Frau vor beleuchtetem Handy mit Notizbuch in der Hand
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Frau vor beleuchtetem Handy mit Notizbuch in der Hand
Welche Profile überzeugen – und welche draußen ble

Social Media im Lebenslauf: Was rein darf, was raus muss

Social Media im Lebenslauf – ja oder nein? Welche Profile reingehören, wie man LinkedIn und Co. angibt und worauf Personaler beim Social-Media-Check achten.

Social Media im Lebenslauf kann eine Bewerbung stärker machen, wenn das Profil zur Stelle passt und professionell wirkt. Ein blinder Link auf jeden Account schadet eher. Recruiter:innen suchen Orientierung: Wer ist diese Person beruflich, was lässt sich belegen, welche Spuren im Netz stützen die Bewerbung?

Dass dieser Blick ins Netz Alltag ist, zeigen die Zahlen. Laut einer Bitkom-Befragung informieren sich rund zwei Drittel der Unternehmen (63 Prozent) in sozialen Netzwerken über Bewerber:innen – 2015 war es erst knapp die Hälfte, 2013 nur ein knappes Viertel. Wenn ohnehin recherchiert wird, ist es klüger, die Suche zu steuern und gezielt das Profil zu verlinken, das von der besten beruflichen Seite zeigt.

Für Schüler:innen, Azubis, Studierende und Berufseinsteiger:innen zählt vor allem Klarheit. Niemand braucht einen perfekten Personal Brand. Gefragt sind ein sauberes Profilbild, passende Inhalte, konsistente Angaben und ein gutes Gefühl dafür, welche privaten Bereiche in einer Bewerbung keinen Platz haben.

 

Arbeitsplatz mit Kaffee, Notizbuch, Handy, Stift und Hand die Blätter hält
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Arbeitsplatz mit Kaffee, Notizbuch, Handy, Stift und Hand die Blätter hält

Welche Social-Media-Profile in den Lebenslauf passen

Nicht jedes Netzwerk erfüllt denselben Zweck. Social Media im Lebenslauf funktioniert am besten, wenn der Kanal zur Branche und zur Stelle passt. Ein GitHub-Profil sagt bei einer Bewerbung als Fachinformatiker:in mehr als ein TikTok-Kanal. Bei Mediengestaltung, Content Creation oder Social Media Management dreht sich die Bewertung um.

LinkedIn und Xing eignen sich für fast jede Bewerbung

LinkedIn und Xing zählen zu den beruflichen Netzwerken. Dort erwarten Recruiter:innen Informationen zu Ausbildung, Studium, Praktika, Jobs, Zertifikaten und Projekten. Ein Link lohnt sich, sobald das Profil gepflegt ist und dieselben Stationen enthält wie der Lebenslauf.

Wichtig sind ein Foto mit neutralem Hintergrund, eine klare Headline und kurze Beschreibungen der Aufgaben. Konkret schlägt vage: „Praktikum im Online-Marketing mit Schwerpunkt Newsletter und Kampagnenreporting“ klingt stärker als „Marketing-Praktikum“. Führt Social Media im Lebenslauf dagegen auf ein leeres Profil, entsteht kein Pluspunkt.

GitHub, Behance und Portfolios zählen als harte Belege

Für IT, Design, Medien und kreative Berufe ersetzen Portfolios lange Erklärungen. GitHub zeigt Code, Dokumentation und Projektlogik. Behance oder eine eigene Portfolioseite zeigen Stil, Konzept, Umsetzung und Entwicklung. Solche Profile liefern Recruiter:innen einen schnellen Eindruck vom Können.

Statt einer Sammlung unfertiger Tests gehören die besten Arbeiten nach vorne. Drei saubere Projekte schlagen zwanzig halbgare Experimente. Eine kurze Einordnung der eigenen Rolle hilft: Teamprojekt, Uni-Aufgabe, Kundenarbeit oder privates Lernprojekt – diese Angabe schützt vor falschen Erwartungen.

Instagram, TikTok und YouTube passen bei Content-Berufen

Instagram, TikTok und YouTube gehören in die Bewerbung, wenn dort Fähigkeiten sichtbar werden, die zur Stelle passen. Das gilt für Content Creation, Social Media Management, Videoproduktion, Moderation, Grafik, Fotografie, Community Management oder Personal Branding.

