Elektronikerin lötet Festplatte und schaut in die Kamera
pexels-mikhail-nilov-9241772
Elektronikerin lötet Festplatte und schaut in die Kamera
Berufsbild mit Spannung, Technik und Struktur

Was macht ein Elektroniker (m/w/d)?

Du bist technisch interessiert und fühlst dich im Handwerk wohl? Dann pass mal auf!

  • Emoji
    Emoji
    Berufstyp
    Duale Ausbildung
  • Emoji
    Emoji
    Berufsfeld
    Elektrotechnik / Elektroindustrie
  • Emoji
    Emoji
    Ausbildungsdauer
    3,5 Jahre
  • Emoji
    Emoji
    Vergütung
    gut
  • Emoji
    Emoji
    Aufstiegschancen
    gut

Passt dieser Beruf zu mir?

Die Ausbildung zum Elektroniker bzw. zur Elektronikerin ist abwechslungsreich, zukunftssicher und bietet sehr gute Entwicklungsmöglichkeiten. Wenn du Interesse an Technik hast, gern praktisch arbeitest und es spannend findest, wie Strom, Schaltungen und moderne Systeme funktionieren, findest du hier ideale Voraussetzungen. Während der Ausbildung lernst du – je nach Fachrichtung – elektrische Anlagen und Geräte zu installieren, zu prüfen, zu warten und zu reparieren. Du arbeitest mit Mess- und Prüfgeräten, liest Schaltpläne, suchst Fehler systematisch und setzt Sicherheitsvorschriften konsequent um. Durch Themen wie Smart Home, Automatisierung und erneuerbare Energien wird der Beruf immer moderner und vielseitiger.

Die Ausbildung dauert in der Regel dreieinhalb Jahre und eröffnet dir viele Karrierechancen – etwa durch Spezialisierungen (z. B. Energie- und Gebäudetechnik, Betriebstechnik, Automatisierung) oder Weiterbildungen zum Meister (m/w/d), Techniker (m/w/d) oder durch ein späteres Studium. Weitere Informationen zur Ausbildung findest du hier im Überblick – klick dich durch:

Elektronikerin arbeitet an Stromkasten
pexels-mickael-ange-konan-2156070331-34526423
Elektronikerin arbeitet an Stromkasten

Darum lohnt es sich!

  • Attraktives Gehalt: Schon während der Ausbildung erhältst du als Elektroniker:in eine Ausbildungsvergütung, die je nach Region und Tarifbindung oft gut ausfällt. Nach dem Abschluss sind die Verdienstmöglichkeiten solide – mit Erfahrung, Spezialisierung und Weiterbildungen steigt das Gehalt deutlich.
  • Sicherheit: Strom, Energieversorgung und funktionierende Technik werden überall gebraucht – in Wohngebäuden, Betrieben und Industrieanlagen. Elektroniker:innen sind deshalb dauerhaft gefragt.
  • Vielfältige Einsatzmöglichkeiten: Du kannst je nach Fachrichtung z. B. in Handwerksbetrieben, der Industrie, im Anlagenbau, in der Gebäudetechnik, bei Energieversorgern oder in Bereichen wie Smart Home, Automatisierung und erneuerbare Energien arbeiten.

 

Ausbildungsinhalte

Während der Ausbildung lernen angehende Elektroniker:innen – je nach Fachrichtung – zum Beispiel:

  • elektrische Anlagen und Systeme zu installieren, zu verdrahten und in Betrieb zu nehmen
  • Schaltpläne und technische Unterlagen zu lesen und umzusetzen
  • Mess- und Prüfgeräte zu nutzen, um Anlagen zu prüfen und zu protokollieren
  • Fehler zu suchen und Störungen zu beheben (systematische Diagnose)
  • elektrische und elektronische Bauteile zu montieren, zu konfigurieren und auszutauschen
  • Steuerungen und Automatisierungstechnik zu verstehen und anzuwenden (je nach Schwerpunkt)
  • Sicherheitsregeln einzuhalten (z. B. Arbeitsschutz, VDE-Vorschriften) und Risiken zu beurteilen
  • Kund:innen bzw. Kolleg:innen zu beraten und Arbeiten zu dokumentieren
  • ggf. smarte Systeme/Netzwerktechnik einzubinden (z. B. Smart Home, Gebäudeautomation – je nach Betrieb)
Elektronikerin schaut Kollegen beim arbeite zu und trägt Schutzbrille
pexels-mikhail-nilov-9241762
Elektronikerin schaut Kollegen beim arbeite zu und trägt Schutzbrille

Aufgaben

Die Tätigkeiten von Elektroniker:innen sind vielseitig und anspruchsvoll – je nach Fachrichtung und Betrieb:

  • Installation & Inbetriebnahme: Du installierst elektrische Anlagen, verlegst Leitungen, schließt Geräte an und nimmst Systeme in Betrieb.
  • Prüfen & Messen: Du kontrollierst Anlagen mit Mess- und Prüfgeräten, dokumentierst Ergebnisse und stellst sicher, dass alles sicher funktioniert.
  • Störungsdiagnose & Reparatur: Wenn etwas ausfällt, suchst du systematisch nach der Ursache, tauschst Bauteile aus und behebst Störungen.
  • Wartung & Instandhaltung: Du wartest Anlagen regelmäßig, führst Inspektionen durch und verhinderst Ausfälle durch frühzeitiges Erkennen von Problemen.
  • Planarbeit & Dokumentation: Du liest Schaltpläne, arbeitest nach Vorgaben, erstellst Berichte und hältst Sicherheitsvorschriften konsequent ein.
  • Moderne Technik: Je nach Einsatzbereich arbeitest du auch an Automatisierung, Gebäudeautomation/Smart Home, Energie- und Solartechnik oder Netzwerken.
Hand hält Geld vor türkisem Hintergrund
Hand hält Geld vor türkisem Hintergrund

Gehalt

Während der Ausbildung:

Die Ausbildungsvergütung variiert je nach Tarifvertrag, Region und Betrieb. Durchschnittlich verdienen Auszubildende als Elektroniker:in:

  • 1. Jahr: ca. 1.000–1.100 € brutto pro Monat
  • 2. Jahr: ca. 1.050–1.200 € brutto pro Monat
  • 3. Jahr: ca. 1.100–1.300 € brutto pro Monat
  • 4. Jahr: ca. 1.200–1.350 € brutto pro Monat

(Die Ausbildung dauert meist 3,5 Jahre – das „4. Jahr“ steht oft für das letzte Ausbildungshalbjahr.)

Einstiegsgehalt:

Das Einstiegsgehalt als Elektroniker:in hängt von verschiedenen Faktoren ab, z. B. Region, Fachrichtung, Branche (Handwerk/Industrie), Tarifbindung und Unternehmensgröße.

Direkt nach der Ausbildung

  • Einstiegsgehalt: ca. 2.800–3.600 € brutto pro Monat
  • Tarifgebundene Betriebe (häufig Industrie oder größere Unternehmen) zahlen in der Regel besser.

Mit Berufserfahrung

  • Nach einigen Jahren im Beruf liegt das Gehalt häufig bei ca. 3.200–4.200 € brutto pro Monat.
  • Spezialisierungen (z. B. Automatisierung, Energieversorgung, Gebäudeautomation/Smart Home) oder mehr Verantwortung können das Gehalt weiter erhöhen.

Mit Weiterbildung

  • Meister:in (Elektro): ca. 4.000–5.500 € brutto
  • Techniker:in (Elektrotechnik): ca. 4.200–6.000 € brutto
  • Ingenieur:in (Elektrotechnik) (je nach Studium/Position): ca. 5.000–7.500 € brutto

Berufschancen

Der Beruf Elektroniker:in bietet sehr gute Perspektiven, weil elektrische Systeme und moderne Technik in fast allen Lebens- und Arbeitsbereichen unverzichtbar sind.

  1. Einsatzbereiche:

    • Handwerksbetriebe (z. B. Energie- und Gebäudetechnik)
    • Industrieunternehmen (z. B. Betriebstechnik, Instandhaltung)
    • Anlagen- und Maschinenbau
    • Gebäudeautomation/Smart Home
    • Energieversorgung und erneuerbare Energien (z. B. Photovoltaik)
    • Telekommunikation und Netzwerktechnik (je nach Schwerpunkt)
  2. Zukunftssicherheit:

    • Durch Energiewende, Digitalisierung und Automatisierung wächst der Bedarf an Fachkräften.
    • Elektroniker:innen werden sowohl in kleinen Betrieben als auch in großen Industrieunternehmen gebraucht.
    • Wer sich regelmäßig weiterbildet, bleibt langfristig sehr gefragt.
  3. Karrierechancen:

    • Spezialisierungen z. B. in Automatisierung, Gebäude-/Sicherheitstechnik, PV/Wallboxen, Netzwerk-/Kommunikationstechnik, Industrie-Instandhaltung
    • Weiterbildungen: Meister:in, Techniker:in, SPS-Programmierung, Projektleitung
    • Mit Studium (je nach Voraussetzungen) weitere Wege Richtung Ingenieurwesen oder Management möglich
Elektroniker arbeitet an Stromkasten und verschraubt etwas
raze-solar-gxlplg3_vf4-unsplash
Elektroniker arbeitet an Stromkasten und verschraubt etwas

Das solltest du mitbringen:

Häufig wird ein mittlerer Schulabschluss (Realschule) erwartet. Je nach Betrieb ist auch ein Hauptschulabschluss möglich – besonders mit guten Leistungen in Mathe/Physik und praktischem Interesse.

  • Persönliche Stärken:

    • Technisches Verständnis und Freude am praktischen Arbeiten
    • Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein (Strom = Sicherheitsrisiko)
    • Problemlösungsfähigkeit (Fehlersuche/Diagnose)
    • Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit
    • Gute Konzentration und sauberes Arbeiten nach Vorschriften
    • Schwindelfreiheit kann je nach Einsatz (z. B. Baustelle) wichtig sein
  • Kenntnisse:

    • Mathematik: für Berechnungen, Maße, Leistungen, Widerstände (Grundlagen)
    • Physik: für Stromkreise, Spannung, Stromstärke, Energie
    • Technik/IT: weil viele Systeme digital/automatisiert sind (z. B. Steuerungen, Smart Home)
    • Deutsch: für Dokumentation, Sicherheitsunterweisungen und Kundenkommunikation (je nach Rolle)

FAQ