Gelassen ins Vorstellungsgespräch:

Kündigung begründen können

Foto: marten bjork / unsplash
Foto: marten bjork / unsplash

Kündigungen können ein herber Schicksalsschlag sein, das ist klar. Sowohl das berufliche als auch das private Leben werden in Mitleidenschaft gezogen, es drohen unschöne Lücken im Lebenslauf, ein Karriereknick. Was dabei nicht vergessen werden sollte: Die Kündigung sollte man auch als Gekündigter begründen können, denn das nächste Vorstellungsgespräch kommt bestimmt und mit ihm sicher auch die eine oder andere unangenehme Frage.

 

Keine Angst vor unangenehmen Fragen / Foto: clem onojeghuo / unsplash

Keine Angst vor unangenehmen Fragen / Foto: clem onojeghuo / unsplash

Keine Angst vor unangenehmen Fragen

"Was war denn da los?" So oder so ähnlich lautet die Frage, vor der Bewerber, die schon einmal eine Kündigung einstecken mussten, Angst haben. Wer hier eine gute Begründung parat hat, kann die Situation souverän meistern und beim zukünftigen Chef gleich einen entsprechend guten Eindruck hinterlassen. Wie also mit dem peinlichen Moment umgehen, wie eine Kündigung begründen? Wer auf Nummer sicher gehen möchte, macht sich frühzeitig Gedanken, denn die Wahrscheinlichkeit, dass diese Frage kommen wird, ist sehr hoch!

Bevor es ans Eingemachte geht, steht aber noch eine andere entscheidende Frage im Raum: Habt ihr selbst gekündigt oder wurdet ihr gekündigt? Das Ergebnis ist freilich das gleiche, denn das Arbeitsverhältnis wurde beendet und man geht künftig getrennte Wege. Das ändert jedoch nichts am Interesse des Personalers daran, zu wissen, warum sich die Wege getrennt haben. Zwei Dinge stehen für ihn dabei im Vordergrund:

  • Warum seid ihr von selbst gegangen?
  • War der frühere Arbeitgeber mit eurer Leistung zufrieden?

Der Personaler möchte durch die Frage herausfinden, ob er langfristig mit euch rechnen kann und ihr nicht nach kurzer Zeit wieder den Arbeitgeber wechselt. Sie möchten in der Regel jemanden einstellen, der für die nächsten Jahre beim Unternehmen bleibt. Die Frage nach eurer Kündigung kann ihm diesbezüglich aufschlussreiche Antworten bringen, die sowohl für als auch gegen euch sprechen können.

Kündigung begründen: So funktioniert‘s!

Je besser ihr euch auf die Frage vorbereitet, desto gelassener und souveräner reagiert ihr in der Situation. Das wiederum unterstützt euer selbstbewusstes Auftreten, welches ihr eurem Gesprächspartner entgegenbringen möchtet. Geht also in jedem Fall davon aus, dass die Frage kommen und ihr darum gebeten werdet, eure Kündigung zu begründen. Wenn ihr dann noch die folgenden Hinweise beachtet, solltet ihr die Situation ohne Probleme meistern können.

Gelassen ins Vorstellungsgespräch: Kündigung begründen können / Foto: campaign creator / unsplash

Gelassen ins Vorstellungsgespräch: Kündigung begründen können / Foto: campaign creator / unsplash

 

1. Erstmal abwarten

Es ist zwar wahrscheinlich, dass die Frage kommt, aber deswegen noch nicht zu 100 % sicher. Verzichtet also darauf, die Kündigung von euch aus begründen zu wollen. Fallt nicht mit der Tür ins Haus und wartet erst einmal ab, ob die Frage überhaupt gestellt wird. Zudem könnte beim Gesprächspartner der Eindruck entstehen, ihr wolltet ihn in die Defensive drängen und dazu bewegen, sich für etwas zu entschuldigen.

2. Keine Schuldzuweisungen

Keinesfalls solltet ihr schlecht über euren früheren Arbeitgeber reden. Kritik kann zwar an der einen oder anderen Stelle angebracht sein, aber über ihn herzuziehen macht einen schlechten Eindruck im Bewerbungsgespräch. Hier könnte sich der Personaler fragen, wie lange es wohl dauern wird, bis ihr über ihn genauso denkt und euch von vornherein eine eher niedrige Loyalität gegenüber Arbeitgebern attestieren.

3. Nicht mehr Details als nötig

Euer künftiger Arbeitgeber muss nicht jedes Detail wissen, wenn ihr eure Kündigung begründen möchtet. Denn beachtet dabei, dass nicht jedes Detail zu eurem Vorteil ausgelegt werden kann und ihr in einem Redeschwall plötzlich Dinge preisgebt, die ihr doch lieber für euch behalten wolltet. Daher gilt: Konzentriert euch aufs Wesentliche!

4. Stärken präsentieren

Versucht bei alledem, euch auf eure Stärken zu konzentrieren. Die negativen Seiten sollten zwar nicht komplett verschwiegen werden, wenn ihr eure Kündigung begründen möchtet, denn schließlich möchte euer zukünftiger Arbeitgeber ein möglichst authentisches Bild von euch gewinnen. Übertreibt es damit aber nicht und lenkt das Thema möglichst geschickt wieder in einen Bereich, in dem ihr mit euren Vorteilen punkten könnt.

5. Motivation erkennen lassen

Wenn ihr dem Personaler eure Kündigung begründen konntet, möchte er in aller Regel wissen, aus welcher Motivation heraus ihr nun bei ihm anfangen möchtet. Warum glaubt ihr, dass die neue Stelle perfekt zu euch passt und jene Dinge, die zuletzt zu einer Kündigung führten, hier kein Thema mehr sind. Eine Frage, auf die ihr euch in jedem Fall vorbereiten solltet, denn sie wird euch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gestellt. Beachtet dabei, dass ihr bevorzugt darstellt, warum ihr zum neuen Arbeitnehmer wollt und weniger, warum ihr vom alten wegwolltet.

 

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