Private Accounts müssen in der Regel nicht angegeben werden. Ein öffentlicher Fachaccount mit Reels, Kampagnenideen, Designserien oder Erklärvideos kann dagegen viel leisten. Social Media im Lebenslauf wirkt hier wie eine Arbeitsprobe. Im Lebenslauf nennt man am besten den Kanal und den fachlichen Schwerpunkt: „TikTok-Kanal zu Finanzbildung, Skript, Schnitt und Community-Management in Eigenregie“.

Facebook, Snapchat und private Accounts bleiben außen vor

Private Profile haben im Lebenslauf wenig verloren. Partybilder, Familienposts, alte Kommentare oder Insider-Memes erklären Recruiter:innen nicht, warum jemand zur Stelle passt. Das Privatleben muss für eine Bewerbung nicht geöffnet werden.

Ein Blick auf die Privatsphäre-Einstellungen lohnt sich trotzdem. Arbeitgeber:innen dürfen beruflich relevante öffentliche Informationen berücksichtigen; bei privaten Profilbereichen und verdeckten Recherchen gelten enge datenschutzrechtliche Grenzen. Praktisch heißt das: berufliche Profile sauber pflegen, private Räume bewusst schützen. (roedl.de)

Wann Social Media im Lebenslauf besser wegbleibt

Ein Link erzeugt Erwartung. Wer klickt, sucht einen Nutzen. Liegt das Profil seit 2021 brach, wirkt unfertig oder verbindet inhaltlich nichts mit der Stelle, kostet es nur Aufmerksamkeit. Social Media im Lebenslauf hat keinen Bonuswert, weil der Begriff modern klingt.

Profile bleiben besser weg, wenn einer dieser Punkte zutrifft:

  • Das Profil enthält keine beruflich relevanten Inhalte.
  • Der letzte Beitrag ist alt und ohne Kontext.
  • Die Angaben widersprechen dem Lebenslauf.
  • Der Nutzername wirkt unseriös oder schwer verständlich.
  • Der Account enthält Diskussionen, die man im Bewerbungsgespräch ungern erklärt.
  • Über markierte Inhalte, Kommentare oder öffentliche Bilder besteht keine Kontrolle.

Gerade am Anfang der Karriere fehlt häufig Berufserfahrung. Das ist normal. Ein mittelmäßiger Social-Link gleicht diese Lücke nicht aus. Besser ist ein sauber aufgebauter Lebenslauf, der Praktika, Schulprojekte, Nebenjobs und Ehrenamt klar unterbringt. Unterstützung dazu bietet der bigKARRIERE-Guide zur Bewerbung fürs Praktikum trotz wenig Erfahrung.

So platziert man Social Media im Lebenslauf richtig

Social Media im Lebenslauf braucht einen festen Platz. Versteckte Links im Fließtext, QR-Codes ohne Erklärung oder lange URL-Ketten wirken unruhig. Recruiter:innen scannen Unterlagen schnell – sie brauchen eine klare Spur.

Im Kopfbereich: gut für LinkedIn, Xing und Portfolio

Der Kopfbereich eignet sich für berufliche Profile. Dort stehen Name, Ort, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und passende Links. Links gehören lesbar gekürzt, mit sauberen Profilnamen, und jeder Link sollte in der PDF-Datei geprüft sein.

Beispiel:

  • LinkedIn: linkedin.com/in/vorname-nachname
  • Portfolio: vorname-nachname.de
  • GitHub: github.com/nutzername

Ein QR-Code passt bei einer Designbewerbung oder einem Portfolio. Er braucht einen Text daneben, etwa „Portfolio mit Arbeitsproben“. Ohne Erklärung wirkt er wie Deko.

Im Abschnitt Kenntnisse: gut für echte Social-Media-Skills

Echte Social-Media-Kenntnisse gehören in den Kompetenzbereich. Dabei sollte man Plattformnutzung von beruflicher Kompetenz trennen. „Ich nutze Instagram täglich“ reicht nicht. „Redaktionsplanung, Reels-Schnitt, Community-Moderation, Meta Business Suite“ klingt verwertbar.

Social Media im Lebenslauf bekommt Gewicht, wenn Tools, Aufgaben und Ergebnisse genannt werden. Beispiel: „Instagram-Kanal für Schulprojekt betreut: Redaktionsplan, Canva-Designs, Auswertung der Reichweite“. Wer die weiteren Kompetenzen strukturieren will, findet Hilfe im Artikel zu Sprachleveln und Kompetenzen im Lebenslauf.

