für das Fat-Cat-Syndrom bist. Legst du deinen Fokus auf Erfolge, wirst du kurzfristige Erfolge tendenziell zu hoch bewerten. Das kann schnell zu Arroganz und Selbstüberschätzung führen. Konzentrierst du dich auf den Prozess des Studierens, steht bei dir die Art und Weise, wie du studierst, im Fokus und du legst großen Wert darauf, dich weiterzuentwickeln. In diesem Fall ist die Verwandlung zur dicken Katze eher unwahrscheinlich.

Fazit

Der Begriff Fat-Cat-Syndrom klingt süß, ist aber gefährlich für deinen weiteren Erfolg. Trotzdem sollst du deine Erfolge feiern und stolz auf deine guten Noten und abgeschlossenen Projekte sein. Die Gefahr besteht darin, dass du dich auf deinen Erfolgen ausruhst und dich nicht weiter anstrengst. Du solltest weiterhin selbstkritisch bleiben und regelmäßig über dein Handeln und Verhalten reflektieren. Außerdem solltest du dich weiterentwickeln und Neues nicht ablehnen, sondern Veränderungs- und Innovationsprozessen offen entgegentreten. Hältst du dich daran und wirst nicht zur dicken Katze, kannst du in deinem Studium dauerhaft erfolgreich sein. 

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