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Schnell Auswendiglernen!

Die besten Tipps, damit’s endlich klappt

Foto: andrea piacquadio / Pexels
Foto: andrea piacquadio / Pexels

Hin und wieder müssen wir alle etwas auswendig lernen. Sei es in der Schule, im Studium oder im Job – um das Auswendiglernen kommt keiner von uns herum. Etwas auswendig zu lernen, ist stressig und langweilig: Es dauert lange, der Stoff ist uninteressant und Erfolge sind nicht von jetzt auf gleich sichtbar. Da kann die Motivation schnell in den Keller sacken. Dabei scheint anderen das Auswendiglernen so leichtzufallen. Doch wie machen die anderen das? Wie kann man schnell viel auswendig lernen? Wann sollte man am besten auswendig lernen? Für Tipps zum Auswendiglernen bist du hier goldrichtig.

Auswendiglernen – wie kann man sich schnell was merken?

Du fragst dich, wie lange man braucht, um etwas auswendig zu lernen? Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden. Sicher ist aber, früher oder später steht jeder vor einem Berg an Informationen, die er sich möglichst schnell merken muss. Insbesondere Schüler und Studenten wollen schnell auswendig lernen können, um das große Lernpensum irgendwie zu bewältigen. Klausuren und Prüfungen stehen an und um das Auswendiglernen kommt keiner herum. Wie kann ich gut auswendig lernen, ist da eine naheliegende Frage.

Dabei steht das Auswendiglernen immer wieder in der Kritik. Denn das bloße Einhämmern der Informationen hilft nicht dabei, Zusammenhänge zu verstehen und das Wissen anwenden zu können. Trotzdem müssen wir in der Lage sein, uns viele Informationen schnell zu merken. Das Auswendiglernen ist einfach nicht wegzudenken.

Tipps fürs Auswendiglernen: mit diesen Methoden gelingt's / Foto: adolfo felix / unsplash

Tipps fürs Auswendiglernen: mit diesen Methoden gelingt's / Foto: adolfo felix / unsplash

Auswendiglernen – so leistungsfähig ist unser Gehirn

Interessant ist, dass das Auswendiglernen für manche von uns gar kein großes Problem darstellt. Andere sind dagegen froh, ihre Einkaufsliste oder die wichtigsten Telefonnummern und E-Mail-Adressen im Kopf behalten zu können. Für beide Gruppen gilt, dass sie nach vielen Wiederholungen mehr im Kopf abspeichern können. Dafür müssen sie viel Zeit investieren, die einen mehr, die anderen weniger. Dabei stehen wir doch alle unter Zeitdruck und wollen schnell auswendig lernen.

Wozu das Gehirn eigentlich in der Lage ist und wie viel wir tatsächlich auswendig lernen können, machen uns Gedächtnissportler immer wieder vor: Sie merken sich innerhalb von Sekunden die Reihenfolge eines ganzen Kartenspiels oder können mehr als 70.000 Nachkommastellen der Zahl Pi aufsagen. Hinter solchen Leistungen steckt vor allem hartes Training. Du bist kein oder zumindest noch kein Gedächtniskünstler und fragst dich, wie kann ich Sachen auswendig lernen und es mir einfacher machen? Wir haben Tipps für dich.

Auswendig-Lern-Tipps: Was sollte ich vermeiden?

Wie kann ich gut auswendig lernen? Diese Frage stellen sich viele. Zum richtigen Auswendiglernen gehört nicht nur eine Strategie, was du alles tun solltest, es gibt auch einige Dinge, die du vermeiden solltest. Möchtest du dir das Auswendiglernen leichter machen, solltest du Folgendes vermeiden:

  • Du lässt Pausen ausfallen, weil du denkst, du müsstest so lange wie möglich dranbleiben und alles aufsaugen. Dein Kopf braucht eine Pause, um das Gelernte zu verarbeiten. Deine Leistungsfähigkeit steigt nicht, wenn du auf Pausen verzichtest. Im Gegenteil, Pausen sind besonders wichtig für das Auswendiglernen. Check doch mal, ob die Pomodoro-Methode etwas für dich sein könnte. Hier bleibst du 25 Minuten lang hoch konzentriert am Ball und legst danach eine Pause ein. Diese Intervalle werden mehrmals wiederholt, nach ein paar Intervallen gibt es eine längere Pause.
  • Du lenkst dich zu viel ab. Sachen auswendig zu lernen macht dir keinen Spaß – lieber hängst du auf Youtube, Snapchat und Instagram herum und beantwortest E-Mails und Whatsapp-Nachrichten. Oder du surfst im Netz, um schnell etwas zu recherchieren – und hängst in einer Endlosschleife fest. Solche Ablenkungen sind Gift für das Auswendiglernen. Studien haben gezeigt, dass du nach einer solchen Ablenkung etwa 20 Minuten brauchst, um konzentriert weiterlernen zu können.
  • Du versuchst, dir das gesamte Wissen innerhalb eines Tages und einer Nacht in den Kopf zu hämmern. Morgen ist die Klausur? Dann ab an den Schreibtisch. Essen, Schlafen und Ausruhen werden gestrichen. Das Problem an der Sache: Hier hat das Auswendiglernen keinen nachhaltigen Effekt. Den Stoff, den du jetzt auswendig lernen sollst, brauchst du aber später wieder. Die nächsten Lernthemen und Klausuren bauen möglicherweise darauf auf. Deine Zeit hast du dann umsonst investiert und den ganzen Stress musst du später nochmals auf dich nehmen.

 

Foto: yan krukov / Pexels

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Auswendig-Lern-Tipps: Was sollte ich tun?

