Steuerfachnagestellte arbeitet an einem Schreibtisch mit Taschenrechner
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Steuerfachnagestellte arbeitet an einem Schreibtisch mit Taschenrechner
Berufsbild mit Zahlen, Finanzen und Struktur

Was macht ein Steuerfachangestellter (m/w/d)?

Du bist fit im Rechnen und möchtest direkt ins Berufsleben starten? Dann pass mal auf!

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    Berufstyp
    Duale Ausbildung
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    Berufsfeld
    Finanzdienstleistungen
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    Ausbildungsdauer
    3 Jahre
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    Vergütung
    gut
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    Aufstiegschancen
    gut

Passt dieser Beruf zu mir?

Die Ausbildung zur Steuerfachangestellten bzw. zum Steuerfachangestellten ist abwechslungsreich, zukunftssicher und bietet sehr gute Entwicklungsmöglichkeiten. Wenn du gern sorgfältig arbeitest, Interesse an Zahlen und Recht hast und dir Aufgaben am PC liegen, findest du hier ideale Voraussetzungen. Während der Ausbildung lernst du, Steuerkanzleien bei der Betreuung von Mandant:innen zu unterstützen – zum Beispiel bei der Finanzbuchhaltung, Lohn- und Gehaltsabrechnung sowie bei der Vorbereitung von Steuererklärungen und Jahresabschlüssen. Du arbeitest mit modernen Steuer- und Buchhaltungsprogrammen, kommunizierst mit Mandant:innen und bist auch Ansprechpartner:in für Finanzämter und Behörden.

Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und eröffnet dir vielfältige Karrierechancen – etwa durch Weiterbildungen zur/zum Steuerfachwirt:in, Bilanzbuchhalter:in oder mit weiterer Berufserfahrung bis hin zur Steuerberaterprüfung. Weitere Informationen zur Ausbildung findest du hier im Überblick – klick dich durch:

Steuerfachnagestellte stehen mit Kaffee vor Bildschirm
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Steuerfachnagestellte stehen mit Kaffee vor Bildschirm

Darum lohnt es sich!

  • Attraktives Gehalt: Schon während der Ausbildung erhältst du als Steuerfachangestellte:r eine Ausbildungsvergütung, die je nach Region und Kanzlei unterschiedlich ausfällt. Nach dem Abschluss sind die Verdienstmöglichkeiten im Steuerbereich solide – mit Berufserfahrung und Weiterbildungen steigt das Gehalt meist deutlich.
  • Sicherheit: Steuern, Löhne und Buchhaltung fallen in jedem Unternehmen an. Deshalb sind Steuerfachangestellte dauerhaft gefragt – in Kanzleien genauso wie in Wirtschaftsprüfungs- oder Unternehmensbereichen.
  • Vielfältige Einsatzmöglichkeiten: Du kannst in Steuerberatungskanzleien, bei Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaften oder im Rechnungswesen von Unternehmen arbeiten. Außerdem kannst du dich später auf Bereiche wie Lohn, Finanzbuchhaltung, Jahresabschlüsse oder digitale Buchführung spezialisieren.

Ausbildungsinhalte

Während der Ausbildung lernen angehende Steuerfachangestellte:

  • Finanzbuchhaltungen zu bearbeiten und Belege korrekt zu erfassen
  • Lohn- und Gehaltsabrechnungen vorzubereiten bzw. durchzuführen
  • Steuererklärungen (z. B. Einkommensteuer) vorzubereiten und Unterlagen zusammenzustellen
  • bei der Erstellung von Jahresabschlüssen (z. B. Gewinnermittlung, Bilanz) mitzuwirken
  • Mandant:innen zu betreuen, Unterlagen anzufordern und Rückfragen zu klären
  • mit Steuer- und Buchhaltungssoftware sowie digitalen Beleg- und Dokumentensystemen zu arbeiten
  • steuerliche und rechtliche Grundlagen anzuwenden (z. B. Abgabenordnung, Steuerarten, Fristen)
  • Schriftverkehr mit Finanzämtern und anderen Stellen zu führen und Fristen im Blick zu behalten
Steuerfachangesetllter arbeitet und mit Kollegen
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Steuerfachangesetllter arbeitet und mit Kollegen

Aufgaben

Die Tätigkeiten von Steuerfachangestellten sind vielseitig und verantwortungsvoll:

  • Finanzbuchhaltung: Du kontierst und buchst Belege, pflegst Stammdaten und unterstützt dabei, dass die laufende Buchführung stimmt.
  • Lohn & Gehalt: Du wirkst bei Lohn- und Gehaltsabrechnungen mit, beachtest gesetzliche Vorgaben und hältst Fristen ein.
  • Steuererklärungen vorbereiten: Du sammelst und prüfst Unterlagen, bereitest Steuererklärungen vor und unterstützt bei Anträgen oder Meldungen.
  • Jahresabschlüsse unterstützen: Du hilfst bei der Vorbereitung von Jahresabschlüssen und Auswertungen, z. B. betriebswirtschaftlichen Auswertungen (BWA).
  • Mandantenkontakt & Kommunikation: Du bist Ansprechpartner:in für Mandant:innen, stimmst Rückfragen ab und kommunizierst mit Finanzämtern sowie Behörden.
  • Organisation & Fristen: Du überwachst Termine, stellst Unterlagen zusammen und sorgst dafür, dass Abgaben fristgerecht erledigt werden.
Hand hält Geld vor türkisem Hintergrund
Hand hält Geld vor türkisem Hintergrund

