zwei Pflegekräfte tragen Masken mit Stethoskop
cdc-jusy7vxgplm-unsplash
zwei Pflegekräfte tragen Masken mit Stethoskop
Berufsbild mit Schnelligkeit und Verantwortung

Was machet eine Pflegefachkraft (m/w/d)?

Du bist medizinisch interessiert und willst direkt loslegen? Dann pass mal auf!

  • Emoji
    Emoji
    Berufstyp
    Duale Ausbildung
  • Emoji
    Emoji
    Berufsfeld
    Gesundheitswesen
  • Emoji
    Emoji
    Ausbildungsdauer
    3 Jahre
  • Emoji
    Emoji
    Vergütung
    gut
  • Emoji
    Emoji
    Aufstiegschancen
    gut

Passt dieser Beruf zu mir?

Die Ausbildung zur Pflegefachkraft ist abwechslungsreich, zukunftssicher und bietet sehr gute Entwicklungsmöglichkeiten. Wenn du gern mit Menschen arbeitest, Verantwortung übernehmen möchtest und dich Gesundheit und Medizin interessieren, findest du hier ideale Voraussetzungen. Während der Ausbildung lernst du, pflegebedürftige Menschen aller Altersgruppen professionell zu versorgen, zu begleiten und zu beraten. Du unterstützt bei der Körperpflege, Ernährung und Mobilität, führst pflegerische Maßnahmen eigenständig durch, beobachtest den Gesundheitszustand und dokumentierst Pflegeprozesse. Außerdem arbeitest du eng mit Ärzt:innen und Therapeut:innen zusammen und lernst, in akuten Situationen richtig zu handeln.

Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und verbindet Theorie mit viel Praxis in verschiedenen Einsatzbereichen (z. B. Krankenhaus, Pflegeheim, ambulante Pflege). Sie eröffnet vielfältige Karrierechancen – etwa durch Spezialisierungen (z. B. Intensivpflege, OP, Pädiatrie), Weiterbildungen oder ein Studium im Pflege- und Gesundheitsbereich. Weitere Informationen zur Ausbildung findest du hier im Überblick – klick dich durch:

Zwei weibliche Krankenpfleger nehmen einander Blut ab
pexels-sahilcaptures-35645506
Zwei weibliche Krankenpfleger nehmen einander Blut ab

Darum lohnt es sich!

  • Attraktives Gehalt: Je nach Träger, Einsatzbereich und Tarifvertrag erhältst du bereits während der Ausbildung zur Pflegefachkraft eine Ausbildungsvergütung. Nach dem Abschluss sind die Verdienstmöglichkeiten im Pflegebereich in der Regel stabil und entwickeln sich mit Berufserfahrung und Zusatzqualifikationen weiter.
  • Sicherheit: Pflegefachkräfte werden überall gebraucht – in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und im ambulanten Dienst. Durch den hohen Bedarf bietet der Beruf sehr gute Chancen auf einen sicheren Arbeitsplatz.
  • Vielfältige Einsatzmöglichkeiten: Als Pflegefachkraft kannst du in unterschiedlichen Bereichen arbeiten, z. B. im Krankenhaus, im Pflegeheim, in der ambulanten Pflege, in der Reha oder in spezialisierten Bereichen wie Intensivpflege, OP, Psychiatrie oder Pädiatrie.

Ausbildungsinhalte

Während der Ausbildung lernen angehende Pflegefachkräfte:

  • Menschen aller Altersgruppen professionell zu pflegen, zu unterstützen und zu begleiten (z. B. Körperpflege, Ernährung, Mobilität)
  • den Gesundheitszustand zu beobachten, Pflegebedarfe einzuschätzen und Veränderungen zu erkennen
  • pflegerische Maßnahmen zu planen, durchzuführen und zu dokumentieren (Pflegeprozess)
  • bei medizinisch-pflegerischen Aufgaben mitzuwirken (z. B. Vitalzeichen kontrollieren, ärztlich veranlasste Maßnahmen im Rahmen der Ausbildung)
  • Patient:innen und Angehörige zu beraten, anzuleiten und in schwierigen Situationen zu unterstützen
  • Hygiene- und Sicherheitsstandards einzuhalten sowie professionell mit Notfällen umzugehen
  • im Team mit Ärzt:innen, Therapeut:innen und Kolleg:innen zusammenzuarbeiten und Abläufe zu koordinieren
Krankenpfleger steht neben Ärztin und bekommt etwas gezeigt
nappy-i8dhi584lfs-unsplash
Krankenpfleger steht neben Ärztin und bekommt etwas gezeigt

Aufgaben

Die Tätigkeiten von Pflegefachkräften sind vielfältig und verantwortungsvoll:

