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WTF ist Heimarbeit?!

Mit diesen Jobs verdienst du Geld von zu Hause aus

Foto: karolina grabowska / unsplash
Foto: karolina grabowska / unsplash

Ein Job von zu Hause aus bringt viele Vorteile mit sich: Du sparst dir lange Anfahrtswege, richtest dir deinen Arbeitsplatz zu Hause ein, bist flexibel bei der Zeiteinteilung, kannst Familie und Job besser vereinbaren und besserst deine Finanzen auf. Es gibt viele Gründe, sich für das Arbeiten von zu Hause aus zu entscheiden. Allerdings hatte Heimarbeit nicht immer den besten Ruf. Man dachte dabei nur an das Zusammenstecken von Kugelschreibern und das Befüllen von Wundertüten. Allerdings hat die Digitalisierung frischen Wind in diesen Bereich gebracht und nun gibt es zahlreiche Möglichkeiten, wie du deine Finanzen durch seriöse Heimarbeit aufbessern kannst. Worauf du achten musst und wie du seriöse Anbieter erkennst, verraten wir dir hier.

Heimarbeit – seriös Geld verdienen von zu Hause aus / Foto: tima miroshnichenko / Pexels

Heimarbeit – seriös Geld verdienen von zu Hause aus / Foto: tima miroshnichenko / Pexels

Was ist Heimarbeit?

Was genau verbirgt sich hinter dem Begriff Heimarbeit? Bedeutet das einfach nur, dass man von zu Hause aus arbeitet? Ganz so einfach ist die Sachlage nicht. Es stimmt zwar, dass Heimarbeiter häufig von zu Hause aus tätig sind, das ist jedoch nicht zwangsläufig der Fall. Laut Arbeitsrecht handelt es sich um Heimarbeit, wenn die berufliche Tätigkeit an einem Heimarbeitsplatz im eigenen Zuhause oder in einer selbst gewählten Arbeitsstätte ausgeübt wird. Heimarbeit und Homeoffice unterscheiden sich, auch wenn beide Tätigkeiten oftmals von zu Hause aus ausgeübt werden. Folgende Unterschiede gibt es:

Heimarbeit

  • Heimarbeiter arbeiten selbstständig oder haben eine arbeitnehmerähnliche Position
  • Heimarbeiter können für verschiedene Auftraggeber tätig sein
  • Heimarbeiter werden in der Regel nicht nach Stunden bezahlt, es gibt Bezahlung auf Honorarbasis oder nach Akkord
  • Der Auftraggeber hat kein Direktionsrecht
  • Heimarbeiter werden nicht ins Unternehmen eingegliedert
  • Das Heimarbeitsgesetz findet Anwendung

Homeoffice

  • Im Homeoffice befinden sich die Mitarbeiter dennoch im Angestelltenverhältnis
  • Flexibles Modell für die Angestellten
  • Arbeitgeber muss seine Zustimmung zum Homeoffice geben

Geld verdienen mit seriöser Heimarbeit – diese Möglichkeiten hast du

Wenn du mit Heimarbeit seriös Geld verdienen möchtest, hast du verschiedene Möglichkeiten. Bei einigen Jobs benötigst du Vorkenntnisse, bei anderen kannst du ohne Vorkenntnisse einsteigen. Folgende Jobs gehören zu den beliebtesten Jobs für Heimarbeiter:

  • Internetassistenz: Internetassistenten recherchieren Informationen, führen Telefongespräche und übernehmen die Terminplanung. Du kannst in diesem Job die Aufgaben eines Sekretariats übernehmen und für mehrere Auftraggeber tätig sein. Eine kaufmännische Ausbildung ist von Vorteil.
  • Produkttester: Als Produkttester checkst du Produkte vor deren Markteinführung. Eventuell musst du einen Fragebogen ausfüllen oder eine Kundenrezension schreiben. Du brauchst keine besonderen Vorkenntnisse. Der Verdienst fällt vergleichsweise gering aus, allerdings bekommst du in der Regel das Produkt gestellt.
  • Texter: Wenn du als Texter von zu Hause aus arbeitest, verdienst du Geld mit Schreiben. Du verfasst beispielsweise Texte für Flyer, Blogs oder Webseiten. Wichtig ist, dass du dich gut ausdrücken kannst und gute Kenntnisse in Grammatik und Rechtschreibung hast. Der Verdienst fällt unterschiedlich aus.
  • Lektor: Als Lektor lektorierst und korrigierst du die Texte anderer. Du überprüfst Texte auf deren Lesbarkeit und Verständlichkeit, in manchen Fällen checkst du, ob die Fakten stimmen und überprüfst, ob sich Logikfehler im Text befinden. Ein gutes Sprachgefühl sowie sehr gute Kenntnisse in Rechtschreibung und Grammatik sind wichtig. Eine Ausbildung und ein Studium in einem entsprechenden Bereich sind von Vorteil.
  • Blogger: Als Blogger suchst du dir einen Bereich, den du mit Texten, Bildern und Videos bedienen kannst. Blogger verdienen Geld durch Kooperationen, Werbung und Affiliate. Am Anfang verdienst du als Blogger wenig bis gar nichts. Mit der Zeit können einige Blogger ihren Lebensunterhalt damit bestreiten.
  • Callcenteragent: Als Callcenteragent führst du Umfragen durch, machst Angebote oder kümmerst dich um Kundenanfragen. Häufig musst du vorab eine Schulung des Anbieters besuchen. Du solltest freundlich und stressresistent sein für diesen Job.
  • Onlinehändler: Du kannst dich mit dem Verkauf von Produkten im Netz selbstständig machen. Als Betreiber eines Online-Shops kann dein Verdienst stark variieren.
  • Online-Umfragen: Wenn du in diesem Bereich arbeitest, kümmerst du dich um Umfragen von Meinungsforschungsinstituten. Du musst in der Regel keine besonderen Kenntnisse mitbringen.

