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Gibt es wirklich guten und schlechten Stress?

Wie unser Körper darauf reagiert

Foto: vlada karpovich / Pexels
Foto: vlada karpovich / Pexels

Eustress ist positiv, energetisierend und motivierend. Wir fühlen uns lebendig, engagiert und aufgeregt. Distress ist negativ und erschöpfend. Er macht uns müde, ängstlich und traurig. Was es mit diesen beiden Arten von Stress genau auf sich hat und wie unser Körper sie unterscheidet, erfährst du hier. 

Was ist der Unterschied zwischen Eustress und Distress?

Die Unterscheidung zwischen Eustress und Distress gibt es seit der Antike. Der Begriff Eustress wurde von dem Endokrinologen Hans Selye geprägt und setzt sich aus der griechischen Vorsilbe eu-, die "gut" bedeutet, und stress, was wörtlich übersetzt "guter Stress" bedeutet, zusammen. Positiver Stress führt zu Wachstum und Entwicklung. Distress ist negativer Stress, der zu Krankheit und Leiden führt.

Eustress ist positiver, kurzfristiger Stress, den wir erfahren, wenn wir trainieren, lernen, Sport treiben usw. Es ist das Gefühl, von etwas Neuem und Aufregendem herausgefordert zu werden. 

Distress ist negativer, langfristiger Stress, den wir empfinden, wenn wir nicht genug Geld haben, unsere Beziehungen nicht gesund sind, wir nicht genug schlafen usw. Es ist die Angst vor Versagen, Zurückweisung oder Bestrafung.

Mit diesen Problemen kämpfen intelligente Menschen / Foto: johnson wang / unsplash

Mit diesen Problemen kämpfen intelligente Menschen / Foto: johnson wang / unsplash

Was sind Stressoren?

Stressoren sind alles, was dazu führt, dass wir uns gestresst fühlen. Diese Gefühle werden „Stressreaktionen“ genannt, weil sie unseren Körper vor Gefahren schützen sollen. Sie können körperlich (z. B. im Stau stecken), emotional (z. B. Angstgefühle), sozial (z. B. nicht genug Geld haben, um die Rechnungen zu bezahlen) oder psychisch (z. B. Sorge, unseren Job zu verlieren) sein.

Wenn wir zu viele Stresssituationen erleben, kann dies zu einem Zustand führen, in dem der Körper mit dem Stress nicht mehr alleine klarkommt. 

Die häufigste Form von Stress ist Angst. Angst ist ein Gefühl der Sorge, Nervosität, Angst oder Besorgnis. Es kann körperliche Symptome wie Schwitzen, Zittern, Herzklopfen, Übelkeit und Atemnot verursachen. Unbehandelt kann es zu Panikattacken, Depressionen und Selbstmordgedanken kommen.

Auswirkungen von Eustress und Distress

Stress ist ein Gefühl, von etwas überwältigt zu werden, normalerweise etwas Negativem. Es kann durch alles Mögliche verursacht werden, von finanziellen Problemen bis hin zu Beziehungsproblemen. Die häufigste Ursache dafür ist Angst.

Der Körper reagiert auf jede Art von Stress unterschiedlich: Distress ist negativer Stress, der uns ängstlich und depressiv macht. Negativer Stress ist der schlimmste Stress und kann krankmachen.

Der beste Stress ist positiver Stress. Eustress motiviert uns, unsere Ziele zu erreichen. Er hilft uns, zu wachsen und uns zu entwickeln.

Probleme, die extrem intelligente Menschen haben / Foto: jose martin ramirez carrasco / unsplash

Probleme, die extrem intelligente Menschen haben / Foto: jose martin ramirez carrasco / unsplash

Wie entscheidet unser Körper, wie er reagieren soll?

Der Körper reagiert unterschiedlich auf verschiedene Arten von Stressoren. Wenn wir zum Beispiel durch etwas gestresst sind, das kürzlich passiert ist, schüttet unser Körper Adrenalin aus, das uns Energie gibt, aber auch ängstlich macht.

Wenn wir durch etwas Langfristiges gestresst sind, wie ein Vorstellungsgespräch oder eine Prüfung, dann schüttet unser Körper Cortisol aus, das uns hilft, mit der Situation fertig zu werden, aber es führt auch dazu, dass wir uns müde und lethargisch fühlen.

Fazit: Stress ist nicht gleich Stress

Stress wird definiert als „eine psychologische Reaktion auf jede Anforderung, die unsere Umwelt an uns stellt“. Dazu gehören körperliche Anforderungen (wie Bewegung), emotionale Anforderungen (wie Prüfungen) und soziale Anforderungen (wie Fristen). Für dich ist es wichtig, zu verstehen, dass nicht jede Stresssituation die gleiche physiologische Reaktion hervorruft. Manche Situationen können Stress verursachen, aber nicht unbedingt schlechten. Von Zeit zu Zeit ein bisschen (positiven) Stress zu haben, schadet also nicht. Wo wir gerade beim Thema sind: Wann hast du das letzte Mal Sport gemacht?

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