  • Pflege und Unterstützung: Du versorgst Patient:innen bzw. pflegebedürftige Menschen im Alltag, unterstützt bei Körperpflege, Ernährung und Mobilität und förderst Selbstständigkeit.
  • Beobachtung und Einschätzung: Du überwachst den Gesundheitszustand, erkennst Veränderungen frühzeitig und leitest passende pflegerische Maßnahmen ein bzw. informierst das Behandlungsteam.
  • Durchführung pflegerischer Maßnahmen: Du führst geplante Pflegemaßnahmen fachgerecht durch, achtest auf Hygiene- und Sicherheitsstandards und handelst in Notfällen angemessen.
  • Dokumentation und Pflegeplanung: Du dokumentierst Maßnahmen und Beobachtungen, wirkst an der Pflegeplanung mit und sorgst dafür, dass Pflege nachvollziehbar und abgestimmt erfolgt.
  • Beratung und Kommunikation: Du begleitest und berätst Patient:innen sowie Angehörige, erklärst Abläufe und unterstützt auch in belastenden Situationen.
  • Zusammenarbeit im Team: Du arbeitest eng mit Ärzt:innen, Therapeut:innen und Kolleg:innen zusammen, koordinierst Abläufe und trägst zu einer sicheren Versorgung bei.
Hand hält Geld vor türkisem Hintergrund
Hand hält Geld vor türkisem Hintergrund

Gehalt

Während der Ausbildung:
Die Ausbildungsvergütung kann je nach Träger, Tarifbindung und Region unterschiedlich ausfallen. Durchschnittlich verdienen Auszubildende zur Pflegefachkraft:

  • 1. Jahr: ca. 1.100–1.250 € brutto pro Monat
  • 2. Jahr: ca. 1.200–1.350 € brutto pro Monat
  • 3. Jahr: ca. 1.300–1.500 € brutto pro Monat

(Je nachdem, ob nach Tarif bezahlt wird, können die Werte auch darüber oder darunter liegen.)

Das Einstiegsgehalt als Pflegefachkraft hängt von verschiedenen Faktoren ab, z. B. Region, Arbeitgeber (Krankenhaus, Pflegeheim, ambulanter Dienst), Tarifbindung, Arbeitszeit und Schicht-/Zulagen.

Direkt nach der Ausbildung

  • Einstiegsgehalt: ca. 3.000–3.600 € brutto pro Monat
  • In tarifgebundenen Einrichtungen (z. B. öffentlicher Dienst/TVöD oder kirchliche Träger) ist das Gehalt oft transparenter und häufig höher.
  • Zulagen (Nacht-, Wochenend-, Feiertagsdienste) können das monatliche Einkommen zusätzlich erhöhen.

Mit Berufserfahrung

  • Nach einigen Jahren im Beruf liegt das Gehalt häufig bei ca. 3.400–4.300 € brutto pro Monat (je nach Tarif, Stelle und Zulagen).
  • Mehr Verantwortung, z. B. als Praxisanleiter:in, Wohnbereichsleitung oder mit Spezialisierung, wirkt sich oft positiv aus.

Mit Weiterbildung

  • Fachweiterbildungen (z. B. Intensiv-/Anästhesiepflege, OP, Psychiatrie): häufig 3.800–4.800 € brutto (abhängig von Tarif/Position)
  • Leitungsfunktionen (z. B. Stationsleitung/Pflegedienstleitung): ca. 4.200–6.000 € brutto
  • Studium (z. B. Pflegemanagement/Pflegepädagogik): je nach Rolle (Management/Lehre) ebenfalls deutlich höhere Gehaltsmöglichkeiten möglich.

Berufschancen

Der Beruf der Pflegefachkraft bietet sehr gute Perspektiven, weil qualifizierte Fachkräfte im Gesundheits- und Pflegebereich dauerhaft stark nachgefragt sind.

  1. Einsatzbereiche:

    • Krankenhäuser (z. B. Stationen, Notaufnahme, OP-nahe Bereiche)
    • Pflegeheime und stationäre Pflegeeinrichtungen
    • Ambulante Pflege (Pflege zu Hause)
    • Reha- und Kurkliniken
    • Psychiatrie und psychosoziale Einrichtungen
    • Kinderkrankenpflege/Pädiatrie sowie weitere spezialisierte Fachbereiche (je nach Einsatzort)
  2. Zukunftssicherheit:

    • Durch demografischen Wandel und steigenden Versorgungsbedarf bleibt Pflege ein sehr sicherer Beruf.
    • Neue Anforderungen (z. B. moderne Pflegekonzepte, Digitalisierung, mehr Spezialisierung) erhöhen den Bedarf an gut ausgebildeten Pflegefachkräften.
    • Du wirst in kleinen Einrichtungen genauso gebraucht wie in großen Kliniken.
  3. Karrierechancen:

    • Spezialisierungen/Fachweiterbildungen, z. B. Intensiv- und Anästhesiepflege, OP-Pflege, Psychiatrie, Wundmanagement, Palliativpflege
    • Entwicklung in Richtung Praxisanleitung, Stations-/Wohnbereichsleitung, Pflegedienstleitung
    • Studium und Aufstieg z. B. in Pflegemanagement, Pflegepädagogik oder Pflegewissenschaft
Pflegekraft misst Puls einer Patientin mit Druckmanchsette
cdc-oi6jf34bqru-unsplash
Pflegekraft misst Puls einer Patientin mit Druckmanchsette

Das solltest du mitbringen:

Für die Ausbildung zur Pflegefachkraft wird häufig ein mittlerer Schulabschluss (Realschule) erwartet. Je nach Bundesland und Zugangsvoraussetzungen ist auch ein Hauptschulabschluss möglich – z. B. in Kombination mit einer abgeschlossenen (pflege-)fachlichen Vorbildung. Am besten prüfst du die Anforderungen bei der jeweiligen Pflegeschule bzw. dem Träger.