Wie kann man sich schnell was merken? Wie oft muss man etwas lesen, bis man es auswendig kann? Da sitzt du stundenlang vor deinen Notizen und versuchst angestrengt, etwas auswendig zu lernen. Aber irgendwie wollen die Informationen vom Blatt Papier einfach nicht in dein Gehirn. Auswendiglernen macht selten Spaß, es kostet Zeit und Nerven. Das Gelesene will einfach nicht im Gehirn bleiben. Der gewünschte Lerneffekt stellt sich selbst nach dem zehnten Mal lesen einfach nicht ein.

Wichtig zu wissen: Es gibt keine Strategie, mit der das Auswendiglernen zum Kinderspiel wird und immer funktioniert. Du wirst selbst mit den verschiedenen Methoden Zeit und Mühe investieren müssen, um erfolgreich auswendig zu lernen. Allerdings gibt es Methoden und Wege, wie du es dir einfacher machen und schneller Erfolge verzeichnen kannst. Wer Tipps zum Auswendiglernen haben möchte, sollte Folgendes beherzigen:

  • Informationen in kleine Teile zerlegen: Unser Gehirn ist nicht dafür gemacht, sich ganze Bücher innerhalb kürzester Zeit einzuprägen. Hast du einen großen Batzen vor dir, zerlege diesen in kleine Schritte. Eine lange Zahlenreihe wie 76521888734 wirst du dir nicht sofort merken können. Zerlegst du die Zahl dagegen in zwei Stellen, gelingt es dir schneller.
  • Mnemotechniken erlernen: Mnemotechniken sind Lernmethoden, die erfolgreiche Gedächtnissportler anwenden. Es gibt verschiedene Tricks und Strategien, um das Gehirn bei der Speicherung von Informationen zu unterstützen. Dieses Wissen kann dann mithilfe der Techniken zu einem späteren Zeitpunkt – idealerweise pünktlich zur Klausur – abgerufen werden. Die Loci-Methode dürfte die bekannteste Mnemotechnik sein: Bei der Loci-Methode suchst du dir eine Route aus, beispielsweise eine Route in deiner Küche. Dort legst du Punkte bzw. Standorte fest. Information A legst du im Toaster ab, Information B landet im Kühlschrank usw. Mit dieser Mnemotechnik bist du besonders erfolgreich, wenn du dir dazu besondere Geschichten ausdenkst. Gehst du in Gedanken deine Route entlang, rufst du die Informationen an den jeweiligen Standpunkten ab.
  • Mehrere Sinne ansprechen: Wer schnell auswendig lernen möchte, sollte möglichst viele Sinne ansprechen. Du fragst dich, wie viel kann man an einem Tag auswendig lernen? Sprichst du mehrere Sinne an, kannst du mehr auswendig lernen, als wenn du die Sachen nur vom Papier abliest. Das mehrmalige Lesen der Informationen kann zwar funktionieren, noch besser gelingt es dir, wenn du mit verschiedenen Sinnen arbeitest. Lies die Informationen abwechselnd leise und laut vor. Oder fertige dir Skizzen dazu und merke dir mehr der Informationen durch Sketch Notes. Vielen Menschen hilft es, ihren eigenen Lerntyp zu kennen. Manche lernen besser durch Hören, andere durch Sehen oder Fühlen. Finde heraus, was für dich funktioniert. Für mehr Erfolg kannst du probieren, mehrere Methoden zu kombinieren.
  • Vor dem Schlafengehen nochmal lernen: Die ganze Nacht durchzulernen ist nicht die beste Idee. Du lernst auf den letzten Drücker und machst dann die ganze Nacht durch? Auf Schlaf zu verzichten, kann dich fertig machen und der gewünschte nachhaltige Erfolg bleibt aus. Was aber wirklich etwas bringt, ist, den Stoff vor dem Schlafengehen nochmals durchzugehen. Unser Gehirn ist sehr aktiv, während wir schlafen und überträgt Wissen ins Langzeitgedächtnis. Vor dem Schlafen noch einmal volle Power – das ist eine gute Idee.
  • Post-its mit Informationen überall verteilen: Mach dir Notizen und verteile die Zettel überall. Häng die Zettel ins Klo, an den Kühlschrank, übers Bett und an alle anderen Orte, die regelmäßig in dein Blickfeld geraten. So wirst du ständig damit konfrontiert und die Informationen wandern fast automatisch in dein Gehirn. Informationen ständig zu wiederholen, ist nach wie vor eine der wirksamsten Methoden zum Auswendiglernen.
  • Pausen einplanen: Da sind sie wieder, die Pausen. Wir haben so viel Lernstoff vor uns, da wollen wir von Pausen absolut nichts hören. Dabei sind Pausen besonders wichtig, wenn du etwas auswendig lernen möchtest. Fragst du dich, wie kann ich etwas auswendig lernen, lautet die Antwort: Lege Pausen ein. Das Auswendiglernen ist kein Marathon, es sind viele kleine Sprints und dazwischen gönnst du dir etwas ein leckeres Getränk oder einen kleinen Snack. Die oben genannte Pomodoro-Technik eignet sich gut, um diese Art des Lernens für sich zu testen.

Fazit

Wie lange braucht man, um etwas auswendig zu lernen? Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden. Es kommt immer auf den Stoff, den Umfang und dein Training an. Wenn du besser auswendig lernen und Tipps dafür nutzen möchtest, musst du nicht gleich alle anwenden. Such dir einige der Tipps heraus und starte damit. Du kannst dich Schritt für Schritt an die für dich richtige Methode herantasten. Das Auswendiglernen macht dir dann vielleicht noch immer keinen Spaß, aber mit dem Erfolg kommt die Belohnung.

 

Mehr Infos findet ihr hier:

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