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Wie ihr mit Selbstcoaching eure Karriere rockt

Bild Wie ihr mit Selbstcoaching eure Karriere rockt

Ihr wollt Blockaden überwinden und Potenziale ausschöpfen - nur mit dem Gang zu einem Coaching-Profi hadert ihr? No big deal, you can coach yourself! Wir zeigen euch, wie das Selbstcoaching funktioniert!

Coaching boomt

In den zurückliegenden Jahrzehnten hat sich unsere Lebensweise stark verändert. War es für die Generation eurer Eltern noch normal, ein Leben lang an einem Ort zu wohnen und Jahrzehnte bei einem Arbeitgeber zu verbringen, ist es für euch aus der Gen Z und Gen Y selbstverständlich, mehrfach umzuziehen, regelmäßig den Arbeitgeber zu wechseln, auch mal beruflich umzusatteln oder ein eigenes Ding zu drehen. Kurzum: Ihr wollt und habt viel mehr Optionen und euer berufliches Leben ist ständig Veränderungen unterworfen. So häufig Entscheidungen treffen und die Weichen neu stellen zu müssen, ist nicht immer leicht. Ein Coaching kann helfen, wenn der berufliche Weg im Dickicht versinkt. Doch ein professioneller Coach ist nicht die einzige Option, ihr könnt euch auch selbst coachen.

Was ist Selbstcoaching?

Hinter Selbstcoaching steckt die Idee, dass Menschen auch ohne die Anleitung von einem ausgebildeten Coach, aber mithilfe von bewährten Coaching-Tools und Techniken, selbstständig die gleichen Effekte erzielen können. Also das im Rahmen des Selbstcoachings beispielsweise Ziele formuliert, Lösungsstrategien entwickelt, Ängste oder Blockaden überwunden, Perspektiven gewechselt oder Selbstvertrauen gestärkt werden können. Wie Coaching in Begleitung von einem Coach eignet sich auch das Selbstcoaching dazu, um berufliche Entwicklungen zu planen, Konflikte zu lösen oder die eigene Persönlichkeit weiterzuentwickeln.

Aber es gibt auch Kritiker. Sie vertreten die Meinung, dass die für ein erfolgreiches Coaching unabdingbare Analyse und Optimierung nicht ohne Zutun von Außen gelingen kann. Kritiker sehen den Coach als notwendigen Sparringpartner, der Impulse liefert.

 

Coach yourself - Wie ihr mit Selbstcoaching eure Karriere rockt / Foto: devin edwards jmmxkl / unsplash

Coach yourself - Wie ihr mit Selbstcoaching eure Karriere rockt / Foto: devin edwards jmmxkl / unsplash

Vorteile vs. Nachteile: Selbstcoaching

Der Coaching-Markt ist für Außenstehende nicht unbedingt überschaubar, und selbst wenn man einen guten Coach identifiziert hat, können Kosten und Entfernung abschreckend wirken - speziell für Berufseinsteiger, Studenten und Schüler. Denn ein Coaching ist in der Regel nicht preiswert - und muss aus eigener Tasche bezahlt werden. Ein weiterer Aspekt, der gegen einen Besuch beim Coach sprechen kann, ist dass sich nicht jeder Mensch darauf einlassen kann. Vor allem, wenn es um intimere Dinge geht, kann es attraktiver wirken, es mit dem Selbstcoaching zu probieren.

Auf der Seite der Nachteile steht, dass ein Coach immer eine andere Perspektive hat, sie oder er kann auch mal unbequeme Fragen stellen und Feedback geben. Als außenstehende, emotional nicht involvierte Person kann ein Coach auf blinde Flecken hinweisen und so eingefahrene Sichtweisen aufbrechen. Auch bei Bewerbungen kann ein Coach helfen, wenn es bislang noch nicht geklappt hat.

 

Coacht man sich selbst, ist dies um ein Vielfaches schwerer und eine Auseinandersetzung mit unbequemen Dingen findet nicht statt, wenn man es nicht will. In anderen Worten: Es ist leichter, sich selbst zu besche*ßen. Ein weiterer Minuspunkt ist, dass es Zeit erfordert, sich mit Tools und Techniken vertraut zu machen, ehe man sie anwenden kann. Diese können zwar auch kostenfrei aus dem Internet zusammengesammelt werden, strukturierte Selbstcoachingmaterialien, wie Bücher, Online-Kurse oder Seminare, sind hingegen nicht kostenlos.

Wie funktioniert Selbstcoaching?

Beim Selbstcoaching gilt es, sich selbst die schweren Fragen zu stellen - und sie ernsthaft und ehrlich zu beantworten. Natürlich soll es dabei konstruktiv zugehen, schließlich ist Optimierung das Ziel. Für die berufliche Entwicklung können folgende Fragen erhellend wirken.

Was motiviert euch?

Welche Tätigkeiten liegen euch, was fällt euch leicht?
Was fällt euch schwer? Wo habt ihr Schwierigkeiten?
Wie geht ihr mit euren Schwächen (Beispiel: Nervosität) um?
Wie wollt ihr arbeiten? Welchen Anteil soll euer Beruf einnehmen?
Wie erfüllend ist eure aktuelle Tätigkeit?
Was überwiegt, die positiven oder die negativen Momente?
Wie geht ihr mit Problemen um?
Wie gut arbeitet ihr im Team? Wie könntet ihr besser im Team arbeiten?
Wie könntet ihr euch beruflich mehr einbringen?
Wie könnt ihr euch weiterbilden?
Wer unterstützt euch?

Strukturierte Selbstcoachingmaterialien führen euch durch eine Menge vergleichbarer Fragen oder sehen vor, dass ihr bestimmte Aufgaben erfüllt, um mehr Antworten über euch selbst herauszufinden.

Fazit

Glückwunsch! Ihr habt bereits den wichtigsten Schritt getan, denn ihr seid zur Erkenntnis gelangt, dass ihr an euch arbeiten wollt. Ob Persönlichkeitsentwicklung oder Konfliktlösung, je mehr ihr reflektiert, desto besser seid ihr für eine steile Karriere gewappnet. Ob Selbstcoaching für euch der richtige Weg ist, müsst ihr selbst entscheiden. Denn auch ein professioneller Coach hat einige Vorteile.

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