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So kommst du mit 25 Euro um die Welt

WWOOFing – das neue Work und Travel?

Foto: quang nguyen vinh / Pexels
Foto: quang nguyen vinh / Pexels

WWOOFing statt Work and Travel? Als WWOOFER kannst du günstig reisen, mit Einheimischen zusammenleben und Erfahrungen im Umweltschutz sammeln. Wir sagen dir, was du darüber wissen musst.

Was ist WWOOF?

WWOOF steht für Willing Workers On Organic Farms. Es handelt sich um eine weltweite Bewegung, die Freiwillige aus verschiedenen Ländern mit Biobauern und -züchtern zusammenbringt, um den internationalen Austausch zu fördern und verschiedene Kulturen und Lebensstile zusammenzubringen.

WWOOF wurde vor 50 Jahren gegründet und hat sich von einer kleinen Gruppe in den 1970er Jahren zu einer weltweiten Gemeinschaft von Hunderttausenden von Menschen entwickelt. WWOOFing ist sehr beliebt bei jungen Erwachsenen, die auf Reisen Erfahrungen im Ausland sammeln möchten. 

WWOOF ist landesweit organisiert. Heute gibt es WWOOF in mehr als 130 Ländern auf, der ganzen Welt (Tendenz steigend).

Ist WWOOFing etwas für mich? Foto: erik aquino / unsplash

Ist WWOOFing etwas für mich? Foto: erik aquino / unsplash

Warum WWOOFing?

WWOOFing bedeutet Freiwilligenarbeit im Austausch für Mahlzeiten, Unterkunft und Kultur.

Als WWOOFer nimmst du am täglichen Leben deines Gastgebers teil, hilfst auf dem Bauernhof mit, lernst eine neue Kultur kennen und triffst neue Leute. Zudem lernst du etwas über biologische Landwirtschaft, Umweltsanierung und vieles mehr – ganz zu schweigen von dem gesundheitlichen Aspekt, den die frische Ökoluft mit sich bringt. 

Der Gastgeber nimmt Besucher auf, die sich mit biologischen Lebensmitteln und der Landwirtschaft beschäftigen und die Nachhaltigkeitsbewegung unterstützen möchten.

Das Ziel von WWOOF ist es, Menschen aus der ganzen Welt die Möglichkeit zu geben, 

  • praktische Fähigkeiten in ökologischer Landwirtschaft und Gartenarbeit zu erwerben
  • das Leben auf dem Land zu erleben und am Alltag der Gastgeber teilzuhaben
  • die Bio- und Nachhaltigkeitsbewegung zu fördern
  • an einem kulturellen Austausch teilzunehmen.

Ist WWOOFing etwas für mich?

Du brauchst keinen Lebenslauf, um ein WWOOFer zu werden! Dein Alter (in der Regel wird ein Mindestalter von 18 Jahren verlangt), deine Nationalität oder dein Wissen über biologischen Anbau spielen keine Rolle. Was zählt, ist, dass du mit dem Geist des WWOOFings übereinstimmst: Interesse an deinem Gastgeber und seiner täglichen Arbeit, Interesse an einem ökologischen Lebensstil, Aufgeschlossenheit... Viele junge Inhaber eines Working Holiday Visums entscheiden sich dafür, Urlaub und WWOOFing zu kombinieren. Während einer Weltreise verbringen manche Weltenbummler einige Wochen bei mehreren Gastgebern in verschiedenen Ländern... WWOOFing kann eine alternative Art sein, die Welt zu bereisen.

Ist WWOOFing das neue Work and Travel? Foto: duy pham / unsplash

Ist WWOOFing das neue Work and Travel? Foto: duy pham / unsplash

Wie viel muss ich als WWOOFer arbeiten?

Äpfel pflücken, Holz hacken, Tiere füttern, Gartenarbeit, Renovierung eines Bauernhofs, Käsen: Es gibt viele verschiedene Aufgaben, die du übernehmen kannst, hängen aber davon ab, worauf dein Gastgeber spezialisiert ist. Vielleicht hat dein Gastgeber nur einen Gemüsegarten oder besitzt einen kleinen Bauernhof: Gehe nie davon aus, dass alle WWOOFing-Erfahrungen gleich sind.

Es gibt keine allgemein verbindlichen Regeln für Arbeitszeiten und andere Standards. Die Empfehlung der WWOOF-Organisation liegt bei vier bis sechs Stunden pro Tag, an fünf Tagen in der Woche. Als Ausgleich dafür erhältst du kostenloses Essen, bestehend aus Frühstück, Mittagessen, Abendessen und Getränken sowie eine kostenlose Unterkunft. Die genauen Arbeitszeiten werden von den Gastgebern festgelegt und können variieren. Diese müssen im Vorfeld ausgehandelt und vereinbart werden. Alles geschieht auf freiwilliger Basis.

Darauf solltest du achten

WWOOFing basiert auf einer freiwilligen Vereinbarung zwischen der Gastfamilie und dem Freiwilligen. Das bedeutet, dass keine formellen Verträge oder Vereinbarungen geschlossen werden und du jederzeit die Möglichkeit hast, deine Tätigkeit zu beenden. Um unangenehme Überraschungen während deines Aufenthalts zu vermeiden, solltest du einige Dinge beachten, zum Beispiel: 

  • Arbeitszeiten
  • Art der erwarteten Arbeit – bist du dazu in der Lage?
  • Art der Unterkunft
  • Besondere diätetische Anforderungen

Außerdem solltest du dich nach der Lage der Farm erkundigen und wie genau du dorthin kommst, da einige Farmen sehr abgelegen und schwer zugänglich sein können. Planst du, deine freien Tage mit Sehenswürdigkeiten oder einem Städtetrip zu verbringen, kann das auf einer abgelegenen Farm aufgrund langer Fahrzeiten problematisch sein.

Fazit

WWOOFing ist eine interessante Möglichkeit für jeden, der ein Land und seine Bewohner kennen lernen und dabei Kosten beim Reisen sparen möchte. Wenn du Interesse hast, wirf doch mal einen Blick auf das weltweite Netzwerk und wähle dein Wunschziel auf der WWOOF-Website

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