Zwei Mädels an einem Tisch mit Büchern und einem Laptop, linke ist am Handy, rechte macht Notizen
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Zwei Mädels an einem Tisch mit Büchern und einem Laptop, linke ist am Handy, rechte macht Notizen

Bei Projekten: stark für Berufseinsteiger:innen

Projektarbeit gibt dem Profil Substanz. Ein Verein, der auf Instagram betreut wurde? Ein YouTube-Kanal für Tutorials? Posts für die Schülerzeitung? Das gehört als Projekt in den Lebenslauf, wenn es zur Stelle passt.

Knapp formuliert:

  • Projekt: Instagram-Auftritt für Abiball-Team
  • Aufgaben: Content-Planung, Canva-Design, Abstimmung mit Sponsor:innen
  • Ergebnis: Ticketinfos, Ablauf und Sponsoring sichtbar kommuniziert

Das klingt glaubwürdiger als ein allgemeiner Skill-Block. Social Media im Lebenslauf lebt von Belegen.

Social-Media-Kenntnisse im Lebenslauf: So formuliert man sie

Viele Bewerber:innen schreiben „Social Media“ unter Kenntnisse und hoffen, dass Recruiter:innen den Rest erraten. Genau dort entsteht Schwäche. Social Media im Lebenslauf braucht konkrete Begriffe. Plattformen, Tools und Aufgaben zeigen, was wirklich dahintersteckt.

 

Gute Formulierungen für Einsteiger:innen

Diese Beispiele lassen sich anpassen:

  • Instagram und TikTok: Content-Ideen, einfache Videobearbeitung, Postingplanung
  • Canva: Gestaltung von Social-Media-Grafiken für Schulprojekt und Verein
  • Meta Business Suite: Planung und Auswertung organischer Beiträge
  • Community Management: Beantwortung von Kommentaren nach vorher abgestimmten Leitlinien
  • LinkedIn: Pflege eines beruflichen Profils, Vernetzung mit Branchenkontakten

Für eine Ausbildung, ein duales Studium oder ein Praktikum reichen erste Erfahrungen. Übertreibungen fallen im Gespräch schnell auf – ehrlich und konkret schlägt großspurig.

Starke Formulierungen für Marketing, Medien und Kommunikation

Bei einer Stelle im Marketing braucht es mehr Tiefe: Content-Formate, Zielgruppen, Tools und Auswertung. Social Media im Lebenslauf kann hier den Unterschied zwischen „interessiert“ und „einsatzbereit“ markieren.

  • Redaktionsplanung für Instagram und LinkedIn, inklusive Themenrecherche und Postingkalender
  • Erstellung kurzer Videoformate für TikTok und Reels mit CapCut
  • Auswertung organischer Kennzahlen wie Reichweite, Interaktionen und Speicherungen
  • Bild- und Textproduktion für Kampagnen im Hochschulprojekt
  • Grundkenntnisse in Meta Business Suite, Canva und Creator Studio

Wer sich für Jobs in diesem Bereich interessiert, findet bei bigKARRIERE einen Überblick, welche Berufe mit Marketing für Berufseinsteiger:innen infrage kommen.

Was Recruiter:innen auf den Profilen prüfen

Recruiter:innen suchen selten nach Perfektion. Sie prüfen, ob die Angaben zusammenpassen. Nennt der Lebenslauf ein Praktikum im Marketing und beschreibt das LinkedIn-Profil denselben Zeitraum anders, entsteht eine Rückfrage. Kleine Abweichungen wirken nicht dramatisch, Widersprüche schon.

Der Fokus liegt klar auf dem Beruflichen: Laut Bitkom achten rund acht von zehn Personaler:innen besonders auf die fachliche Qualifikation, zwei Drittel auf Äußerungen zu Fachthemen. Angeschaut werden vor allem berufliche Plattformen wie LinkedIn und Xing (53 Prozent), seltener private Netzwerke. Dass der Auftritt zählt, zeigt eine weitere Zahl: Rund jede:r vierte Personalverantwortliche, der Profile prüft, hat schon einmal jemanden wegen einzelner Einträge nicht in die engere Wahl genommen. (bitkom.org)

Viele Arbeitgeber:innen schauen öffentliche berufliche Profile an, um Lebenslaufangaben einzuordnen und einen Eindruck von Professionalität zu gewinnen. Karriereportale weisen Bewerber:innen deshalb regelmäßig darauf hin, die Social-Media-Profile vor der Jobsuche zu prüfen. (stepstone.de)

 

 

Profilbild, Ton und Aktualität zählen sofort

Ein gutes Profilbild muss kein Studiofoto sein. Helles Licht, ruhiger Hintergrund, freundlicher Blick reichen. Gruppenbilder, Filter und Ausschnitte aus Partynächten bleiben besser draußen.

