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Organisationscoaching

So rockt ihr Teams und Strukturen

Foto: annie spratt / unsplash
Foto: annie spratt / unsplash

Sollten Menschen, die miteinander leben und arbeiten, nicht in der Lage sein, den Ablauf des täglichen Programms selbst zu managen? Theoretisch ja, wenn da nur nicht die unzähligen und vor allem verschiedenen Charaktere der Menschen wären. Einige dominieren eine Gruppe, andere bleiben dauerhaft im Hintergrund. Es gibt die Personen, die am liebsten nie etwas verändern würden. Demgegenüber suchen andere Menschen ständig danach, wie sich die Dinge verbessern lassen.

Ohne Selbstreflexion ist es schwierig, optimale Ergebnisse bei Veränderungsprozessen zu erzielen, die ein gesamtes Team betreffen. Solange jeder Mitarbeiter oder jedes Gruppenmitglied die Welt aus einer persönlichen Perspektive betrachtet, wird alles gemäß den erlernten Mustern laufen. Effektives Arbeiten kann daraus nicht entstehen, deshalb braucht es ein Organisationscoaching, das von einem externen Coach übernommen werden sollte.

Organisationscoaching – So rockt ihr Teams und Strukturen / Foto: bantersnaps ptrzqc / unsplash

Organisationscoaching – So rockt ihr Teams und Strukturen / Foto: bantersnaps ptrzqc / unsplash

Was bedeutet denn Organisationscoaching?

Organisationscoaching begegnet euch sogar im Alltag. Bei einer Großfamilie muss geregelt werden, wann wer die Dusche benutzt, damit jeder zum Zuge kommt. Trefft ihr eure Freunde, um eine gemeinsame Reise zu unternehmen, muss organisiert werden, wann ihr an einem bestimmten Treffpunkt zusammenkommt und wie jeder von euch dieses Ziel pünktlich erreicht.

Im Arbeitsleben hat jeder Mitarbeiter eine konkrete Aufgabe umzusetzen, die ein Teil des Ganzen ist. Es geht um zeitliche Abstimmung, Arbeits- und Transportwege sowie Fähigkeiten, die an entsprechenden Stellen eingesetzt werden müssen.

Das heißt, dass überall dort, wo Menschen aufeinandertreffen, um etwas gemeinsam zu tun, Organisation notwendig ist. Das Handeln der Menschen wird einem Ziel angepasst, wie beispielsweise die Verkehrsregeln dafür sorgen, dass das Miteinander aller Verkehrsteilnehmer reibungslos funktioniert.

In jedem Team sind Menschen miteinander vernetzt, um das Ganze zu ermöglichen. Jeder trägt seinen Teil bei, um ein Ergebnis zu kreieren und verfügt aufgrund seiner Persönlichkeit über bestimmte Fähigkeiten und Talente. Unterschiedliche Temperamente müssen in Harmonie gebracht werden, damit Arbeitsprozesse aufeinander abgestimmt sind und effektiv sein können.

Was soll durch Organisationscoaching erreicht werden?

  • harmonisches Miteinander der Beteiligten
  • klare Aufgabenverteilung
  • größere Effektivität
  • mehr Eigenverantwortlichkeit
  • Selbstreflexion
  • stärkere Vernetzung und größerer Zusammenhalt

Statt einfach nur euren Platz in einem Team oder einer Gruppe einzunehmen, geht es im Leben darum, den zwischenmenschlichen Umgang harmonisch und gewinnbringend zu gestalten. Jeder muss sich selbst fragen, was im Moment zu tun oder zu lassen ist. Normalerweise werden diese Dinge aufgrund von Vorgaben geregelt. Durch ein Organisationscoaching sollen nicht nur die Aufgaben und Tätigkeiten harmonisch verteilt werden – jeder Beteiligte erhält dadurch die Möglichkeit, sich selbst weiterzuentwickeln. Werden die Strukturen von außen vorgegeben, bekommt ihr also gesagt, was wann zu tun ist. Oder ihr lernt, den Lauf der Dinge selbst festzulegen und nehmt die Organisation in die eigenen Hände.

Dafür braucht es Wissen und Erfahrung. Selbst im privaten Bereich müsst ihr erst lernen, wie es ist, nach der Schule oder Ausbildung auf eigenen Beinen zu stehen. Welche Dinge müssen wann und wo beantragt werden? Wann müssen Verbindlichkeiten bezahlt werden und an welchen Tagen darf das Auto wegen der Müllabfuhr nicht auf der Straße stehen? Hier gibt es klare Regeln, an die ihr euch halten müsst.

