Kreativität auf Knopfdruck? So geht`s!

Kreativ-Meeting

Kreativität auf Knopfdruck? So geht`s!
Gedankenaustausch: Beim Brainstorming kommen oft ganz viele neue Ideen zutage.
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Anordnung vom Chef: freitags, 14 Uhr, Treffen zum Kreativ-Meeting! Kommt euch das bekannt vor? Ihr hetzt von eurem übervollen Schreibtisch oder einem anstrengenden Kundentermin gerade noch rechtzeitig in den Konferenzraum – und sollt dort mit euren Kollegen spontan kreativ sein. Das ist manchmal gar nicht so einfach.

Wichtig ist dafür vor allem, dass ihr den Kopf von Zeitdruck und unerledigten Arbeiten freibekommt. Sicher geht es auch euren Kollegen so, dass sie sich nur schwer auf die plötzliche Kreativitätsstunde einlassen können. Es spricht also nichts dagegen, wenn ihr euch zunächst ein paar Minuten lang ganz locker mit eurem Chef unterhaltet. Lasst euch erklären, um welches Projekt es geht, stellt Fragen und taucht dabei gedanklich in das Thema ein.

Experten sagen sogar, dass ihr Kreativität lernen könnt. Ein bisschen Übung und ein paar bewährte Techniken können euch dabei helfen. Sicher kennt ihr „Brainstorming“ oder „Mindmapping“. Dabei sagt jeder das, was ihm zu einem bestimmten Thema einfällt. Kritik ist dabei verboten, jede Idee sammelt und danach gemeinsam auswählen könntt, was vielleicht doch nicht in Frage kommt. Pluspunkt: Ihr könnt dabei im Raum herumlaufen, Kaffee trinken, aus dem Fenster sehen oder was auch immer euch beflügelt.

Ihr traut euch manchmal nicht so richtig, eure Ideen in der großen Runde laut zu sagen? Wie wär’s dann mit „Brainwriting“? Dabei sitzt ihr alle an einem Tisch und schreibt eure Vorschläge auf. Anschließend wird der Zettel an den rechten Partner weitergegeben. Dieser kann die Idee entweder nur lesen, sie erweitern oder etwas ganz Neues vorschlagen. Wenn euer eigener Zettel wieder bei euch angelangt ist, werden die Ideen ausgewertet. Vorteile dieser Technik: Alle Teammitglieder spielen auf Augenhöhe und niemand muss fürchten, sich mit einer Idee lächerlich zu machen. Vor allem etwas schüchterne Kollegen werden sich mit dem Brainwriting wohler fühlen.

Eine andere Methode wurde von dem Filmproduzenten Walt Disney erfunden. Dabei schlüpfen die kreativen Köpfe in drei verschiedene Rollen: den Träumer, den Realisten und den Kritiker. So wird eine Idee von verschiedenen Seiten beleuchtet. Es kann euch zwar vor allem im stressigen Arbeitsalltag schwerfallen, sich wirklich in diese neue Rolle hineinzudenken, aber wenn alle eure Kollegen mitmachen und sich wirklich darauf einlassen, führt diese Methode oft zu ganz neuen Erkenntnissen.

Wollt ihr zum Beispiel überlegen, wie der Messestand für das kommende Jahr neu gestaltet werden kann, gibt es noch eine interessante Alternative: die Kopfstandmethode. Die Frage an euch lautet dann nicht: Wie kann der Stand aussehen? Sondern: Wie sollte der Stand auf keinen Fall aussehen? Und schon sind eurer Kreativität keine Grenzen mehr gesetzt.
Wenn ihr noch etwas Unterstützung braucht, könntet ihr euch zum Beispiel die Seminare „Mehr Kreativität durch Mindmapping“ am 27. Mai in Mainz oder am 17. Juni in Stuttgart vormerken.

Quelle: karriere.de

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