Egomarketing

Strategische Selbstvermarktung für den Traumjob

Bild Strategische Selbstvermarktung für den Traumjob

Strategische Selbstvermarktung hebt euch aus der Masse heraus. Damit verschafft ihr euch den entscheidenden Vorteil beim Kampf um den Traumjob. Doch immer noch hat Selfmarketing einen schlechten Beigeschmack: alles nur Angeberei? Erfahrt hier, was es mit Selbstvermarktung wirklich auf sich hat - und wie sie euch konkret helfen kann.

Strategische Selbstvermarktung sorgt für bessere Chancen

Nur allzu oft scheint hinter Selbstvermarktung nicht mehr zu stecken, als pure Angeberei. Also Eigenschaften, die nur behauptet werden, jedoch nicht wirklich da sind. Wer aber näher hinschaut, erkennt rasch den Sinn des Ganzen: Es geht darum, auf sich aufmerksam zu machen, weil man sonst in der Masse sang- und klanglos untergehen würde. Dabei hätte man doch so viel zu bieten!

 

DHBW Mosbach: Tag des dualen Studiums! Foto: sirio-hlfcahaceeg / unsplash

DHBW Mosbach: Tag des dualen Studiums! Foto: sirio-hlfcahaceeg / unsplash

Besondere Talente hat jeder!

Wer sich schon um einen gut bezahlten Job beworben hat, kennt das: Man tritt gegen mehrere Bewerber an. Also müsste man auf sich aufmerksam machen, um sich von ihnen abzuheben. Aber wie?

Darum geht's: Zeigt, wer ihr seid! Jeder Mensch ist gut in etwas. Dieses besondere Talent sollte euch schon auf den Weg zum Traumjob gebracht haben. Nun müsst ihr nur noch andere davon überzeugen - das heißt, euch selbst vermarkten. Dieses Besondere muss nicht außergewöhnlich sein. Nicht jeder ist ein zweiter Einstein, Mozart oder Bill Gates! Aber jeder von euch hat im Lauf der Jahre immer wieder Dinge getan, die außerordentlich anstrengend waren. Dennoch seid ihr drangeblieben. Ihr habt gekämpft, manchmal verloren, aber immer weiter gemacht. Ihr wisst, wovon die Rede ist? Sehr gut - der erste Schritt auf dem Weg zum Selfmarketing liegt hinter euch!

Egomarketing? Nichts für Blender!

Deshalb hat strategische Selbstvermarktung auch nichts mit Blenden oder Aufschneiden zu tun. Es ist vielmehr euer Wesen, das ihr nur deutlicher nach außen bringt. Daran ist nichts Verwerfliches! Im Gegenteil: Ihr helft damit eurer zukünftigen Firma, auch wirklich den besten Bewerber für die freie Stelle zu finden.

Klingt sehr selbstbewusst? Das ist es auch. Die gute Nachricht: Selbstbewusstsein lässt sich lernen. Man sollte das sogar, weil man sonst ewig sein Licht unter den Scheffel stellt. Trotz Fachkräftemangel ist es leider immer noch so, dass viele Personalchefs sich von Blendern beeindrucken lassen. Die müsst ihr ausstechen. Deshalb ist es am besten, wenn ihr schon in eurer Bewerbung strategische Selbstvermarktung betreibt.

Das tut ihr doch? Werfen wir einmal einen Blick auf die häufigsten Irrtümer bei Bewerbungen. Vielleicht erkennt sich ja der eine oder die andere wieder?

 

Erlebt die wirtschaftlichen und technischen Fortschritte, die unser Leben auf ein neues Level bringen, am 13. Juli beim Tag des dualen Studiums live! Foto: andre-tan / unsplash

Erlebt die wirtschaftlichen und technischen Fortschritte, die unser Leben auf ein neues Level bringen, am 13. Juli beim Tag des dualen Studiums live! Foto: andre-tan / unsplash

Die häufigsten Irrtümer bei der Bewerbung um den Traumjob

- Meine Fähigkeiten und Qualitäten sprechen für sich! Ich habe super Referenzen!
Ganz bestimmt habt ihr das. Vorausgesetzt, der Personalchef kommt überhaupt mit dem Lesen bis dahin. Vielleicht hat ihn schon euer knallbuntes Selfie abgeschreckt, das selbstbewusst auf eurem Lebenslauf prangt?

- Ich war immer Bester in der Klasse. Ich steche alle anderen aus!
Wer sich um eine Stelle bewirbt, ist nur in den seltensten Fällen allein. Meist gibt es eine Vielzahl von weiteren Bewerbern. Und so hart das klingt: Einige davon sind mindestens genauso gut wie ihr. Lernt, damit umzugehen: Zeigt auf, wie einzigartig ihr seid. Aber nicht um jeden Preis: Selbstvermarktung ist stets gut durchdacht!

- Ich kann gut reden, ich überzeuge jeden von mir und meinen Talenten!
Personaler haben viel im Kopf. Und sie sind auch nur Menschen. Macht euch darauf gefasst, dass sie eine ganze Menge übersehen. Zum Beispiel, dass sie euch einladen sollten. Woher sollen sie das auch wissen, wenn ihr ihnen nicht schon in der Bewerbung klarmacht, weshalb ihr die Besten für diese Stelle seid?

