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Life happens, coffee helps – oder?

Ist Kaffee schuld an Angst und Depressionen?

Bild Foto: crystal shaw / unsplash
Foto: crystal shaw / unsplash

Für viele ist der morgendliche Kaffee fester Bestandteil des Aufwachrituals. Ohne ihn starten sie nicht richtig in ihren Tag. Aber hast du dich schon einmal gefragt, ob dein morgendlicher Kaffee Depressionen und Angstzustände fördert? Für dich gehört bestimmt wie für viele andere der Kaffee zum Alltag. Wir trinken ihn zum Vergnügen, zur Entspannung, in sozialen Situationen und natürlich, um unsere Energiereserven aufzuladen. Dieser ganze Kaffee-Wahn kann aber auch im ungesunden Ausmaß stattfinden. Schließlich wollen wir wach in den Tag starten, voller Energie unsere Aufgaben erledigen und zwischendrin noch einen Kaffee rein zum Vergnügen trinken – das summiert sich schnell. 

Kaffee und Depressionen

Hierzu gibt es bereits einige Studien, die besagen, dass Kaffee eventuell ein schützender Faktor sein kann, wenn es um Depressionen geht und sogar mit einer Verringerung der Selbstmordrate korreliert. Klingt unglaublich, aber es sollte beachtet werden, dass es nur vielleicht ein schützender Faktor ist. Jeder Körper und Metabolismus ist anders und reagiert deshalb unterschiedlich auf Umgebungen, Umstände und Substanzen. Es ist zwar ein guter Indikator, trotzdem können wir nicht 100 % sicher sein, da hier viele Variablen mitspielen. 

Der allgemeine Lebensstil und auch, ob der Kaffee Koffein enthält, wird aus den Studien nicht deutlich. Hier müssen also weitere Studien durchgeführt werden, um genauere Ergebnisse zu erhalten.

Kaffee wurde lange mit ungesunden Angewohnheiten verbunden. Im Jahr 2016 wurde Kaffee aber sogar von der WHO Liste für krebserregende Lebensmittel genommen. Mittlerweile sagt die WHO, dass Kaffeekonsum in moderatem Umfang eventuell sogar vor Gebärmutter- und Leberkrebs schützen kann. Auch Organisationen wie The World Cancer Research Fund und das US Dpartment of Health and Human Services haben erklärt, dass sich Kaffeekonsum in Maßen positiv auf die Gesundheit auswirken und vor verschiedenen Krebsarten schützen kann.

Geht es um Depressionen, ist nicht nur das Koffein ein entscheidender Faktor, sondern auch weitere wirksame Komponenten im Kaffee. Beispielsweise Chlorogensäure, Ferulasäure und Kaffeesäure reduzieren die Entzündung der Nerven. Diese Entzündungen spielen im Gehirn von Menschen, die an Depressionen leiden, eine Rolle. Also eine weitere gute Nachricht. 

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Ist Kaffee schuld an Angst und Depression? Foto: clem onojeghuo / unsplash

Kaffee und Angstzustände

Hier sieht die Lage anders aus. Für Menschen, die an Angstzuständen leiden, zeigen Studienergebnisse, dass Kaffee leider nicht wie bei Depressionen positive Auswirkungen hat. 

Leidest du nicht an Angstzuständen, wird Kaffee wahrscheinlich keine allzu großen negativen Auswirkungen auf dich haben – wenn du ihn in einem normalen Maß genießt. Wenn du aber mehr als 400 mg pro Tag zu dir nimmst, können Symptome, die mit Angstzuständen in Verbindung gebracht werden, auftreten. Unruhe, Zittrigkeit, Nervosität und Schlafprobleme sind ein paar der Symptome. 

Nicht sehr verwunderlich: für Menschen, die unter Angstzuständen leiden, braucht es viel geringere Mengen, um die bereits vorhandenen Symptome hervorzurufen oder zu verschlimmern

Trinkst du Kaffee in Maßen, wird es vielleicht keine großen Auswirkungen auf deine Angststörungen haben, helfen wird es aber auch nicht. 

Wie wirkt sich Kaffee auf deine Laune aus?

Wie sich Kaffee auf deine allgemeine Stimmung auswirkt, hängt stark davon ab, wie dein Körper auf Koffein reagiert. Hier gibt es große Unterschiede zwischen Menschen. 

Ein paar Menschen können direkt vor dem Schlafen einen Espresso trinken und haben trotzdem keine Probleme, einzuschlafen. Aber für andere würde das eine schlaflose Nacht bedeuten. Schlechter Schlaf und Schlafmangel tragen zu Reizbarkeit, geringer Widerstandsfähigkeit gegenüber Stressfaktoren und weiteren schlechten Gesundheitsindikatoren bei und das führt wiederum zu einer schlechteren Stimmung. 

Ein guter Schlaf ist essenziell, besonders wenn Menschen mit Angstzuständen zu kämpfen haben. Hast du Probleme mit chronischen Ängsten, solltest du deshalb deinen Kaffeekonsum runterschrauben. So kannst du auch erst einmal nur testen, was der verringerte Kaffeekonsum für Auswirkungen auf dich und deine Gesundheit hat. Es ist wichtig, dass du für dich herausfindest, wie dein Körper auf Koffein und andere Inhaltsstoffe reagiert. Aber achte immer darauf, deine Selbstversuche in einem gesunden Rahmen zu halten.

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Wie wirkt sich Kaffee auf deine Laune aus? Foto: joshua rawson harris / unsplash

Deinen Kaffeekonsum reduzieren

Möchtest du deinen Kaffeekonsum etwas zurückschrauben, haben wir ein paar hilfreiche Tipps für dich. 

  • Koffein schrittweise reduzieren
  • Stay hydrated! 
  • Genug Schlaf und Ruhe
  • Körperliche Aktivität steigern
  • Notiere deine Entwicklung

Fazit

Es gibt potenzielle Gesundheits-Benefits, wenn es um Kaffee und Depressionen geht. Bei Kaffee und Angstzuständen sieht das Ganze anders aus. Hier bestehen in einigen Fällen negative Auswirkungen beim Kaffeekonsum. Koffein hat auf verschiedene Menschen eine unterschiedliche Wirkung. Davon hängt ab, wie stark die Wirkung von Kaffee für dich ist. Einer der wichtigsten Faktoren ist hier jedoch die Auswirkung von Koffein auf deinen Schlaf. Ein gesunder Schlaf ist essenziell für dich und deine Gesundheit, besonders wenn es um Depressionen, Angststörungen und deine mentale Gesundheit im Allgemeinen geht. Beeinflusst der Kaffeekonsum deinen Schlaf, solltest du den Konsum reduzieren. 

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