  • Persönliche Stärken:

    • Einfühlungsvermögen und Freude am Umgang mit Menschen
    • Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit (du arbeitest mit und für Menschen in sensiblen Situationen)
    • Sorgfalt und Genauigkeit (Beobachten, Dokumentieren, Hygienestandards)
    • Belastbarkeit und gutes Stressmanagement (Schichtdienst, Notfälle, emotionale Situationen)
    • Kommunikationsfähigkeit (mit Patient:innen, Angehörigen und dem Team)
    • Teamfähigkeit und respektvoller Umgang
  • Kenntnisse:

    • Biologie: für Grundwissen zu Körper, Gesundheit und Erkrankungen
    • Deutsch: für Dokumentation, Übergaben und verständliche Kommunikation
    • Mathematik (hilfreich): z. B. für grundlegendes Rechnen im Pflegealltag
    • IT-Grundkenntnisse: weil Dokumentation und Organisation oft digital erfolgen

FAQ

  • Was ist eine Pflegefachkraft?

    Pflegefachkräfte versorgen und begleiten pflegebedürftige Menschen professionell – im Krankenhaus, Pflegeheim oder ambulant. Sie beobachten den Gesundheitszustand, planen Pflegemaßnahmen, führen sie durch und dokumentieren alles fachgerecht.

  • Wie lange dauert die Ausbildung zur Pflegefachkraft?

    In der Regel 3 Jahre (duale Ausbildung mit Theorie an der Pflegeschule und Praxis in verschiedenen Einrichtungen).

  • Wo kann ich nach der Ausbildung arbeiten?

    Zum Beispiel in KrankenhäusernPflegeheimen, der ambulanten Pflege, in Reha-Einrichtungen, in der Psychiatrie oder in spezialisierten Bereichen wie Intensivpflege oder Palliativpflege.

  • Welche Voraussetzungen brauche ich?

    Meist wird ein mittlerer Schulabschluss erwartet. Je nach Regelung sind auch andere Zugangswege möglich (z. B. mit Hauptschulabschluss plus Vorbildung). Die genauen Anforderungen legt die jeweilige Pflegeschule bzw. das Bundesland fest.

  • Welche Stärken sind in der Pflege wichtig?

    Vor allem EinfühlungsvermögenVerantwortungsbewusstsein

    TeamfähigkeitBelastbarkeitSorgfalt sowie gute Kommunikation.

  • Ist die Ausbildung schwer?

    Sie ist anspruchsvoll, weil du viel lernst (Pflegewissen, medizinische Grundlagen, Dokumentation) und gleichzeitig praktisch mit Menschen arbeitest. Mit Interesse, Lernbereitschaft und guter Organisation ist sie gut zu schaffen.

  • Gibt es Schichtdienst?

    Ja, häufig. In vielen Bereichen gehören Früh-, Spät- und Nachtdienste sowie Wochenend- und Feiertagsdienste dazu. Dafür gibt es meist Ausgleichstage und Zulagen.

  • Wie viel verdient man in der Ausbildung?

    Je nach Träger/Tarif ungefähr:

    1. Jahr 1.100–1.250 €, 2. Jahr 1.200–1.350 €, 3. Jahr 1.300–1.500 € brutto/Monat.
  • Wie hoch ist das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung?

    Häufig ca. 3.000–3.600 € brutto/Monat – je nach Arbeitgeber, Tarif, Region und Zulagen (Nacht/Wochenende).

  • Welche Aufgaben gehören im Alltag dazu?

    Pflege und Unterstützung, Vitalwerte beobachten, pflegerische Maßnahmen durchführen, Hygiene einhalten, Dokumentation, Kommunikation mit Ärzt:innen/Therapeut:innen sowie Beratung von Patient:innen und Angehörigen.

  • Welche Weiterbildungen sind möglich?

    Z. B. Intensiv-/AnästhesieOPPsychiatrieWundmanagementPalliativpflege, außerdem Praxisanleitung oder Leitungswege (Stations-/Pflegedienstleitung). Auch ein Studium (Pflegemanagement, Pflegepädagogik) ist möglich.

  • Wie kann ich herausfinden, ob der Beruf zu mir passt?

    Am besten über ein Praktikum oder einen Freiwilligendienst (FSJ/BFD) im Krankenhaus, Pflegeheim oder ambulanten Dienst. So merkst du schnell, ob dir der Umgang mit Menschen, Schichtdienste und Verantwortung liegen.