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Wie du dich motivierst, aus deiner Komfortzone rauszukommen

Foto: inbal marilli / unsplash
Foto: inbal marilli / unsplash

Um als Menschen zu wachsen und uns zu entwickeln, ist Lernen eine der besten Möglichkeiten. Durch Lernen erlangen wir neues Wissen und neue Fähigkeiten und es hält unser Gehirn wach und aktiv. Lernen ist großartig, aber manchmal kann die Motivation fehlen, weiterzumachen und weiterzulernen. Umso mehr kann das der Fall sein, wenn du etwas lernst, das außerhalb deiner Komfortzone liegt oder du normalerweise nicht lernen würdest. Das Wichtigste beim Lernen innerhalb oder außerhalb deiner Komfortzone ist es, die Motivation zum Lernen aufzubringen – nur wie? Wir zeigen es dir.

10 Tipps, wie du dich zum Lernen motivierst / Foto: joel muniz / unsplash

10 Tipps, wie du dich zum Lernen motivierst / Foto: joel muniz / unsplash

1. Finde heraus, warum du prokrastinierst

Aufschieberitis ist einer der Hauptgründe, warum Menschen keine Motivation zu lernen haben. Jetzt heißt es: Komfortzone verlassen und herausfinden, warum du das Lernen aufschiebst und nicht lernen willst. Das ist der erste Schritt auf dem Weg zu deiner Motivation. Prokrastinieren kann einige Gründe haben, zum Beispiel:

  • Du hast Angst, zu versagen.
  • Du findest Lernen langweilig.
  • Du wartest auf den richtigen Zeitpunkt, um anzufangen.
  • Du fühlst dich überwältigt.
  • Du weißt nicht, wo du anfangen sollst.

Hast du die Gründe für deinen Motivationsmangel gefunden, kannst du dort ansetzen und anfangen, zu lernen.

2. Finde heraus, warum du lernen willst

Es gilt, nicht nur die Gründe herauszufinden, warum du das Lernen immer wieder aufschiebst, sondern auch diejenigen, die dich dazu veranlassen, das zu lernen, was du lernen willst. Dieses Ziel vor Augen zu haben, kann die Motivation sein, die du brauchst, um dein Ziel zu erreichen. Jede:r hat seine eigenen Gründe, etwas zu lernen. Das heißt: Du musst herausfinden, was du mit dem Lernen erreichen willst und wo es dich hinführen soll. Was ist dir wichtig? Vielleicht willst du dich weiterentwickeln, den nächsten Schritt auf der Karriereleiter machen oder eine Umschulung machen. Die Frage, warum du es tust, kann dich zum Lernen motivieren und dir helfen, leichter zu lernen und dein Ziel zu erreichen.

3. Teil dir kleine Lerneinheiten ein

Manchmal fehlt dir vielleicht die Motivation, weil du dich von dem Berg, der an zu lernendem Wissen vor dir liegt, überfordert fühlst. Es mag offensichtlich klingen, aber das Beste, was du tun kannst, ist, den Stoff in überschaubare Abschnitte aufzuteilen. Überlege dir, wie viel du realistischerweise am Stück lernen kannst, und lege dafür einen Zeitraum fest. Das kann ein Tag, eine Woche oder ein anderer Zeitraum sein – je nachdem, wie viel Zeit du hast. Hast du den Lernstoff aufgeteilt, wirst du feststellen, dass der Berg nicht so entmutigend ist, wie du gedacht hast. Du nimmst dir Häppchen für Häppchen vor und erklimmst langsam, aber stetig den Gipfel. 

4. Belohne dich

Menschen sind von Natur aus einfache Geschöpfe, und wenn wir denken, etwas gut gemacht zu haben, möchten wir belohnt werden. Es spielt keine Rolle, um welche Aufgabe es geht – belohnen wir uns selbst, sind wir beim nächsten Mal eher bereit, uns mehr Mühe zu geben. Damit verbesserst du deine Lernmotivation. Die Belohnung muss nichts Großes sein, beispielsweise würde dein Lieblingsschokoriegel reichen, oder du gönnst dir abends ein heißes Bad. Die Belohnung wird dich beim Lernen motivieren, weil du weißt, dass etwas Positives auf dich wartet.