Der Ton der öffentlichen Beiträge zählt mit. Fachliche Meinungen, Projektposts und reflektierte Kommentare stärken das Bild. Beleidigungen, extreme Provokationen oder respektlose Diskussionen schaden – unabhängig von der Branche.

Lebenslauf und Social Media müssen zusammenpassen

Social Media im Lebenslauf führt Recruiter:innen zu Zusatzinfos. Diese müssen die Bewerbung stützen. Ausbildungszeiten, Studiengänge, Praktika, Jobtitel und Skills gehören synchron gepflegt.

Vor dem Versand lohnt sich ein Check:

  • Stimmen die Zeiträume im Lebenslauf und auf LinkedIn überein?
  • Nutzen die Profile denselben Namen?
  • Führen die Links in der PDF-Datei zum richtigen Ziel?
  • Gibt es veraltete Jobtitel oder falsche Ortsangaben?
  • Passt das Profilbild zur Branche?

Beim Finalisieren des Lebenslaufs lohnt sich auch die Formfrage. Der Beitrag zur Unterschrift im Lebenslauf hilft bei einer sauberen Abschlussversion.

Private Inhalte schützen: der schnelle Profilcheck vor der Bewerbung

Bevor Social Media im Lebenslauf verlinkt wird, empfiehlt sich ein Mini-Audit. Am besten öffnet man die Profile in einem privaten Browserfenster oder bittet eine vertraute Person, das Profil ohne Login zu prüfen. So wird sichtbar, was fremde Personen sehen.

Die 10-Minuten-Checkliste für die eigenen Accounts

  • Den eigenen Namen mit Stadt, Schule, Hochschule oder Ausbildungsbetrieb googeln.
  • Bildergebnisse und alte Profile prüfen.
  • Private Accounts auf eingeschränkte Sichtbarkeit setzen.
  • Öffentliche Markierungen entfernen, die unangenehm sind.
  • LinkedIn, Xing, Portfolio und GitHub aktualisieren.
  • Alte Bios mit Insiderwitzen oder unklaren Sprüchen streichen.
  • Alle Links im PDF-Lebenslauf testen.
  • Eine seriöse E-Mail-Adresse nutzen.
  • Zeiträume mit Zeugnissen und Praktikumsnachweisen vergleichen.
  • Die Bewerbung als PDF speichern, damit Links klickbar bleiben.

Social Media im Lebenslauf gewinnt, wenn der Online-Auftritt aufgeräumt wirkt. Das heißt nicht glattgebügelt. Authentizität bleibt ein Plus, solange sie beruflich anschlussfähig ist. Für diese Balance lohnt sich der bigKARRIERE-Text zu Authentizität im Job.

Typische Fehler bei Social Media im Lebenslauf

Viele Fehler entstehen aus Unsicherheit. Aus dem Wunsch, modern zu wirken, landen Links im Lebenslauf, die keine Aufgabe erfüllen. Genau das verwässert den Eindruck.

 

Fehler 1: Zu viele Profile angeben

Drei gute Links reichen fast immer: LinkedIn, Portfolio, ein fachlicher Kanal. Mehr Auswahl bringt selten mehr Nutzen. Social Media im Lebenslauf darf keine Linkliste ohne Richtung sein.

Fehler 2: Private Inhalte als berufliche Referenz verkaufen

Ein privater Instagram-Account mit schöner Ästhetik ersetzt kein Portfolio. Wer Fotografie, Design oder Content zeigen will, legt einen separaten Account an oder erstellt eine Portfolioseite. So bleibt der Kontext steuerbar.

Fehler 3: Skills ohne Nachweis nennen

„Social-Media-Profi“ klingt für Berufseinsteiger:innen überzogen. Besser ist es, die konkreten Aufgaben zu benennen. Wer CapCut, Canva, Redaktionspläne und Auswertung nennt, wirkt glaubwürdiger.

