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Schule schwänzen für die Umwelt

So viel kostet dich Fridays-for-Future

Foto: nico roicke / unsplash
Foto: nico roicke / unsplash

Erst Corona, dann der Krieg – die Geschehnisse der letzten Jahre haben unsere Welt verändert und eine neue Realität geschaffen. Da wir aktuell inmitten dieser Geschehnisse leben und versuchen, davon ausgehend unser Leben aufzubauen, rücken andere, dringende Probleme in den Hintergrund. Wer denkt schon gerade an das Klima, wenn die Preise steigen und uns nach und nach der Gashahn zugedreht wird?

Das mag dich überraschen, doch an die Umwelt denken nach wie vor viele Menschen. Und Fridays for Future kämpft nach wie vor für das Klima und gegen den Klimawandel. Denn dem Klimawandel ist es egal, ob wir Kriege führen oder gerade mit einer Pandemie zu kämpfen haben. Die Erderwärmung wird durch uns Menschen ausgelöst und muss durch Menschen angehalten oder zumindest nicht vorangetrieben werden – so viel ist klar.

Das Thema beschäftigt dich auch und du würdest gerne einen Beitrag dazu leisten? Bevor du dich Fridays for Future anschließt, solltest du unter anderem rechtliche Aspekte beachten, denn Schule schwänzen kostet nämlich viel.

Fridays for Future – so viel kostet dich der Klimastreik / Foto: peggy anke / unsplash

Fridays for Future – so viel kostet dich der Klimastreik / Foto: peggy anke / unsplash

"Wir sind Fridays for Future"

Alles begann mit "Skolstrejk för klimatet" im Sommer 2018. Damals ging eine schwedische Schülerin nicht in den Unterricht, sondern vor das schwedischen Reichstagsgebäude und forderte die einheimische Regierung dazu auf, dem Pariser Klimaabkommen zu folgen und entsprechende Klimapolitik zu betreiben. Die mittlerweile auf der ganzen Welt bekannte Greta Thunberg verweigerte am Anfang ihrer Proteste drei Wochen den Unterrichtsbesuch – ganz schön lange, oder?

Einige sagen, das wäre nur die Pubertät und ihr würde diese Meinung aufgedreht, die Teenager würden noch nichts von diesem Leben verstehen. Andere halten sie für ein Vorbild, ein starkes und äußerst intelligentes Mädchen, das bereit ist, alles zu opfern. 2019 folgten zahlreiche Demos in Deutschland, auch Greta Thunberg war dabei. Die internationale Klimastreik-Bewegung hat Schüler:innen auf der ganzen Welt inspiriert. Allein im deutschsprachigen Raum sprechen über 26.000 Wissenschaftler:innen Fridays for Future Berechtigung zu – eine große Unterstützung seitens der "Erwachsenen". Wegen Corona rückte das Ganze in den Hintergrund, doch Fridays for Future war immer da. Alles klingt natürlich sehr vernünftig, doch was ist mit deinem Unterricht, den du verpasst? Kennst du dazu die rechtliche Lage? Wir klären auf.

>Ganz schön teuer – so viel kostet dich Fridays for Future / Foto: markus spiske / unsplash

>Ganz schön teuer – so viel kostet dich Fridays for Future / Foto: markus spiske / unsplash

Ganz schön teuer – so viel kostet dich Fridays for Future

Schön, dass du dich für den Klimaschutz interessierst und bereit bist, dafür auf Demos zu gehen, um diesem Thema Aufmerksamkeit zu schenken. Allerdings solltest du die rechtliche Lage kennen bzw. wissen, welche Folgen Schule schwänzen hat. Wenn du schulpflichtig bist und den Unterricht wegen der Teilnahme an der Demo nicht besuchst, begehst du eine Ordnungswidrigkeit, weshalb dir Bußgelder drohen.

Im neuen Bußgeldkatalog für das Jahr 2022 kannst du nachsehen, wie teuer es für dich werden kann, abhängig vom Bundesland, in dem du lebst. Die niedrigste Geldstrafe liegt bei 1.000 €, z. B. in Niedersachsen oder Hessen. Wenn du in Berlin oder Mecklenburg-Vorpommern lebst, solltest du 2.500 € parat haben. Solltest du jedoch dauernd Schule schwänzen, kann dir z. B. in Hamburg sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu 6 Monaten drohen! Eine vollständige Bußgeldtabelle findest du auf der offiziellen Website des Bußgeldkatalogs.

Fazit

Auch wenn du nur die besten Absichten hast, für die Umwelt kämpfen möchtest und bereit bist, den verpassten Lernstoff nachzuholen, sieht das Rechtssystem das anders. Sollten die hohen Bußgelder dich von deinem Vorhaben nicht abhalten, informiere dich in den offiziellen Quellen, welche Folgen es für dich haben kann und rede mit deinen Eltern darüber, damit es für sie später keine böse Überraschung wird. Denke außerdem daran, dass es auch andere Wege gibt, was Gutes für die Umwelt zu tun – heute laufen viele Proteste auch digital ab. Wenn du einen Beitrag zum Klimaschutz leisten möchtest, kannst du dich bei einem Klimaschutzverein in deiner Stadt informieren.

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