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Erstis aufgepasst: das kostet ein Studium 2019

Welche Kosten fallen im Studium regelmäßig an?

Bild Welche Kosten fallen im Studium regelmäßig an?

Die Studiengebühren sind zwar schon lange abgeschafft, bei Studenten sammeln sich aber trotzdem im Laufe des Monats einige Kosten im Studium an. Wir wollen euch hier einen Überblick geben, mit welchen monatlichen Kosten im Studium ihr rechnen müsst und was ein Studium 2019 kostet.
 

Welche Kosten fallen im Studium regelmäßig an?

Möchtet ihr zu Studienbeginn endlich das Hotel Mama verlassen, solltet ihr euch frühzeitig darüber informieren, welche Kosten im Studium auf euch zukommen werden. Wir geben euch einen Überblick, mit welchen Kosten ihr rechnen müsst:

  • Miete
  • Essen
  • Fahrtkosten
  • Telefon/Internet
  • Kleidung
  • Bücher
  • Sport und Freizeit
  • Semesterbeitrag
  • Krankenversicherung

 

Erstis aufgepasst: das kostet ein Studium im Jahr 2019 / Foto: brooke-cagle / unsplash

Erstis aufgepasst: das kostet ein Studium im Jahr 2019 / Foto: brooke-cagle / unsplash

Wie hoch sind die Kosten im Studium?

Ihr denkt vielleicht, dass ihr im Alltag doch gar nicht so viel ausgeben werdet. Aber Obacht! Auch Kleinstbeträge summieren sich schnell zusammen. Der neue Kapuzenpulli hier, das Eis im Vorbeigehen da und schnell kommt ein hübsches Sümmchen zusammen, das ein kleines Loch in euer Konto reist. Damit ihr wisst, mit welchen Ausgaben ihr rechnen müsst, können euch folgende Angaben helfen euer Monatsbudget zu planen.

Miete: 170 - 600 EUR

Die monatlichen Kosten im Studium für die Miete sind wohl der größte Faktor bei den laufenden Kosten.
Wie hoch die Miete letztendlich ausfällt, bestimmt zum einen wie ihr wohnt, WG, eigene Wohnung oder Zimmer im Studentenwohnheim und die Stadt, in der ihr wohnt. Im Studentenwohnheim könnt ihr mit Glück bereits ein Zimmer für knapp 200 EUR bekommen. Allerdings ist das nicht so einfach, denn die Zimmer sind sehr beliebt. Etwas Geld einsparen könnt ihr in einer WG oder wenn ihr etwas außerhalb wohnt und nicht in unmittelbarer Entfernung zur Uni. Teuer wird es lediglich, wenn ihr eine eigene Wohnung habt. Solltet ihr keine fixen Nebenkosten zahlen, ist es zudem ratsam Energie zu sparen, um so Strom- und Wasserkosten zu senken.

Essen: 100 - 250 EUR

In puncto Essen und Trinken kommt es vor allem auf eure Essgewohnheiten an. Wenn ihr gerne und viel Wasser trinkt, sparsam einkauft und ab und zu zuhause essen könnt, belaufen sich die Kosten für Essen auf zirka 100 EUR. Gönnt ihr euch gerne mal etwas Leckeres zu essen, müsst ihr durchschnittlich mit 170 EUR im Monat für Lebensmittel rechnen.

Fahrtkosten: 0 - 100 EUR

Wenn ihr kein eigenes Auto besitzt, sollten sich die Kosten im Studium für Fahrten eigentlich durch das im Semesterbeitrag enthaltene Semesterticket auf ein Mindestmaß reduzieren lassen. Liegt euer Heimatort allerdings außerhalb des Bereichs eures Semestertickets, kommen zusätzliche Kosten auf euch zu. Einsparmöglichkeiten gibt es, wenn ihr euch früh genug ein Ticket bucht oder Fahrgemeinschaften nutzt. So lassen sich auch, wenn ihr ein eigenes Auto besitzt, die Fahrtkosten auf ein Minimum reduzieren.

Telefon/Internet/TV: 20 - 40 EUR

Die Kosten für das Telefon sind bei vielen Studenten bereits in der Miete enthalten, wenn nicht, solltet ihr euch nach studentenfreundlichen Tarifen umsehen. Viele Telefonanbieter bieten für Studenten verbilligte Tarife an, von denen ihr profitieren könnt. Gleiches gilt für euren Handyvertrag. Es lohnt sich verschiedene Tarife zu vergleichen, so lässt sich häufig einiges an Geld sparen. Habt ihr eine eigene Wohnung, solltet ihr außerdem Kosten für die GEZ einkalkulieren. Glück habt ihr, wenn ihr Bafög bezieht, dann werden euch diese Kosten in der Regel erlassen.

Kleidung: 50 EUR

Viele Studenten vergessen, dass sie regelmäßig neue Kleidung brauchen. Hier mal eine neue Hose, da mal ein neues T-Shirt. Durchschnittlich werdet ihr im Monat rund 50 EUR für Klamotten ausgeben.