Fehler 4: Links vor dem Versand nicht testen

Ein kaputter Link kostet Vertrauen. Die finale PDF-Datei öffnen und jede Verlinkung anklicken – auch auf dem Smartphone. Viele Recruiter:innen lesen Bewerbungen mobil oder leiten Unterlagen intern weiter.

Wenn als nächster Schritt ein Gespräch ansteht, lohnt sich die Vorbereitung auf Rückfragen zu den eigenen Profilen. Der bigKARRIERE-Ratgeber zu häufigen Fragen im Bewerbungsgespräch hilft beim Üben.

Social Media im Lebenslauf bei Ausbildung, Studium und erstem Job

Bei Berufseinsteiger:innen bewerten Arbeitgeber:innen Potenzial, Lernbereitschaft und Auftreten. Social Media im Lebenslauf kann zeigen, dass sich jemand mit einer Branche beschäftigt, Projekte anstößt und digitale Werkzeuge versteht.

Für Schüler:innen und Azubis

Große Reichweite ist nicht nötig. Ein kleines Projekt reicht, wenn es zur Ausbildung passt. Für Kaufleute für Marketingkommunikation kann ein Schulprojekt auf Instagram passen. Für Fachinformatiker:innen zählt eher GitHub. Für Mediengestaltung helfen Arbeitsproben.

Wer die eigenen Stärken vor der Bewerbung sortieren will, findet Orientierung im bigKARRIERE-Guide zum Thema berufliche Stärken erkennen.

Für Studierende

Studierende nutzen Social Media im Lebenslauf oft für Projekte, Hochschulinitiativen, Nebenjobs oder Werkstudent:innenstellen. Ein LinkedIn-Profil mit Projekten, Tools und Kursen hilft beim Einstieg. Bei wissenschaftlichen oder technischen Studiengängen passen GitHub, ResearchGate, Portfolioseiten oder Projektwebsites.

Wer neben dem Studium arbeitet, sollte darauf achten, dass die Rollen sauber getrennt bleiben. Die Unterschiede zwischen den Arbeitsmodellen erklärt bigKARRIERE im Beitrag Werkstudent:in vs. Teilzeit.

Für den ersten festen Job

Beim Berufseinstieg zählt das Profil stärker, wenn es als berufliche Visitenkarte genutzt wird. Stationen aktualisieren, Zertifikate ergänzen, Projekte beschreiben und sich mit Menschen aus der Branche vernetzen. Social Media im Lebenslauf wirkt reifer, sobald das Profil mehr liefert als Kontaktdaten.

So wird das Profil bewerbungstauglich

Ein gutes Profil beantwortet drei Fragen: Was macht diese Person? Was kann sie? Wofür interessiert sie sich beruflich? Finden Recruiter:innen diese Antworten in 30 Sekunden, erfüllt das Profil seinen Zweck.

Die Profil-Bio als kurzer Pitch

Die Bio liest sich am besten wie ein knapper Satz im Bewerbungsgespräch. Kein Sprüchefeuerwerk, keine Emoji-Kette. Beispiel: „Mediengestaltungs-Azubi mit Fokus auf Layout, Kurzvideo und Social Content.“ Oder: „BWL-Studentin mit Interesse an HR, Recruiting und Employer Branding.“

Social Media im Lebenslauf braucht diese Klarheit, weil der Link sonst ins Leere führt. Eine gute Bio lenkt den Blick auf die Themen, die zur Bewerbung passen.

Beiträge ordnen und Highlights nutzen

Bei Instagram, TikTok und YouTube helfen angepinnte Beiträge, Playlists oder Highlights. Die stärksten Arbeiten gehören nach vorne, jeweils mit Projektkontext, Tool und Aufgabe. Recruiter:innen wollen verstehen, welcher Anteil selbst geleistet wurde.

Bei LinkedIn lassen sich Beiträge, Zertifikate und Projekte hervorheben. Bei GitHub hilft eine Readme-Datei mit kurzer Erklärung. Bei Behance zählt eine saubere Projektbeschreibung.

Wann ein eigener Social-Media-Lebenslauf sinnvoll ist

Ein Social-Media-Lebenslauf meint keine Kopie des Lebenslaufs als Instagram-Post. Gemeint ist ein Profil, das den beruflichen Weg, die Projekte und die Fähigkeiten sichtbar macht. Für kreative und digitale Berufe kann das stark sein.