Gehalt

Während der Ausbildung:

Die Ausbildungsvergütung variiert je nach Bundesland, Kanzlei und ggf. Tarifbindung. Durchschnittlich verdienen Auszubildende als Steuerfachangestellte:r:

  • 1. Jahr: ca. 900–1.100 € brutto pro Monat
  • 2. Jahr: ca. 1.000–1.200 € brutto pro Monat
  • 3. Jahr: ca. 1.100–1.300 € brutto pro Monat

Wenn du mir dein Bundesland nennst, kann ich es noch genauer einordnen.

Einstiegsgehalt:

Das Einstiegsgehalt als Steuerfachangestellte:r hängt von verschiedenen Faktoren ab, z. B. Region, Kanzleigröße, Mandantenstruktur, Tariforientierung und deinem Schwerpunkt (z. B. Lohn, Finanzbuchhaltung, Jahresabschluss).

Direkt nach der Ausbildung

  • Einstiegsgehalt: ca. 2.500–3.200 € brutto pro Monat
  • In größeren Kanzleien und Ballungsräumen wird häufig besser bezahlt als in kleinen Kanzleien auf dem Land.

Mit Berufserfahrung

  • Nach einigen Jahren im Beruf liegt das Gehalt häufig bei ca. 3.000–4.000 € brutto pro Monat.
  • Mehr Verantwortung (z. B. eigenständige Mandatsbetreuung, Abschlüsse, Spezialthemen) kann das Gehalt weiter erhöhen.

Mit Weiterbildung

  • Steuerfachwirt:in: ca. 3.800–5.000 € brutto
  • Bilanzbuchhalter:in: ca. 4.000–5.500 € brutto
  • Steuerberater:in (nach entsprechender Berufspraxis/Prüfung): häufig 5.000–8.000 € brutto (je nach Rolle, Kanzlei, Verantwortung; selbstständig teils deutlich mehr)

Berufschancen

Der Beruf Steuerfachangestellte:r bietet sehr gute Perspektiven, weil steuerliche Pflichten, Buchführung und Lohnabrechnungen in jedem Unternehmen anfallen – und qualifizierte Fachkräfte in Kanzleien stark gesucht werden.

  1. Einsatzbereiche:

    • Steuerberatungskanzleien
    • Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften
    • Unternehmen (Rechnungswesen/Finanzbuchhaltung/Lohn)
    • teils auch Verbände oder öffentliche Einrichtungen mit Finanz-/Steuerbezug
  2. Zukunftssicherheit:

    • Steuern und Buchhaltung bleiben dauerhaft relevant – unabhängig von der Branche.
    • Digitalisierung (DATEV, digitale Belege, automatisierte Prozesse) verändert die Arbeit, macht Fachkräfte mit IT-Affinität aber besonders gefragt.
    • Gute Chancen auf Übernahme nach der Ausbildung, vor allem in Regionen mit Fachkräftemangel.
  3. Karrierechancen:

    • Spezialisierung z. B. auf Lohn & Gehalt, Finanzbuchhaltung, Jahresabschlüsse, Einkommensteuer, Umsatzsteuer oder digitales Kanzleimanagement
    • Weiterbildungen: Steuerfachwirt:in, Bilanzbuchhalter:in
    • Langfristig: Steuerberater:in (mit entsprechender Praxis und Prüfung)
    • Entwicklung in Kanzleien z. B. zur Teamleitung oder in die eigenständige Mandatsbetreuung
Steuerfachnagestelter arbeitet am Tisch
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Steuerfachnagestelter arbeitet am Tisch

Das solltest du mitbringen:

Häufig wird ein mittlerer Schulabschluss (Realschule) erwartet, viele Kanzleien stellen auch gern mit (Fach‑)Abitur ein. Mit einem guten Hauptschulabschluss kann es je nach Betrieb ebenfalls klappen – wichtig sind vor allem Motivation und Sorgfalt.

  • Persönliche Stärken:

    • Zahlenverständnis und Freude an strukturiertem Arbeiten
    • Sorgfalt und Genauigkeit (Fehler können schnell teuer werden)
    • Diskretion/Vertrauenswürdigkeit (du arbeitest mit sensiblen Daten)
    • Organisationstalent und Fristen im Blick behalten
    • Kommunikationsfähigkeit (Mandant:innen, Finanzamt, Team)
    • Lernbereitschaft, weil sich Gesetze und Regeln regelmäßig ändern
  • Kenntnisse:

    • Mathematik: für Berechnungen, Auswertungen und sicheres Rechnen
    • Deutsch: für Schriftverkehr, E-Mails, Dokumentation und verständliche Erklärungen
    • Wirtschaft/Recht (hilfreich): Grundverständnis für Unternehmen, Verträge, Steuern
    • IT/Office (sehr hilfreich): Arbeit mit Buchhaltungs- und Steuerprogrammen (z. B. DATEV) und digitalen Belegen

FAQ