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Virtuelle Studienorientierung

Foto: Pexels | Buro Millennial
Foto: Pexels | Buro Millennial

Die Auswahl an Studienangeboten und -orten ist riesig, viele Studieninteressierte sind unsicher, was sie studieren sollen. Es erscheint schlicht unmöglich (zumal in der aktuellen Pandemie-Situation), sich über interessante Angebote vor Ort zu informieren. Unterstützung geben virtuelle Orientierungshilfen, durch die Interessierte herausfinden können, was ihnen Spaß macht, wo ihre Interessen liegen, welche Studienorte für sie interessant sind und so weiter.

Sich vorab zu informieren ist das A und O

Wie wichtig eine gute Information vorab ist – und vor allem was passiert, wenn sie nicht erfolgt ist - zeigt sich immer wieder an den Zahlen zu Studienabbrechern. Ältere Studien – hier beispielhaft eine benannt – zeigen bspw., dass zwei Drittel der Studienabbrecher der Anfangsphase Gründe angeben, „die durch Beratung und Information über Eignung und Studiengestaltung wenigstens in Grenzen beeinflussbar wäre“ (Wissenschaftsrat, Texte zum Studium, 2004). Neuere Studien, so eine aus dem Jahr 2020 mit Datenvergleich aus 2018 und 2016, zeigen: „Überdurchschnittlich häufig brechen laut Mitteilung Studierende der Mathematik und Naturwissenschaften (43 Prozent) sowie der Geisteswissenschaften (41 Prozent) ihr Bachelor-Studium an Universitäten ab.“ (Quelle: https://www.forschung-und-lehre.de/lehre/weniger-studienabbrecher-durch-...).

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Foto: Unsplash | Evan Mach

Typisch für die Geisteswissenschaften ist das Fach Psychologie: Viele vergessen, dass ab dem Grundstudium die Statistik einen großen Raum einnimmt und sind vollkommen überrascht, dass man für Psychologie mehr als mathematische Grundkenntnisse benötigt, am besten auch noch Spaß am Rechnen und Daten auswerten.

Erfreulich an den Veränderungen im Laufe der Jahre ist, dass sich die Zahlen der Studienabbrecher*innen nach unten bewegen. Umso wichtiger ist es, diesen Weg weiter zu beschreiten und zu verstärken: nicht nur über virtuelle Information, sondern über die aktive Auseinandersetzung mit dem angedachten Studienfach, bestens unterstützt durch virtuelle Verfahren, sind eine gute und zukunftsträchtige Alternative.

Wo liegt der Unterschied zwischen „virtueller Information“ und „virtueller Studienorientierung“?

Seit langem schon bieten Studienstätten vielfältige Informationen auf ihren Homepages, die im Laufe der Zeit auch interessanter und bewegter geworden sind. Was alle dabei eint: es sind Informationen, die passiv aufgenommen werden, über die ich somit auch hinweglesen kann. Oder ich schaue mir langweilig gemachte Videos erst gar nicht an, womit mir aber ein Teil der Information verloren geht.

Spannender wird es schon bei virtuellen Schnuppervorlesungen – wobei sich die Frage stellt, ob diese die Realität abbilden? Manch eine Hochschule hat hier ein professionell gedrehtes Video eingestellt, was sicherlich nicht der alltäglichen Vorlesungsweise entspricht. Ergänzt werden diese Informationen durch zahlreiche weitere Unterpunkte und Videodarstellungen, durch die man sich erst mal „wühlen“ muss. Und nach wie vor bleibt es eine eher passiv orientierte Nutzung, also Information.

Aktive virtuelle Studienorientierung geht anders:

Basierend auf den Schlüsselkompetenzen, die für ein Studienfach relevant sind, werden Online-Self-Assessments zur Studienorientierung angeboten. Assessment = (engl.) Bewertung, Einschätzung, Beurteilung => Online-Assessment = die digitale Variante der Tests zu verschiedenen Aspekten:

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Fachtests wie Mathematik, Deutsch, kaufm. Verständnis, digitale Kompetenz etc.

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Leistungstests zu Konzentration, logischem Denken, räumlichem Vorstellungsvermögen etc.

Die Beispiele hier stammen von der alpha-test GmbH in Mannheim. Dem führenden Anbieter von Online-Self-Assessments (OSA). OSAs bewähren sich in der Praxis immer wieder, Studienabbrüche zu vermeiden. Daher bieten immer häufiger Universitäten, so seit vielen Jahren die Universität Wien mit sehr guten Erfahrungen oder nun auch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, OSAs als Orientierungshilfe bei der Studienwahl an. Diese nutzen das Potential virtueller Studienorientierung: bessere Einschätzung der Anforderungen eines Studienganges; Abgleich von Interessen und Erwartungen; Überprüfung des notwendigen Vorwissens. Zeitgleich erfahren die Interessent*innen mehr über Inhalte des Wunschstudiums.

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Foto: Unsplash | Dom Fou

Wenn es hier auch nicht um die Studienfachwahl, sondern um die Eignung für einen Ausbildungsberuf geht, bekommst du hier eine Idee über den innovativen Online-Orientierungstest BIZZY

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