 

So verdienst du Geld von zu Hause aus Foto: christin hume / unsplash

So verdienst du Geld von zu Hause aus Foto: christin hume / unsplash

Wie erkenne ich seriöse Heimarbeit?

Du fragst dich, wie du erkennst, ob Heimarbeit seriös ist? Wenn du einen Job von zu Hause aus machen möchtest, bist du unseriösen Anbietern oder gar Betrügern nicht schutzlos ausgeliefert. Natürlich gibt es in diesem Bereich schwarze Schafe, weshalb du lieber einmal mehr kritisch sein und recherchieren solltest. Auch wenn sich ein Angebot gut anhören sollte, unterschreibe erst einmal nichts, sondern prüfe folgende Punkte:

  • Du musst eine Vorauszahlung leisten. Hier solltest du ganz schnell hellhörig werden. Wenn du Geld investieren sollst, um ein Starterset oder Material zu bekommen, kannst du ziemlich sicher von einem unseriösen Anbieter ausgehen. Häufig stehen die Ausgaben in keinem günstigen Verhältnis zu den Einnahmen oder du bleibst am Ende komplett auf den fertigen Produkten hängen. Für schwarze Schafe stellen solche Kosten für Startersets häufig die wichtigste oder einzige Einnahmequelle dar.
  • Hat der Anbieter eine Webseite? Du hast von der Arbeit von zu Hause aus bei eBay oder anderen Anzeigeplattformen oder in irgendeiner Zeitung gelesen? Du findest ansonsten aber keine Informationen zum Anbieter? Eine eigene Webseite ist heute Standard, hat ein Unternehmen keine, solltest du vorsichtig sein.
  • Der Anbieter hat eine Webseite? Das ist schon einmal gut, jetzt prüfst du die Informationen dort. Manche Anbieter werben auf ihrer Webseite mit unrealistisch hohen Verdienstmöglichkeiten. Bekommst du auf der Webseite die Informationen, die du suchst? Steht dort beispielsweise, worum genau es bei dieser Arbeit gehen wird? Oder sollst du erst deine Daten angeben beziehungsweise einen kostenpflichtigen Anruf tätigen, um weitere Informationen zu bekommen? Das sollte dich skeptisch machen. Für seriöse Anbieter gibt es keinen Grund, ein Geheimnis aus dem Job für zu Hause zu machen.
  • Gibt es ein Impressum? Wer in Deutschland oder einem anderen EU-Land eine Webseite betreibt, muss ein Impressum haben. Ist die Heimarbeit seriös, hat der Anbieter ein vollständiges Impressum. Achte darauf, ob alle notwendigen Angaben gemacht wurden und checke, ob Telefonnummer und Adresse stimmen können. Ruf ruhig an oder checke die Adresse bei Google. Aber Achtung: Handelt es sich um eine kostenpflichtige Hotline? Dann kann sich ein Fallstrick verbergen. Du zahlst für den Anruf, die beworbene Heimarbeit existiert nicht.
  • Informationen über den Anbieter sammeln. Wenn du mehr über den jeweiligen Anbieter erfahren möchtest, nutze Google für deine Recherche. Suche nach den Erfahrungen anderer, finde heraus, welchen Ansprechpartner das Unternehmen hat und recherchiere die Person, die als Ansprechpartner fungiert ruhig noch einmal separat. Manche Betrüger versuchen es später mit einer anderen Firma noch einmal. Haben andere Internetnutzer positive Erfahrungen gemacht, kann dir das ebenfalls helfen.
  • Informiere dich bei der Verbraucherzentrale. Die Verbraucherzentrale ist eine gute Anlaufstelle, um sich über Anbieter von Tätigkeiten in Heimarbeit zu informieren. Verbraucherzentralen werden kontaktiert, wenn andere Heimarbeiter oder Verbraucher schlechte Erfahrungen gemacht haben. Unseriöse Anbieter werden hier bekannt sein und du weißt gleich, ob du besser die Finger davon lassen solltest. Wenn die Verbraucherzentrale dir keine negativen Punkte über das jeweilige Unternehmen mitteilen kann und auch die anderen Punkte passen, handelt es sich sehr wahrscheinlich um einen seriösen Anbieter.

Fazit

Seriöse Heimarbeit zu finden, ist in der digitalen Zeit gar nicht mehr so schwer. Es gibt zahlreiche seriöse Anbieter und unterschiedliche Möglichkeiten. Du kannst Texte für Webseiten verfassen, Produkte online verkaufen oder Meinungsumfragen starten. Checke vor dem Start als Heimarbeiter immer, ob das Angebot seriös ist, dann steht der Aufbesserung deiner Finanzen nichts mehr im Weg. 

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