Chill mal!

Entspannungstechniken im Vergleich

Foto: carl barcelo / unsplash
Foto: carl barcelo / unsplash

Entspann dich! Chill mal! Und komm doch endlich runter. Vielleicht habt ihr diese oder ähnliche Sätze schon häufiger gehört. Vielleicht sagt ihr das auch manchmal zu euch selbst. Aber die Sache mit dem Abschalten und Runterkommen ist leichter gesagt als getan. Unser Alltag ist stressig, vollgepackt mit Terminen, Aufgaben und der tägliche Druck führt bei vielen Menschen zu chronischem Stress. Chronischer Stress kann krank machen und sich negativ auf Körper und Psyche auswirken. Stundenlanges Fernsehen, Zocken und Schokolade haben euch nicht die gewünschte Entspannung gebracht? Dann solltet ihr es mal mit einer Entspannungstechnik versuchen. Wir stellen euch verschiedene Entspannungstechniken im Vergleich vor.

Entspannungstechniken im Vergleich - warum sollte ich mich entspannen?

Viele können sich heute nicht mehr richtig entspannen. Natürlich kann man sich faul ins Bett legen oder ein Buch lesen und für viele mag das entspannend sein, aber sich bewusst zu entspannen, das fällt vielen Menschen heute schwer. Wir können Stille und Ruhe kaum ertragen und unser Gehirn dreht dann erst so richtig auf. Regelmäßige Entspannungsphasen sind jedoch wichtig für die körperliche und seelische Gesundheit. Chronischer Stress kann unter anderem zu folgenden Problemen führen:

  • Verdauungs- und Stoffwechselprobleme
  • Verspannungen
  • Erhöhter Puls
  • Erhöhter Blutdruck
  • Hautprobleme
  • Schlafstörungen
  • Schmerzen
  • Angstzustände
  • Burnout
  • Nervosität
  • Essstörungen
  • Depressionen
  • Innere Unruhe

Wenn ihr euch bewusst Zeit nehmt, um euch regelmäßig zu entspannen, kann sich das auf vielfache Weise positiv auf Körper und Seele auswirken. Die verschiedenen Entspannungstechniken können diese Vorteile haben:

  • Eure Atmung normalisiert sich
  • Puls und Blutdruck werden gesenkt
  • Anspannung in den Muskeln wird reduziert
  • Das Immunsystem wird gestärkt

Ihr fühlt euch durch die regelmäßige Entspannung vielleicht ausgeglichener, innerlich ruhiger und gelassener. Entspannung kann sich positiv auf eure Kreativität, eure Gedächtnisleistung sowie eure Konzentrations- und Problemlösefähigkeit auswirken. Das sind doch einige Gründe, um sich die verschiedenen Entspannungstechniken im Vergleich anzuschauen.

 

Entspannungstechniken gibt es viele. Wir stellen ein paar vor. / Foto: fabian moller / unsplash

Entspannungstechniken gibt es viele. Wir stellen ein paar vor. / Foto: fabian moller / unsplash

Entspannungstechniken im Vergleich - körperliche Aktivität

Wenn ihr entspannen möchtet, heißt das nicht, dass ihr stillsitzen und euch im Lotussitz in Trance schaukeln sollt. Vielleicht gehört ihr zu den Menschen, die Anspannung und Stress durch körperliche Bewegung abbauen müssen. Sport und insbesondere Ausdauersport können ebenfalls zu den Entspannungstechniken gezählt werden. Durch die Bewegung wird der Stoffwechsel angeregt und die durch Stress ausgeschütteten Hormone können schneller abgebaut werden. Wichtig ist hier, dass ihr nicht bis zum Umfallen trainieren solltet. Leistungssport und zu hartes Training können den Körper zusätzlich in den Stressmodus versetzen. Betrachtet man die verschiedenen Entspannungstechniken im Vergleich, stellt man schnell fest, dass es zu aktiver Bewegung auch ruhigere Alternativen gibt.

Yoga - Bewegung und Entspannung in einem

Mit Yoga verbindet ihr euren Drang zur Bewegung mit einer Entspannungstechnik. Yoga stammt aus Indien und gehört dort zu den klassischen philosophischen Lehren. Es gibt viele verschiedene Arten, Yoga zu praktizieren. Je nach Art des Yoga stehen körperliche Übungen, Meditationen oder spirituelle Lehren im Mittelpunkt. Hierzulande wird häufig das körperlich betonte Yoga, das sogenannte Hatha Yoga, betrieben. Beim Hatha Yoga soll das Gleichgewicht zwischen Körper und Geist durch Atemübungen, Meditation und vor allem körperliche Übungen gefördert werden.

Progressive Muskelentspannung - Entspannung durch bewusste Anspannung

Bei der progressiven Muskelentspannung geht es darum, bestimmte Muskelgruppen anzuspannen und anschließend wieder lockerzulassen. Dadurch kommt es zu einem Gefühl der Entspannung. Durch diese Methode können muskuläre Verspannungen gelöst werden. Auch seelische Anspannung wird dadurch verringert. Progressive Muskelentspannung kann euch helfen, eure Körperwahrnehmung zu verbessern und zu innerer Ruhe zu finden.

Autogenes Training - Entspannung überall

Wenn ihr das autogene Training beherrscht, könnt ihr euch immer und überall entspannen. Allerdings müsst ihr zunächst einmal Ausdauer beweisen. Autogenes Training braucht Zeit und muss regelmäßig geübt werden. Das heißt, ihr könnt damit nicht erst kurz vor akuten Stresssituationen beginnen. Ihr lernt beim autogenen Training, euch selbst mit Autosuggestionen zu beeinflussen. Ihr stellt euch beispielsweise vor, dass euer Arm ganz schwer wird. Betrachtet man Entspannungstechniken im Vergleich, so ist das autogene Training und dessen positive Wirkung gut erforscht. Autogenes Training kann den Blutdruck senken und die Konzentrationsfähigkeit fördern.

TRE - Tension Releasing Exercises

Tension Releasing Exercises (kurz TRE) sind Entspannungsübungen, die dazu führen, dass der Körper beziehungsweise einzelne Muskelgruppen zum Zittern, Schütteln oder Vibrieren gebracht werden. Der Körper kann durch diese Bewegungen Spannungen abbauen. Man kennt dieses Zittern nach großer Anspannung auch aus der Tierwelt. TRE wurde entwickelt, um Menschen mit Traumata, in Krisengebieten und nach Militäreinsätzen zu helfen. TRE gilt als leicht erlernbar.

Fazit

Wenn ihr euch die verschiedenen Entspannungstechniken im Vergleich anschaut, so gilt für alle, dass ihr diese am besten unter fachkundiger Anleitung lernt. Es gibt zahlreiche Anbieter von Kursen. Ihr könnt euch bei eurer Krankenkasse oder Volkshochschule informieren. Abgehalten werden die Kurse in der Regel von Ärzten, Heilpraktikern, Psychologen oder speziell geschulten Trainern. Sagt euch eine Entspannungstechnik nicht sofort zu, solltet ihr dennoch etwas dranbleiben, der Erfolg stellt sich zumeist erst mit etwas Übung ein.

 

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