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Zoom-Knigge:

6 Fails, die deinen Videocall ruinieren

Foto: godisable jacob / Pxels
Foto: godisable jacob / Pxels

Zoom-Meetings sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken, auch wenn viele Arbeitgeber ihre Mitarbeiter wieder zurück in die Büros holen. Die Herausforderungen und Vorteile von Videokonferenzen können sich stark von denen persönlicher Meetings unterscheiden. Das bedeutet, dass auch die Regeln anders sind, die wir in Zoom-Meetings befolgen müssen. Wir helfen dir mit unserem kleinen Zoom-Knigge weiter.

Zoom-Knigge: Vermeide diese 6 Fehler / Foto: jenny ueberberg / unsplash

Zoom-Knigge: Vermeide diese 6 Fehler / Foto: jenny ueberberg / unsplash

Vermeide diese 6 Fehler im Zoom-Meeting

1. Chaos und Privates

Bedenke bei Videocalls, dass der Bildausschnitt nicht nur dich selbst, sondern auch deinen Hintergrund zeigt. Das heißt: Achte darauf, was sich im Hintergrund bei dir tut. Wäscheständer, private Fotos und andere intime Details aus deiner Wohnung haben in einem Videocall nichts verloren. Versuche, ihn neutral zu halten und keine zu privaten Einblicke zu gewähren.

Nur so garantierst du, dass dein Gegenüber dich als professionell wahrnimmt und sich nur auf deine Worte konzentrieren wird. Ob Vorstellungsgespräch, Businessmeeting oder Vorlesung in der Uni – diesen Fehler vermeidest du besser in allen Videocalls.

Die Gestaltung des Hintergrunds ist sehr wichtig und sollte vor Beginn des Meetings erledigt werden. Hier sind einige Tipps für den richtigen Hintergrund

  • Der Hintergrund sollte eine Wand sein.
  • Nur die Wand sollte zu sehen sein, keine anderen Gegenstände im Raum.
  • Versuche, auf eine Lichtquelle zu blicken.

2. Falscher Bildausschnitt

Wer kennt es nicht – das Gegenüber sitzt so nah am Bildschirm, dass du fast in die Nasenlöcher gucken kannst. Ugh, unangenehm! Und wenn er dich von oben herab ansieht, hast du das Gefühl, du selbst bist nur ganz klein und musst ständig zu ihm hochsehen. 

Mach es besser! Wähle deinen Bildausschnitt so, dass eine professionelle Distanz zwischen dir und deinem Gegenüber gewahrt wird. Im echten Leben würdest du schließlich auch nicht bis auf wenige Zentimeter an dein Gegenüber heranrücken. Versuche, den Bildausschnitt neutral zu halten, das heißt, dass du weder von oben herabsiehst noch von unten aufschauen musst. Das vermittelt eine professionelle Gesprächsebene.

6. Miserabler Ton und laute Nebengeräusche / Foto: georges tomazou / unsplash

6. Miserabler Ton und laute Nebengeräusche / Foto: georges tomazou / unsplash

3. Kleine Makel, große Wirkung

Eine knittrige Bluse sieht man durch die Kamera eh nicht? Oder dass du gerade vom Sport kommst und deine Haare noch voller Schweiß sind, sieht doch keiner? Falsch gedacht! Bedenke, dass die Kamera beim Videocall nur einen kleinen Teilausschnitt von dir aufnimmt. Der andere wird sich auf diesen Ausschnitt konzentrieren. Anders wäre das, würdet ihr euch in echt gegenüber sitzen, weil dann "außen herum" viel mehr passiert, auf das sich dein Gegenüber konzentrieren kann. 

Versuche daher, diesen kleinen Ausschnitt deiner Person, diese "Momentaufnahme", so perfekt wie möglich zu halten. Übrigens kannst du das mit den Nachrichten vergleichen: Die Moderatoren werden perfekt angezogen und geschminkt, sogar gepudert, damit alles perfekt ist und nichts stört.

4. Falsches Outfit

Im falschen Outfit fühlst du dich unwohl und verkleidet. Was für den Alltag gilt, gilt auch fürs Zoom-Meeting: Kleide dich so, dass es dem Anlass entspricht und du dich in den Sachen wohlfühlst. Wichtig ist, dass du dich nicht verkleidest. Schminkst du dich beispielsweise nie, brauchst du es für ein Online-Meeting ebenfalls nicht zu tun. Ist in deiner Arbeit legere Kleidung angesagt, brauchst du nicht in Blazer oder Anzug aus deinem Schlafzimmer Videocalls abhalten usw. 

Warum ist es so wichtig, sich bei einem Online-Meeting gut zu kleiden? Dafür gibt es 2 Gründe: Erstens, ist es ein Videocall, was bedeutet, dass andere dich sehen werden. Auch für die Uni bzw. die Arbeit ziehst du dich angemessen an, dasselbe sollte für ein Online-Meeting gelten. Der zweite Grund hat mit der Stimmung und dem Arbeitsumfeld zu tun. Wenn du dich für dein Meeting richtig anziehst, versetzt das dich in eine Stimmung, die es dir erleichtert, dich zu konzentrieren. Dein Geist stimmt sich auf den Unterricht bzw. die Arbeit ein. Zieh dich an, wie du in den Unterricht bzw. in die Arbeit gehen würdest und bereite dein Unterbewusstsein darauf vor. 

Wenn du dich falsch anziehst, wirst du dich unwohl fühlen und dich im Verlauf des Meetings mehr auf dein Outfit bzw. dein Unwohlsein konzentrieren als auf das Gespräch. Bleib locker! 

5. Schlechte Beleuchtung

Machst du öfter Selfies von dir? Dann wirst du wissen: Die Beleuchtung ist das A und O. Ob du müde und kaputt oder glücklich und fit aussiehst, hängt stark von der richtigen Beleuchtung ab.

Und das Gleiche gilt für den Videocall: Liegt dein Gesicht im Schatten, wirkst du ggf. düster und wenig vertrauensvoll, bist du überbelichtet, kann dich der andere nur schlecht erkennen. Am besten wäre natürliches Tageslicht durch ein Fenster, wobei die Beleuchtung bei Wetterschwankungen variieren kann und dich mal dunkel, mal hell wirken lässt. 

Idealerweise verwendest du ein Ringlicht oder spielst mit deiner Schreibtischlampe herum, damit du perfekt ausgeleuchtet wirst. Nur so wirkst du professionell

6. Miserabler Ton und laute Nebengeräusche

"Hallo, können Sie mich hören?" und "Hallo, verstehen Sie mich jetzt?" sind wahre Gesprächskiller. Noch schlimmer, wenn du es endlich geschafft hast, den Ton zum Laufen zu bringen und dein Gegenüber dann die ratternde Waschmaschine hört. 

So geht's besser: Schalte laute Küchen- und Haushaltsgeräte aus bzw. plane, diese später einzuschalten. Achte darauf, dass du eine gute Tonqualität hast. Mit einem Headset bzw. Kopfhörern klappt das am besten. 

Fazit

Ja, zu Hause kannst du es gemütlicher angehen lassen und brauchst dich nicht von Kopf bis Fuß aufbrezeln, um in die Arbeit oder Uni oder zum Vorstellungsgespräch zu gehen. Und dennoch hilft ein gepflegtes Outfit dir, einen seriösen und professionellen Auftritt hinzulegen. Beachtest du darüber die anderen Faktoren und vermeidest du die 6 größten Zoom-Fehler, steht deinem nächsten Videocall nichts mehr im Weg!

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