So lasst ihr euch Gelerntes anrechnen

Ausbildung verkürzen

Bild Ausbildung verkürzen

So lasst ihr euch Gelerntes anrechnen

Ausbildung verkürzen

Eine Berufsausbildung zieht sich oft sehr lange hin, denn drei Jahre sind nun mal kein Pappenstiel. Und was sollen z.B. Anwärter für den Beruf Heilerziehungspfleger/-in sagen? Hier beträgt die Lehrzeit volle vier Jahre. Doch wer in seinem Job irgendwann mal etwas reißen möchte, muss das Handwerk beherrschen. Denn besonders in der Berufswelt heißt es nicht umsonst: Wer fliegen will, muss erst einmal laufen lernen. Dennoch taucht immer wieder die Frage auf, ob sich eine Ausbildung verkürzen lässt. Und das ist tatsächlich möglich. Allerdings muss man hierfür einige wichtige Voraussetzungen erfüllen.

Eine hohe Lernfähigkeit und Hochschulreife verkürzen die Lehrzeit
Wenn ihr eure Ausbildung verkürzen lassen möchtet, dann müsst ihr einiges vorweisen können. Auch eine höhere Schulbildung wie ein Abitur/Fachhochschulreife kann euch bis zu 12 Monate der Lehrzeit ersparen. Das Gleiche gilt für den Fall, dass dies bereits eure zweite Ausbildung ist. Auch hier sieht der Gesetzgeber vor, dass dieses Engagement mit einer um ein Jahr verkürzten Lehrzeit belohnt werden muss. Eine Verkürzung der Ausbildung wird in der Regel auch gewährt, wenn ihr als Lehrling überdurchschnittliche Leistungen erbringt und schneller den Durchblick habt als andere Azubis. Ob und um wie viel die Lehrzeit verkürzt wird, ist in diesem Fall jedoch allein dem Arbeitgeber überlassen.

 

Ausbildungszeit verkürzen/ Foto: Sonja Langford / Unsplash

Ausbildungszeit verkürzen/ Foto: Aron Visulas

 

Mit bereits Erlerntem die Ausbildung verkürzen
Ihr könnt keine der bereits erwähnten Voraussetzungen erfüllen, konntet jedoch bereits jede Menge Erfahrung in dem Beruf sammeln. Auch dann kann man sich die Ausbildung verkürzen lassen. Wichtig sind hier natürlich lückenlose Nachweise über das bereits Erlernte, denn sonst könnte ja jeder behaupten, in bestimmten Bereichen bereits erfahren zu sein. Hier ist jedoch euer Verhandlungsgeschick gefragt, denn darüber, wie sehr die einzelnen Erfahrungen ins Gewicht fallen, entscheidet natürlich der Ausbilder. Doch Vorsicht, das Spiel läuft auch andersherum. So kann die Ausbildung verlängert werden, wenn der Azubi längere Zeit krank war oder er nach Meinung des Ausbilders einfach noch nicht genügend gelernt hat. Aber Letzteres wäre ja quasi ein Eigentor und kommt wohl eher selten vor.

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