Geht es um die Zusammenarbeit in einem Team, braucht es Verlässlichkeit. Jedes Teammitglied muss zu gegebener Zeit seinen Beitrag leisten, damit ein gemeinsames Ziel umgesetzt werden kann. Macht hier jeder nach eigener Vorstellung was er will, wird es Probleme geben. Treffen dabei noch unterschiedliche Charaktere aufeinander, kann das zum Chaos führen.

Normalerweise übernimmt in diesem Fall der Mensch die Leitung der Situation, der charakterlich am dominantesten ist. Er wird die Aufgaben verteilen und den anderen Teammitgliedern meist sagen wollen, wie sie etwas zu tun haben. In den meisten Fällen führt das zu Streitigkeiten, wenn dabei die Bedürfnisse des Einzelnen nicht berücksichtigt werden. Um einen Ablauf oder eine Struktur perfekt zu organisieren braucht es nämlich mehr, als nur praktische Anweisungen zu geben. Damit unterschiedliche Persönlichkeiten an einem Strang ziehen und harmonieren, braucht es folgendes Wissen:

  • Über welche praktischen Erfahrungen verfügt der Einzelne?
  • In welchem Tempo geht der Betreffende seine Aufgaben an?
  • Wie selbstständig kann jedes Teammitglied seine Aufgabe umsetzen?
  • Ist der einzelne Mensch Einzelkämpfer oder Teamplayer?
  • Wer braucht in welchen Bereichen Unterstützung? In welcher Weise?

Im günstigsten Fall ist jeder von euch in der Lage, einen selbstkritischen Blick auf die Situation zu werfen und das eigene Verhalten zu hinterfragen. Können die einzelnen Teammitglieder sich selbst zu motivieren, reflektieren und den Situationen anpassen, läuft alles wie am Schnürchen. Wer jedoch seine Vorlieben und Abneigungen nicht kennt, wird aufgrund der eigenen Konditionierungen mit dem Verhalten anderer Menschen konfrontiert und muss zuerst lernen, dass Menschen innerhalb einer Zusammenarbeit nicht immer die Entscheidung treffen, die man selbst für die beste Lösung hält. Hier sind Verständnis, Kompromissbereitschaft und Flexibilität gefragt, die eigenen Ansichten immer wieder dem Kontext anzupassen, ohne sich und seine Überzeugungen dabei aufzugeben.
 

Was bedeutet denn Organisationscoaching? Foto: natalie pedigo / unsplash

Was bedeutet denn Organisationscoaching? Foto: natalie pedigo / unsplash

Weshalb ist ein externer Berater für den Coachingprozess geeigneter?

Innerhalb eines Teams bilden sich Strukturen, die von der Mentalität der einzelnen Mitarbeiter abhängen. Es gibt die stillen Menschen, die sich ihren Teil denken, aber nicht in den Vordergrund treten, obwohl ihre Ideen gut sind. Dann gibt es extrovertierte Charaktere, die sich ständig in den Vordergrund drängen. Soll das Organisationscoaching aus den eigenen Reihen erfolgen, werden diese Mitarbeiter die Veränderungen nach ihren eigenen Vorstellungen umsetzen wollen, ohne das Ganze im Blick zu haben. Deshalb sind externe Berater nötig, die die Situation mit einer gewissen Unvoreingenommenheit betrachten und in die Gruppendynamik eingreifen können.

Bei Veränderungen, die aus den eigenen Reihen angeschoben werden, setzen einige Mitglieder der Gruppe ihre Ansichten durch, während sich die anderen damit abfinden müssen. Kommen externe Berater ins Spiel, trifft die Veränderung jeden Mitarbeiter. Es entsteht auch keine Hierarchie, denn jeder Mitarbeiter muss sich umstellen und an eine neue Situation anpassen.

Ein externer Berater kann viel leichter die Struktur innerhalb eines Teams erkennen und auch Lösungen für ein harmonisches Miteinander entwickeln, weil er unvoreingenommen ist. Er ist nicht in das Geschehen involviert und daher nicht darauf aus, sich bestmöglich zu verkaufen oder einen persönlichen Nutzen aus der Situation zu ziehen. Beim Organisationscoaching berücksichtigt er die Stärken der einzelnen Mitglieder und koordiniert alles im Hinblick auf das zu erreichende Ziel.

Fazit

Bei vielen Situationen hilft es offen und ehrlich miteinander zu sprechen. Manchmal ist es sinnvoll Einzelgespräche zu führen, damit auch Mitarbeiter, die nicht extrovertiert sind, auch ihre Meinung äußern können. Achtet bei eurem Team auf die Anzeichen und bringt auch euer privates Wissen mit ein. Zwischenmenschliche Beziehungen sind hier klar von Vorteil.

Weitere Infos findet ihr in den nachfolgenden Links:

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