Bücher und Lernmittel: 20 EUR

Fachbücher wird eure Bibliothek für gewöhnlich alle haben, so dass ihr euch eine eigenen kaufen müsst. Es wird allerdings vorkommen, dass ihr das ein oder andere Buch doch mal selbst kaufen müsst, entweder weil es eure Uni nicht vorrätig hat oder weil ihr es das ganze Semester lang braucht. Um Stifte und Collegeblöcke werdet ihr trotz Laptop, Tablet und Co. auch nicht herumkommen. Im Durchschnitt müsst ihr mit 20 EUR im Monat für Bücher und Lernmittel rechnen.

Sport und Freizeit: 60 EUR

Hier besteht tatsächlich einiges an Einsparungspotential. Kosten im Studium für Fitnessstudio oder fürs Weggehen am Abend können je nach Lebensstil deshalb sehr unterschiedlich ausfallen. Viele Unis bieten beispielsweise Sportkurse an, die entweder sehr wenig oder gar kein Geld kosten. Informiert euch daher über verbilligte Möglichkeiten für Studenten, bevor ihr teure Verträge abschließt!

Semesterbeitrag: 85 - 290 EUR

Der Semesterbeitrag kann von Uni zu Uni schwanken. Dieser Beitrag fällt nicht monatlich an, sondern halbjährlich zu Beginn von jedem Semester. Darin enthalten sind unter anderem Verwaltungskosten und das Semesterticket. Seid ihr beispielsweise ein Semester lang nicht in eurer Studienstadt, könnt ihr einen Antrag auf Befreiung der Kosten des Semestertickets stellen.

Krankenversicherung: 0 - 200 EUR

Welchen Krankenkassenbeitrag ihr zahlen müsst, hängt vor allem von eurem Alter ab und wie viel Geld ihr verdient. Bis ihr 25 seid, seid ihr bei euren Eltern familienversichert - aber nur, wenn ihr nicht mehr als 400 EUR verdient beziehungsweise einen 450 EUR Job habt. Wenn ihr euren 25. Geburtstag feiert, fallt ihr allerdings aus der Familienversicherung raus und der studentische Krankenkassenbeitrag wird fällig. Dieser beläuft sich je nach Krankenversicherung auf 80 bis 100 EUR. Richtig teuer wird es, wenn ihr bereits über 30 seid und nochmal beschließt zu studieren. Dann müsst ihr für eure Krankenversicherung richtig tief in die Tasche greifen, denn der Betrag steigt zu diesem Zeitpunkt auf 200 EUR.
Als Student müsst ihr außer der Krankenversicherung keine weiteren Versicherungen abschließen. Eine Haftpflicht- oder Berufsunfähigkeits-Versicherung kann Sinn machen, ist aber im Studium noch nicht unbedingt nötig.

Die Stadt entscheidet, ob ihr teuer oder günstig wohnt

Eine schlechte Nachricht vorweg: die Mietpreise steigen besonders in den Universitätsstädten immer weiter an. Ganz gleich, ob es sich eher um eine kleine oder um eine große Stadt handelt. Wie sich die Mieten weiterhin entwickeln werden, ist schwierig zu sagen. Billiger werden sie wohl aber nicht mehr. Schuld an diesen immer teurer werdenden Wohnung ist der Mangel an eben solchen und die immer größer werdende Nachfrage.
Wie hoch eure Miete ausfallen wird, hängt vor allem davon ab, in welche Stadt es euch verschlägt. Denn es gilt die Faustregel: je größer die Stadt, desto höher die Miete. Am teuersten wohnt ihr als Studenten in München, Stuttgart, Frankfurt am Main und Köln.
Am billigsten könnt ihr in den neuen Bundesländern wohnen. In Leipzig, Dresden oder Jena beispielsweise fällt die Miete im Vergleich zwischen 60 und 150 EUR günstiger aus, als in anderen deutschen Großstädten.
Besonders teuer sind Wohnungen, die es ermöglichen, die Uni zu Fuß in wenigen Minuten zu erreichen. Macht es euch nichts aus regelmäßig mit dem Fahrrad oder Bus zu fahren, könnt ihr ziemlich viel Geld sparen, wenn ihr euch eine Wohnung weiter außerhalb sucht. Bei kleineren Uni-Städten ist die Miete in einigen Vororten weitaus erschwinglicher als in den Städten selbst.

 

Welche Kosten fallen im Studium regelmäßig an? Foto: ben mullins / unsplash

Welche Kosten fallen im Studium regelmäßig an? Foto: ben mullins / unsplash

Fazit – die Kosten im Studium sind nicht ohne

Durchschnittlich werdet ihr pro Monat zirka 800 bis 1000 EUR für euer Studium ausgeben. Wer außerdem gerne in den Urlaub fahren möchte, Geld für Geschenke braucht oder ein teures Hobby hat, muss sogar noch tiefer in die Tasche greifen. Je nachdem, wie ihr lebt und wo ihr wohnt, kann es sogar noch mehr werden. Wir raten euch, euch immer zeitig zu informieren, wo ihr als Student vielleicht Einsparmöglichkeiten habt.
Verzweifeln müsst ihr wegen dieser laufen Kosten im Studium allerdings nicht. Die wenigsten Studenten müssen diesen Beitrag alleine aufbringen. In den meisten Fällen werden sicherlich eure Eltern oder Großeltern euer Studium unterstützen.

 

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