Finde heraus, warum du prokrastinierst. Foto: christin hume / unsplash

Finde heraus, warum du prokrastinierst. Foto: christin hume / unsplash

5. Halte dich an eine Routine

Routinen sind öde und langweilig? Gut, es mag nicht gerade motivierend klingen, sich fürs Lernen an eine Routine zu halten, aber die Wahrheit ist, dass dir ein Lernmuster beim Lernen helfen kann. Das Besondere an Routinen ist, dass wir uns an sie gewöhnen können. Tust du immer das Gleiche zur gleichen Zeit oder in der gleichen Reihenfolge, wirst du es als Gewohnheit betrachten und nicht als etwas, über das du viel nachdenken musst. Du musst dich zwar aufs Lernen konzentrieren, da du aber nicht über die Aufgabe an sich nachdenken musst, brauchst du keine Ausreden dafür zu finden. Also: Raus aus der Komfortzone und eine Lernroutine entwickeln!

6. Verstehen, nicht nur auswendig lernen

Vielleicht fühlst du dich beim Lernen wie ein Schwamm, der versucht, das Wissen aufzusaugen und in deinem Gehirn zu behalten. Natürlich stimmt das, du musst aber versuchen, das Gelernte zu verstehen, statt es nur auswendig zu lernen. Das hilft dir, erfolgreich zu lernen und dich beim Lernen besser zu konzentrieren. Außerdem wirst du das Thema spannender finden, wenn du es verstehst, statt es durchzulesen und auswendig zu lernen. Und das wird dich motivieren, am Ball zu bleiben.

7. Mach es kurz und knapp

Lange zu lernen, könnte dir schwerfallen, vor allem, wenn du andere Dinge in deinem Leben hast, auf die du dich konzentrieren musst. Um deine Lernmotivation aufrecht zu erhalten, kann es helfen, das Lernen kurz und knapp zu halten. Lernst du in kurzen Abständen, kannst du dich besser auf die Aufgabe konzentrieren und anschließend eine Pause einlegen. Das hilft dir, motiviert zu bleiben, und du kannst mehrere kürzere Lernpausen einlegen, die du über den Tag verteilst.

8. Du kannst nicht immer motiviert sein

Versuche alles, um motiviert zu bleiben, aber erkenne Tiefpunkte, an denen du nicht motiviert sein kannst. Solche Tage gibt es auch, keiner ist immer motiviert. Das heißt nicht, dass du dich weniger für dein Ziel einsetzt oder weniger Chancen hast, es zu erreichen. Vielmehr geht es darum, zu erkennen, dass es okay ist, auch mal nicht motiviert zu sein. Und zu wissen, was du tun kannst, um deine Motivation zurückzugewinnen, um voller Power wieder ans Lernen zu gehen!

9. Hol dir einen Lern-Buddy

Vielleicht fühlst du dich beim Lernen einsam und alleine und hast deshalb wenig Motivation zu lernen. Menschen sind soziale Wesen, das heißt, wir brauchen die Nähe anderer, um uns wohl zu fühlen. Das gilt nicht nur für Freundschaften, sondern auch fürs Lernen. Hast du jemanden, mit dem du lernen kannst, fühlst du dich motivierter. Denn du freust dich nicht nur auf die gemeinsame Zeit, sondern ihr könnt euch gegenseitig mit Ideen anstecken. Außerdem fühlst du dich gewissermaßen dazu verpflichtet, zu lernen, weil ihr euch extra dazu verabredet habt.

10. Hör auf dich

Willst du, dass dein Gehirn bestmöglich arbeitet, musst du dafür sorgen, dass du dich gut darum und um dich selbst kümmerst. Das Wichtigste ist, dass du dich gesund ernährst und viel Wasser trinkst. Bleibe außerdem aktiv und bewege dich so viel wie möglich, denn nachweislich wirkt sich Bewegung positiv auf die Konzentrationsfähigkeit aus. Versuche außerdem, so viel wie möglich zu schlafen, denn Müdigkeit verträgt sich nicht gut mit dem Lernen. Sie kann dazu führen, dass du dich träge fühlst und die Konzentration verlierst.

Fazit

Motivation lernen und die Motivation fürs Lernen zu finden, liegen an dir – also, worauf wartest du noch? Überlege dir, was du lernen willst, wie viel Zeit du hast und wie du das Lernen für dich ein wenig einfacher gestalten kannst. Und dann kannst du damit anfangen, auf deine Ziele hinzuarbeiten und dafür zu sorgen, dass du sie erreichst! 

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