Mehr als nur eine korrekte Bewerbung

Eine formal korrekte Bewerbung bekommt heute fast jeder hin. Wer jetzt aber meint, schreiend bunte Farben oder ein ungewöhnliches Porträtfoto helfe hier weiter, der irrt. Strategische Selbstvermarktung für den Traumjob sollte wesentlich subtiler sein. Gleichzeitig gehört dazu eine Menge Denkarbeit im Vorfeld. Deshalb ist solch eine optimierte Bewerbung anfangs vielleicht aufwendiger. Aber egal, ob es letztlich klappt mit dem Job oder nicht - ihr habt etwas Wichtiges für euch getan. Das könnt ihr später immer wieder nutzen. Denn Selbstmarketing ist nicht nur für Bewerbungen gut. Es hilft auch im Team, bei Beförderungen und bei Gehaltsverhandlungen. Aber wie funktioniert das nun genau?

Erfolgreiche strategische Selbstvermarktung - die Grundlagen

Strategisch denken bedeutet, auf ein Ziel hinzuarbeiten. Strategische Selbstvermarktung für den Traumjob heißt also, ihr solltet von Anfang an eure Stärken in Bezug auf den Traumjob betonen. Um zu wissen, was hier nötig ist, lasst uns einen Blick auf Selbstvermarktung generell werfen. Sie gliedert sich stets in dieselben Phasen.

1. Legt euer Ziel fest!
Der Anfang ist hier eine Erkenntnis: Was sind meine Stärken? Worin war ich schon immer gut? Wo bin ich drangeblieben, obwohl es nicht einfach war? Wo ist also meine Motivation am größten? Davon ausgehend: Was ist mein Ziel? Sucht ihr den Traumjob noch, dann ist es die Frage nach dem richtigen Job, wahlweise der richtigen Firma. Habt ihr ihn gefunden und bewerbt euch schon, dann ist es das Ziel, diesen Job zu bekommen.

2. Sucht die Zielgruppe / die Zielperson!
Das ist der Weg zum Ziel: Wer ist einflussreich genug, mir auf dem Weg zu meinem Ziel zu helfen? Bei der Bewerbung um den Traumjob ist die Frage ganz einfach: der Personalchef!

3. Positioniert euch!
Dies ist das Fazit aus allem Vorhergehenden. Ihr müsst euch hier entscheiden, was euch ausmacht. Was könnt ihr anbieten, um die Zielperson von euch zu überzeugen? Für den Traumjob solltet ihr etwas besonders gut können!

Selbstmarketing für den Traumjob: So geht's!

Davon ausgehend betreibt ihr aktive, strategische Selbstvermarktung. Wer sich ein bisschen mit Werbung auskennt, hat einen Vorteil, denn im Prinzip behandelt ihr ab sofort eure Person als Marke. Das ist nicht ganz einfach, weil ihr dabei vieles beachten müsst. Vor allem drei Faktoren sind es, die durchdacht und optimiert werden wollen. Dabei handelt es sich um die klassischen Erfolgsfaktoren:

+ Kompetenz
+ Persönlichkeit
+ Motivation

Eigenlob stinkt nicht!

Sprichwörter wie "Eigenlob stinkt" haben sicher auf Kinder einen wichtigen erzieherischen Effekt. Euch bringen sie allerdings nichts als Blockaden. Anstelle dessen solltet ihr jetzt selbstbewusst handeln. Dazu gehört:

+ Sympathisches, offenes Auftreten: Persönlichkeit in den Mittelpunkt rücken! Hier entscheidet der Personalchef, ob ihr ins Team passt.
+ Über Erreichtes und Erfolge offen reden: Zeigt dem Personalchef eure besondere Kompetenz für den Traumjob!
+ Im Bewerbungsgespräch auch vergangene Schwierigkeiten nicht ausklammern: Ihr lasst euch von Schwierigkeiten nicht abschrecken. Zeigt, wie motiviert ihr seid!

Zudem lassen sich über sorgsam durchdachte Kleinigkeiten viele Signale aussenden, die ein Gesprächspartner nur unbewusst wahrnimmt - die ihn aber dennoch durch strategische Selbstvermarktung positiv beeinflussen können. Dazu zählen:

+ Körpersprache beherrschen lernen
+ angemessene Kleidung nutzen
+ Vereinheitlichung im Schriftverkehr, etwa stets dieselbe Grußformel

Der berühmte Freiherr von Knigge etwa grüßte jeden Bekannten schriftlich mit "Alles wird gut!". Das liest man ein, zweimal und merkt es sich. Und genau da liegt der Sinn der Sache: Macht aus euch eine unverkennbare Marke!

Fazit

Strategische Selbstvermarktung wird immer wichtiger, nicht nur auf dem Weg zum Traumjob. Aber besonders hier bringt sie eindeutige Vorteile. Denn auf solche eine Stelle bewerben sich stets mehrere Kandidaten. Wollt ihr sie ausstechen, genügt es nicht, einfach nur gut zu sein. Berufliche Fähigkeiten und Motivation allein bringt hier fast jeder mit. Zeigt darum dem Personalchef, was euch besonders macht. Dazu zählt eure ganze Persönlichkeit. So kommt ihr dem Traumjob
ein ganzes Stück näher!

 

Weiterführende Links:

Hier könnt ihr euch den zusammengefassten Beitrag anhören:

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