Für klassische Bewerbungen bleibt der PDF-Lebenslauf das Zentrum. Social Media im Lebenslauf ergänzt ihn. Der Lebenslauf liefert Struktur, das Profil liefert Belege. Diese Reihenfolge schützt vor Spielerei.

Wer mit Videoformaten arbeiten will, für den kann eine zusätzliche Videobewerbung passen. bigKARRIERE zeigt, wie sich eine Videobewerbung professionell aufbauen lässt.

Der beste Weg: wenige Links, starke Aussage

Social Media im Lebenslauf lohnt sich, wenn es eine Frage beantwortet, die Recruiter:innen ohnehin haben: Kann diese Person die genannten Fähigkeiten praktisch einsetzen? Ein gepflegtes Profil liefert dafür einen schnellen Beleg.

Links wählt man wie Anlagen in der Bewerbung. Was keinen Nachweis liefert, fliegt raus. Was die Eignung erklärt, bekommt Platz. So bleibt der Lebenslauf klar, modern und glaubwürdig.

Wer die Bewerbung rund machen will, kombiniert einen sauberen Lebenslauf mit passenden Profilen, einem starken Anschreiben und guter Gesprächsvorbereitung. Für die nächsten Schritte gibt es bei bigKARRIERE praktische Hilfe zum Motivationsschreiben für die Ausbildung, zum Einstellungstest in der Ausbildung und zu guten Fragen im Bewerbungsgespräch.

  • Welche Berufsbezeichnung gibt es für Social Media?

    Welche Berufsbezeichnung gibt es für Social Media?

    Gängige Berufsbezeichnungen lauten Social Media Manager:in, Content Creator:in, Community Manager:in, Online-Marketing-Manager:in, Influencer-Marketing-Manager:in oder Performance-Marketing-Manager:in. Für Social Media im Lebenslauf zählt die konkrete Aufgabe stärker als der Titel – am besten nennt man Plattformen, Tools und Projekte.

  • Was muss man nicht im Lebenslauf angeben?

    Was muss man nicht im Lebenslauf angeben?

    Private Social-Media-Profile, Familienstand, Religion, politische Haltung und sehr persönliche Interessen gehören in der Regel nicht in den Lebenslauf. Social Media im Lebenslauf passt nur, wenn der Account berufliche Relevanz hat oder Arbeitsproben enthält.

  • Was gehört in einen Lebenslauf für Social Media?

    Was gehört in einen Lebenslauf für Social Media?

    Ein Lebenslauf für Social Media braucht relevante Plattformkenntnisse, Tools, Projekte, Arbeitsproben und messbare Erfahrungen. Instagram, TikTok, LinkedIn, Canva, CapCut, Meta Business Suite oder Analyse-Tools nennt man nur, wenn man damit gearbeitet hat. Ein Portfolio-Link stärkt die Bewerbung.

  • Wie gibt man Social-Media-Kenntnisse im Lebenslauf an?

    Wie gibt man Social-Media-Kenntnisse im Lebenslauf an?

    Social-Media-Kenntnisse stehen im Abschnitt „Kenntnisse“, „Projekte“ oder „Berufserfahrung“. Die Formulierung sollte konkret sein: „Redaktionsplanung für Instagram“, „Kurzvideoschnitt mit CapCut“ oder „Auswertung organischer Reichweite“. So wirkt Social Media im Lebenslauf fachlich statt beliebig.

  • Gehört TikTok in den Lebenslauf?

    Gehört TikTok in den Lebenslauf?

    TikTok gehört in den Lebenslauf, wenn der Account beruflich relevante Inhalte zeigt oder die Bewerbung in Richtung Content, Marketing, Medien, Recruiting oder Kommunikation geht. Ein privater TikTok-Account ohne Bezug zur Stelle bleibt draußen.

  • Kann ein schlechtes Social-Media-Profil eine Bewerbung ruinieren?

    Kann ein schlechtes Social-Media-Profil eine Bewerbung ruinieren?

    Ein öffentlich sichtbares Profil mit beleidigenden, widersprüchlichen oder unseriösen Inhalten kann dem Eindruck schaden. Deshalb sollte man vor jeder Bewerbung die öffentlichen Accounts prüfen. Social Media im Lebenslauf setzt man nur ein, wenn der Link die Bewerbung stärkt.