Körpersprache im Bewerbungsgespräch

darauf solltet ihr achten

Foto: aaker mnupjsf / unsplash
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Ihr geht bestens vorbereitet ins Bewerbungsgespräch. Ihr habt das perfekte Outfit gefunden, ihr wisst den Weg, seid pünktlich und ihr habt auf alle möglichen und unmöglichen Fragen eine souveräne Antwort parat. Mit wenigen Sätzen könnt ihr dem Personalchef klarmachen, dass ihr die richtige Person für den Job seid. An eurer Motivation gibt es keinen Zweifel. Wäre da nur nicht das Problem, dass das Gesagte nicht mit eurer Körpersprache zusammenpasst. Ihr sprecht von Motivation und seht dabei aus wie ein gelangweilter Fisch. Wenn es um die richtige Körpersprache im Bewerbungsgespräch geht, dann ist nicht nur wichtig was ihr sagt, sondern auch wie ihr es sagt. Gestik, Mimik und Körperhaltung unterstreichen eure Aussagen entweder oder sie machen sie zunichte. Mit unseren Tipps überzeugt ihr im Bewerbungsgespräch zukünftig auch nonverbal.

Körpersprache im Bewerbungsgespräch – der erste Eindruck zählt

Bei einem Bewerbungsgespräch ist der erste Eindruck besonders wichtig. Die Körperspräche ist im Bewerbungsgespräch daher von entscheidender Bedeutung. Wichtig ist, dass die nonverbalen Signale zu dem Gesagten passen. Stimmen Körperhaltung, Mimik und Gestik mit dem Gesagten überein, gewinnt euer Gegenüber den Eindruck, dass ihr authentisch seid. Es entsteht ein stimmiges Bild und ihr gewinnt an Glaubwürdigkeit. Die Mischung aus Kleidung, Auftreten, Körperhaltung, Mimik, Gestik und Sprache verrät den Personalern wer ihr seid. Ihr habt damit die Chance, von Anfang an durch eure Körpersprache im Bewerbungsgespräch zu überzeugen oder eben nicht Es gibt einige Fehler, die ihr in einem Vorstellungsgespräch vermeiden solltet.

 

Körpersprache im Bewerbungsgespräch – darauf solltet ihr achten / Foto: kelly sikkema / unsplash

Körpersprache im Bewerbungsgespräch – darauf solltet ihr achten / Foto: kelly sikkema / unsplash

Körpersprache im Bewerbungsgespräch – diese Fehler solltet ihr vermeiden

In privaten Gesprächen registrieren wir nonverbale Signale eher unbewusst. Wir achten nicht bewusst darauf, ob Körperhaltung und Aussage zueinander passen. In einem Bewerbungsgespräch sieht das ganz anders aus. So spielt die Körpersprache im Bewerbungsgespräch eine ganz andere Rolle. Personalverantwortliche achten verstärkt auf die Körpersprache des Bewerbers, denn diese gibt Aufschluss über die Gefühle. Fühlt sich der Bewerber unsicher? Wie reagiert er auf unangenehme Fragen? Möchtet ihr nicht aufgrund eurer Körpersprache aussortiert werden, dann solltet ihr folgende Fehler auf jeden Fall vermeiden:

  • Der Blickkontakt fehlt. Wann immer wir einem Menschen begegnen, erfolgt der erste Kontakt immer über die Augen. Wir nehmen zu Beginn eines Gesprächs Blickkontakt auf und suchen diesen im Laufe des Gesprächs immer wieder. Durch Herstellung des Blickkontakts vermittelt ihr Selbstsicherheit, Authentizität und Überzeugungskraft. Weicht ihr dem Augenkontakt immer aus, wirkt das unsicher. Deshalb gilt: Sucht im Bewerbungsgespräch den Blickkontakt. Sind mehrere Personen beteiligt, nehmt zu jedem Augenkontakt auf. Konzentriert euch jedoch hauptsächlich auf die Person, die euch die Fragen stellt.
  • Ihr sollt euer Gegenüber jedoch auch nicht anstarren oder in eine starre Mimik verfallen. Versucht, natürlich zu sein und euer Gesicht sprechen zu lassen. Signalisiert Interesse mit einem freundlichen Gesichtsausdruck, hört aufmerksam zu und lächelt freundlich. Ein aufgesetztes Lächeln könnt ihr euch sparen. Das hat eher den gegenteiligen Effekt.
  • Vermeidet eine abwehrende Körperhaltung. Verschränkte Arme und Beine können auf das Gegenüber abwehrend wirken, das solltet ihr lassen. Und wenn es auch noch so bequem ist und ihr so gerne in der Kneipe sitzt, bemüht euch um eine offene Körperhaltung. Die Hände gehören zudem nicht in die Hosentasche. Eure Hände legt ihr lieber locker in den Schoß oder ihr lasst sie baumeln. Gebt eurem Gegenüber das Gefühl, dass er eine aufrichtige, offene Person vor sich hat.
  • Schon klar, ihr seid nervös, wenn es um euren zukünftigen potenziellen Arbeitgeber geht. Trotzdem solltet ihr jetzt nicht zum Zappelphilipp werden und euch mit fahrigen Bewegungen aus der Bahn werfen. Ihr wisst, dass ihr dazu neigt, euch permanent ins Gesicht oder in die Haare zu fassen, wenn ihr nervös seid? Versucht bewusst, gegenzusteuern. Eine ruhige Körperhaltung vermittelt, dass ihr euch wohlfühlt und selbstsicher seid. Gestik und Mimik dürfen sein, aber nicht zu wild.
  • Die Begrüßung per Handschlag - Timing, Druck und Augenkontakt spielen eine Rolle. Wenn ihr bereits mehrere Hände geschüttelt habt, wisst ihr, dass kein Handschlag dem anderen gleicht. Während der eine euch fast die Mittelhandknochen zerdrückt, habt ihr beim anderen das Gefühl, einen nassen Lappen zu ergreifen. Was haben beide gemeinsam? Sie sind unangenehm und man wünscht sich keine Wiederholung. Achtet darauf, dass euer Handschlag nicht zu lasch ist. Das deutet auf mangelndes Selbstbewusstsein hin. Drückt aber auch nicht zu fest zu, das signalisiert Nervosität. Achtet beim Handschlag auf Blickkontakt, Händedruck und Körperhaltung. Passt alles zusammen, ergibt sich ein stimmiges Bild. Den richtigen Handschlag könnt ihr bereits vorab mit Freunden und Familie üben.
  • Bei der Sitzhaltung könnt ihr ebenfalls einiges falsch machen. Beugt ihr euch zu weit nach vorne, wirkt ihr unsicher. Lehnt ihr euch lässig nach hinten, wirkt ihr nicht besonders interessiert oder seriös. Wählt die Sitzhaltung so, dass ihr aufrecht sitzen und eine offene Haltung einnehmen könnt.
  • Nicht immer finden Bewerbungsgespräche persönlich statt. Dass die Körpersprache im Bewerbungsgespräch auch dann eine Rolle spielt, wenn sich beide Parteien gar nicht sehen, ist vielleicht verwunderlich. Aber versucht einmal, ein ernstes Gespräch am Telefon zu führen, während ihr ein Clownskostüm tragt. Irgendwie ist das nicht angemessen. In Jogginghose und Shirt kann man zwar telefonieren, aber nicht mit einem potenziellen Arbeitgeber. Bei einem Telefoninterview gilt: Bereitet euch darauf genauso vor wie auf ein persönliches Gespräch und tragt entsprechende Kleidung.

Wenn ihr versteht, wie Körpersprache im Bewerbungsgespräch wirkt, könnt ihr das nutzen, um das Gespräch positiv zu beeinflussen. Durch die richtige Körpersprache könnt ihr eurem Gegenüber vermitteln, dass ihr eine offene, aufrichtige Person seid. Ihr könnt Sympathien wecken und euren Aussagen Nachdruck verleihen.

 

Körpersprache im Bewerbungsgespräch – der erste Eindruck zählt / Foto: gabrielle henderson / unsplash

Körpersprache im Bewerbungsgespräch – der erste Eindruck zählt / Foto: gabrielle henderson / unsplash

Fazit

Die richtige Körpersprache im Bewerbungsgespräch ist entscheidend, wenn ihr auf ganzer Linie überzeugen möchtet. Blickkontakt, Händedruck, Körperhaltung, Mimik und Gestik ergeben zusammen mit dem Gesagten ein Bild von euch, das sich bei den Personalverantwortlichen im besten Fall positiv einprägt. Ob man euch gerne zuhört oder nur von euren fahrigen Bewegungen oder dem starren Blick abgelenkt ist, hängt von eurer Körpersprache ab. Nutzt diese Chance und arbeitet an eurer Körpersprache, um den bestmöglichen ersten Eindruck zu hinterlassen.

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