Generation Corona

oder die Frage, wie sehr uns Covid-19 prägt

Foto: viktor juric / unsplash
Foto: viktor juric / unsplash

Auslandssemester planen, Freitag und Samstag im Club abtanzen und sich am Sonntag im Park zum Grillen treffen – all das ist für Jugendliche während der Corona-Krise nicht möglich. Die jungen Leute müssen sich eben einfach mal zurückhalten und sich in ihre Studenten- und WG-Zimmer zurückziehen. So lauten viele Aussagen. Social Distancing und Solidarität den älteren Generationen gegenüber waren das Gebot der Stunde. Aber nicht nur Partys und Treffen mit Freunden fielen flach, auch an der Schule und der Uni lief plötzlich nichts mehr wie gewohnt. Wer bereits in der Ausbildung war, wurde vielleicht ins Homeoffice geschickt. Für Schüler und Studenten gab es Homeschooling und digitale Vorlesungen. Vielleicht. Denn irgendwie war keiner so recht vorbereitet auf die Krise. Was erwartet die Generation Corona noch?

Generation Corona – wer soll das sein?

In den Medien ist ab und an die Rede von der Generation Corona. Doch wer soll diese Generation Corona eigentlich sein und was genau hat es damit auf sich? Je nach Quelle handelt es sich bei der Generation Corona um die Kinder und Jugendlichen, die aufgrund der Corona-Maßnahmen die Kindergärten und Schulen nicht mehr besuchen können, oder um die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die sich mitten im Studium oder in der Ausbildung befinden oder gerade ins Berufsleben einsteigen möchten. Wen auch immer wir der Generation Corona zuordnen, jede Altersgruppe scheint die Zeit der Krise ein klein wenig anders wahrzunehmen. Welche Auswirkungen wird die Corona-Krise auf uns alle haben? Ältere Menschen werden ganz unterschiedlich wahrgenommen. Während sich ein Teil der älteren Generation große Sorgen um den eigenen Gesundheitszustand mach, scheint der andere Teil davon unbeeindruckt beim ersten Sonnenstrahl ins Café zu strömen. Unternehmer und Wirtschaftsexperten bangen um die Folgen für die Wirtschaft. In Familien mit kleinen Kindern geht es um die Frage der Bildung und der Betreuung der Kinder in Kindergärten und Schulen. Doch bei diesen ganzen Diskussionen scheint eine Generation vollkommen außen vor zu sein. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die sich mitten in der Ausbildung, im Studium und damit auf dem Weg ins Berufsleben befinden.
 

Generation Corona oder die Frage, wie sehr uns Covid-19 prägt / Foto: united nations covid 19 response

Generation Corona oder die Frage, wie sehr uns Covid-19 prägt / Foto: united nations covid 19 response

Wie kann ich erfolgreich in den Job starten trotz Corona-Krise?

Bei der Generation Corona sind die Ängste groß, dass sie vielleicht keinen Job finden oder nicht die Stelle, die am besten zur eigenen Qualifikation passt. Ausbildungsbetriebe vergeben ihre Ausbildungsstellen gerade zögerlich und wer sich bereits am Ende seiner Ausbildung befindet, weiß nicht, ob er übernommen wird. Es herrscht derzeit eine gewisse Unsicherheit auf dem Arbeitsmarkt. Einige Branchen sind besonders betroffen und was zuvor als vermeintlich sicher galt, ist es nun nicht mehr. Doch wenn ihr gerade vor dem Einstieg ins Berufsleben steht, solltet ihr euch nicht entmutigen lassen. Es sind nicht alle Branchen derart von der Krise betroffen, dass es keine Jobs gibt. Aufgeben, bevor ihr mit den Bewerbungen angefangen habt, gilt daher nicht. Bewerbt euch trotzdem, feilt an euren Bewerbungen und versucht eure Fähigkeiten durch Fort- und Weiterbildungen auszubauen. 

Rückzug in die digitale Welt – für die Generation Corona kein Problem

Die Generation Corona ist weitgehend mit dem Smartphone aufgewachsen. Das Smartphone gehört zum Alltag und war auch vor Corona schon wichtig, um sich unterhalten zu lassen, nach Wissen zu suchen oder sich mit Freunden und Verwandten auszutauschen. Sich mit dem Smartphone einige Tage ins Bett verkrümeln und endlich ohne schlechtes Gewissen Stunden am Handy verbringen? Für die Generation Corona ist das weniger ein Problem. Dass Schule und Uni ausfallen, Prüfungen nicht stattfinden können oder verschoben werden, sorgt schon eher für Besorgnis. Viele junge Menschen machen sich Sorgen, ob sie ihr Studium oder ihre Schule in naher Zukunft erfolgreich abschließen können. Wer kurz vor dem Einstieg ins Berufsleben steht und sich gerade mit seinen Bewerbungen beschäftigt, fragt sich, ob es in der Corona-Krise überhaupt noch freie Stellen gibt. Nicht zuletzt macht sich die Generation Corona auch Gedanken darüber, wie es mit dem Planeten, dem Klima und der Wirtschaft weitergeht. Allerdings sehen Experten in dieser Generation auch ein großes Potenzial. So sind viele jungen Menschen wesentlich weniger pessimistisch, was die Zukunft angeht. Vielmehr sehen viele auch die positiven Seiten und betrachten beispielsweise die Tatsache, dass es durch den Lockdown zu weniger Umweltverschmutzung gekommen ist als durchaus positiv. Diese jungen Menschen verfügen zudem wie keine andere Generation zuvor über Fähigkeiten, durch die sie die digitale und analoge Welt verbinden könnten. Hohe Empathie und ein hohes Stressbewältigungspotenzial zeichnen diese Generation ebenfalls aus. 

Fazit

Die Corona-Krise ist noch nicht überstanden und man kann nur mutmaßen, wo und wie wir deren Auswirkungen zukünftig zu spüren bekommen. Diese Krise wird uns ohne Zweifel prägen. Nach dem Lockdown und dem Social Distancing müssen wir erst einmal in die Normalität zurückfinden und lernen, wie wir mit den Veränderungen umgehen können. Welche neuen Regeln gilt es zu beachten? Wie können wir trotz der Krise mit Zuversicht in unsere berufliche Zukunft starten? Bei allen Einschränkungen muss die Generation Corona optimistisch bleiben und sich – wie viele andere Generationen zuvor – einen eigenen Weg bahnen.

 

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