Denglisch

Diese Anglizismen solltet ihr kennen

Foto: nick fewings / unsplash
Foto: nick fewings / unsplash

Am Wochenende habt ihr heftig gechillt und jetzt bereitet ihr euch erst einmal auf das Meeting kommende Woche vor? Ihr fühlt euch ready für das Meeting und habt Tablet, Handy und Handouts parat? Außerdem geht ihr mit einem guten Feeling in das Meeting? Willkommen im Land der Anglizismen. Wenn es um Anglizismen geht, scheint es zwei Lager zu geben. Die einen regen sich furchtbar darüber auf, dass diese immer mehr Einzug in die deutsche Sprache finden. Die anderen begegnen diesem bereits lange anhaltenden Trend gelassen und sehen darin einfach eine Veränderung und Weiterentwicklung der Sprache. Egal zu welchem Lager ihr gehört, im Beruf werdet ihr häufig mit "Denglisch" konfrontiert und es gibt einige Ausdrücke, die aus dem Englischen stammen, die ihr kennen solltet.

Anglizismen - was ist das eigentlich genau?

Unter Anglizismen versteht man Ausdrücke, die aus dem Englischen übernommen wurden. Dabei kann es sich sowohl um einzelne Wörter oder Ausdrücke als auch um die Bedeutung eines Wortes oder die Grammatik handeln. Heute verwenden wir beispielsweise ganz selbstverständlich das Wort "googeln" oder "gegoogelt". Dieses Wort geht auf das englische Wort "to google" zurück und wurde einfach wie ein deutsches Verb konjugiert.

Das heißt, wir verwenden dieses Wort wie andere Verben auch und passen dieses dem jeweiligen Satz an. Anglizismen sind daher englischsprachige Wörter, die Einzug in eine andere Sprache halten und sich dort sowohl in der Umgangssprache als auch in der Fachsprache angesiedelt haben. Handelt es sich um einen Begriff, der definitiv aus dem amerikanischen Englisch stammt, spricht man auch von einem Amerikanismus. Stammt der Begriff aus dem britischen Englisch, spricht man von einem Britizismus. Ihr könnt jedoch einfach den Überbegriff "Anglizismus" nutzen.

 

Anglizismen am Arbeitsplatz – Deutsch under all pig? Foto: bruce-mars / unsplash

Anglizismen am Arbeitsplatz – Deutsch under all pig? Foto: bruce-mars / unsplash

Denglisch - die Liebe zu englischen Begriffen reicht weit zurück

Auch wenn es für manche Liebhaber der deutschen Sprache ein Graus ist und ihnen das heutige Denglisch eine Gänsehaut am ganzen Körper beschert, finden englische Begriffe nach wie vor Einzug in die deutsche Sprache. Dass Wörter aus dem Englischen so gerne ins Deutsche übernommen werden, ist nicht neu. Viele vermuten, dass die vielen Anglizismen mit den englischen und amerikanischen Alliierten nach dem Zweiten Weltkrieg ins Land gekommen sind. Allerdings ist die Begeisterung für das Englische beziehungsweise das Britische schon einige Jahrhunderte früher spürbar gewesen. So war Goethe beispielsweise ein echter Fan von Shakespeare und seine englischen Werke wurden ins Deutsche übersetzt, um sie einem größeren Publikum zugänglich zu machen. England galt im 18. Und 19. Jahrhundert zudem als fortschrittliche Nation. Für viele Menschen stellt und stellte Großbritannien ein Sehnsuchtsort dar und man kopierte gerne englische Gepflogenheiten wie die Tea Time oder orientierte sich an der Gartenbaukunst des Landes. Die Begeisterung für Anglizismen ist also keine Erfindung der heutigen Zeit.

Anglizismen im Beruf - ohne Englisch geht es nicht

Heute ist es tatsächlich so, dass ihr ganz ohne Englischkenntnisse in kaum mehr einem Beruf vorankommt. Ihr solltet - je nach eurem angestrebten Berufsziel - mehr oder weniger fundierte Kenntnisse der englischen Sprache haben. In vielen Unternehmen ist es selbstverständlich, sich mit Kunden und Geschäftspartnern in englischer Sprache auszutauschen. In einigen Unternehmen arbeitet ihr mit Menschen aus unterschiedlichen Ländern zusammen und so werden Meetings und Präsentationen nicht selten in englischer Sprache abgehalten.

Englisch ist in vielen Branchen und Unternehmen ein Muss. Wenn ihr eure Karriere vorantreiben möchtet, kommt ihr ohne Business-Englisch nicht aus. Ihr solltet gute bis sehr gute Kenntnisse in Englisch haben und in der Lage sein, Vorträge auf Englisch zu halten. Auch längere Telefonate sollten für euch kein Problem sein. Es lohnt sich daher, die eigenen Englischkenntnisse stets aufzufrischen oder auszubauen.

Bekannte und häufig eingesetzte Anglizismen

Anglizismus - Deutscher Begriff

  • Eyecatcher - Blickfang
  • Crash - Absturz
  • Flyer - Flugblatt
  • Deadline - Abgabetermin
  • Charts - Hitliste
  • Look - Aussehen
  • Update - Aktualisierung
  • Meeting - Besprechung
  • Canceln - Stornieren
  • Fake - Fälschung
  • Event - Veranstaltung
  • Workflow - Arbeitsablauf
  • Passwort - Kennwort
  • Ranking - Rangfolge

 

Im Übrigen gibt es auch unter den Anglizismen False Friends. False Friends sind Wörter, die im Englischen nicht die gleiche Bedeutung haben wie im Deutschen. Ein Beamer wäre im Englischen beispielsweise ein Projector. Wenn ihr euren englischsprachigen Kollegen bittet, euch eine Nachricht auf der Mailbox zu hinterlassen, stehen die Chancen gut, dass die Nachricht in eurem Briefkasten landet. Wenn ihr den Anrufbeantworter meint, redet ihr besser von einer "answering machine". Möchtet ihr die Nummer einer Hotline erfahren, fragt ihr besser nach der Helpline. Ihr seid in einem englischsprachigen Unternehmen tätig? Dann nennt euren Vorgesetzten Boss und nicht Chef. Chef bedeutet im Englischen Koch. Das Handy ist unser liebster Alltagsgegenstand. Und das gilt auch sicher für unsere englischsprachigen Kollegen. Aber sie sprechen nicht von einem Handy, sondern vom mobile phone.

Fazit

Um die englische Sprache und Anglizismen kommt ihr im Beruf und im Privatleben kaum herum. Besser ist es daher, sich darauf einzustellen und die gängigsten Begriffe aus dem Englischen zu kennen. Wollt ihr die Karriereleiter hochklettern, sollten gute Fremdsprachenkenntnisse für euch selbstverständlich sein.

 

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