Growth Mindset: Wie ihr lernt, an euch selbst zu glauben

Mindset, Fixed Mindset und Growth Mindset

Bild Mindset, Fixed Mindset und Growth Mindset

Seid ehrlich, habt ihr eine Art Negativ-Brille auf? Seid ihr die ständigen Selbstzweifel und Minderwertigkeitsgefühle leid? Dann lest weiter! Wir zeigen euch, wie ihr ein Growth Mindset entwickelt, Vertrauen ins eigene Können fasst und künftig mit mehr Mut und Zuversicht durchs Leben geht.

Mindset, Fixed Mindset und Growth Mindset

Hinter dem englischen Begriff Mindset steckt die Einstellung, Haltung, Weltanschauung, Denkweise oder Mentalität, die ein Mensch hat. Der Begriff wird nicht einheitlich übersetzt, im Allgemeinen hat er aber diese Bedeutung. Das Mindset wirkt wie eine Art Filter, durch den alles interpretiert wird. Es ist ein Resultat aus den Erlebnissen, Erfahrungen und Prägungen eures bisherigen Lebens und bestimmt, wie ihr denkt, fühlt und handelt.

Verdeutlichen lässt sich das etwa am Beispiel von Fehlern. Wenn etwas schief läuft, seht ihr das als Entwicklungsmöglichkeit und Wachstumschance? Oder als Anlass, um an euren Kompetenzen zu zweifeln? Kennt ihr Gedanken wie:

"War ja klar, dass das schief geht. Ich kann das einfach nicht."
"Ich hab' für so was einfach kein Talent."
"Ich sollte das anderen überlassen, die sind echt kompetenter als ich."
"Dafür bin ich einfach zu schusselig/ungeschickt/dumm."

Viele Menschen sind in der Überzeugung gefangen, dass Fehler grundsätzlich schlecht sind. Sie werten sich selbst ab, wenn bei ihnen etwas schiefläuft und halten sich so ein Leben lang klein. Wählt man die Worte der US-amerikanischen Psychologin Carol S. Dweck, haben diese Menschen ein Fixed Mindset. In ihrer Forschung ist Dweck auf zwei Formen von Mindset gestoßen, das Fixed Mindset (unflexibel, starr) und das Growth Mindset (dynamisch, wachstumsorientiert). Menschen mit einem Fixed Mindset geben bei Fehlern auf und sehen sie als Beleg für ihre relative Minderwertigkeit.

Menschen mit einem Growth Mindset lassen sich von Niederlagen nicht aufhalten und sehen sie als Herausforderung. Dweck fand heraus, dass Menschen mit einem Fixed Mindset glauben, dass bestimmte Fähigkeiten, Intelligenz und Talent angeboren sind und sich im Laufe des Lebens kaum verändern. Anders Menschen mit einem Growth Mindset, sie sind überzeugt, dass sie mittels Anstrengung, Einsatz und Übung alles erreichen können, was sie sich vornehmen. Personen mit einem Growth Mindset machen auch nach Rückschlägen weiter. Ihre Frustrationstoleranz ist offensichtlich höher. Das sorgt für geringere Stresslevel und mehr Erfolg im Leben.

Growth Mindset: Wie ihr lernt, an euch selbst zu glauben / Foto: s-o-c-i-a-l-c-u-t / unsplash

Growth Mindset: Wie ihr lernt, an euch selbst zu glauben / Foto: s-o-c-i-a-l-c-u-t / unsplash

Mindset ändern: Wie lernt man, an sich selbst zu glauben?

Ihr erkennt euch im Fixed Mindset wieder? Dieses Denkmuster lässt sich überwinden. Dwecks Forschung zeigt nämlich, dass sich das Mindset ändern lässt. Das geht allerdings nicht von jetzt auf gleich, es ist ein Prozess.

#1: Offen für Neues sein

Neue Aufgaben, Situationen und Wissensgebiete können einschüchternd wirken. Personen mit einem Fixed Mindset meiden sie und halten sich lieber in sicheren Gefilden auf, um unguten Gefühlen aus dem Weg zu gehen. Menschen mit einem Growth Mindset verlassen ihre Komfortzone, sehen Herausforderungen als wünschenswert an und suchen sie sogar aktiv. Scheut nicht vor Herausforderungen zurück, sondern nehmt sie dankend an.

#2: Fehler und Rückschläge akzeptieren

Fehler, Niederlagen und Rückschläge gehören zum Leben dazu. Lernt mit ihnen umzugehen und sie zu akzeptieren. Verzeiht es euch, wenn etwas schief gelaufen ist, und seht Fehler als Ansporn, um eure Motivation und Leistungsbereitschaft zu steigern. Nur weil etwas ein Mal oder hundert Mal nicht perfekt funktioniert hat, bedeutet es nicht, dass es nicht beim hundertundersten Mal perfekt funktionieren wird. Wenn ihr Erfolg haben wollt, etwas im Leben erreichen möchtet, müsst ihr aktiv daran arbeiten. Rückschläge sind eine Chance für Weiterentwicklung.

#3: Negativ-Brille absetzen und Gedankenspirale stoppen

Sagt jedes Mal "Halt, stopp!" wenn ihr euch dabei ertappt, wie ihr euch mit negativen Gedanken niedermacht und zurückhaltet. Für Menschen mit Growth Mindset sind Fähigkeiten und Intelligenz ausbaufähig und veränderbar. Vielleicht habt ihr bestimmte Aufgaben oder Skills noch nicht drauf, aber das heißt noch lange nicht, dass das so bleibt. Redet euch selbst innerlich nicht klein!

#4: Geduld haben

Das Mindset zu ändern ist ein Prozess, der längere Zeit dauert. Habt Geduld, auch ihr könnt ein Growth Mindset entwickeln!

#5: Erfolge feiern

Feiert eure kleinen und großen Erfolge - jeder Schritt voran zählt und sollte gebührend gewürdigt werden.

Fazit

Eure Wahrnehmung und eure Wirklichkeit hängen davon ab, ob ihr ein Fixed oder ein Growth Mindset habt. Ein Fixed Mindset hemmt Weiterentwicklung und Wachstum. Doch es lässt sich überwinden. Auch ihr könnt ein Growth Mindset entwickeln, an eure eigenen Fähigkeiten glauben und darauf vertrauen, dass ihr es durch Einsatz zum Erfolg schafft.

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