Selbstzweifel sollte man den Kampf ansagen.

Weil ihr mehr könnt

Foto: polina zimmermann / Pexels
Foto: polina zimmermann / Pexels

Selbstzweifel sind nicht das, was wir brauchen, wenn wir im Leben glücklich und erfolgreich sein möchten. Sie stehen uns im Weg und können uns sogar in unserem Denken und Handeln komplett einschränken. Wer unter starken Selbstzweifeln leidet, versucht womöglich es allen recht zu machen, ständig perfekt zu sein und bloß keine Fehler zu machen. Solche Denk- und Verhaltensmuster sind belastend, können aber mit etwas Mühe verändert werden. 

Was sind Selbstzweifel überhaupt?

Wenn ihr an euch selbst ständig zweifelt, hört ihr wahrscheinlich eine innere Stimme im Kopf, die ständig Kritik an euch äußert. Ihr seid nicht gut genug. Ihr könnt eure Ziele sowieso nicht erreichen. Diese innere kritische Stimme kann als Selbstzweifel bezeichnet werden. Hin und wieder unsicher zu sein, ist vollkommen normal. Was aber, wenn sich diese kritische Stimme andauernd meldet und euch bei all euren Vorhaben lähmt? Was aber, wenn vor eurem inneren Auge ein Horrorszenario nach dem anderen aufpoppt und ihr irgendwann gar nichts mehr wagt? Dann bleibt ihr möglicherweise in eurer Entwicklung stehen und verpasst eine Chance nach der anderen. So kann sich eure innere kritische Stimme melden:

  • Kann ich das überhaupt?
  • Bin ich gut genug?
  • Bin ich hübsch/attraktiv genug?
  • Bin ich schlau oder intelligent genug?
  • Habe ich das überhaupt verdient?
  • Mögen mich andere überhaupt?
  • Kann man mich überhaupt sympathisch finden?

Solche selbstkritischen Sätze können jedem Menschen hin und wieder im Kopf umherschwirren. Schwierig wird es, wenn euch diese Selbstzweifel lähmen. Das heißt, ihr fangt gar nicht erst an, weil eure Angst zu groß ist. Ihr sabotiert euch ständig unbewusst selbst, weil ihr innerlich davon überzeugt seid, das Ersehnte nicht verdient zu haben. Wenn wir uns selbst und unsere Ziele allerdings ständig hinterfragen, kommen wir nicht ins Handeln. Man kennt in der Psychologie auch das sogenannte Impostor-Syndrom. Wer vom Impostor-Syndrom – auch Hochstapler-Syndrom – betroffen ist, geht davon aus, dass Erfolge nichts mit den eigenen Fähigkeiten zu tun haben, sondern auf Faktoren wie Glück, Beziehungen oder Charme zurückzuführen sind. Wer so stark unter seinen Selbstzweifeln leidet, hält sich für einen Hochstapler und befürchtet ständig, dass dies bald auffliegen könnte. 
 

Selbstzweifel sollte man den Kampf ansagen. Weil ihr mehr könnt / Foto: thiszun / pexels

Selbstzweifel sollte man den Kampf ansagen. Weil ihr mehr könnt / Foto: thiszun / pexels

Wie kann ich meine Selbstzweifel überwinden?

Eines vorneweg: Wenn ihr festgefahrene Verhaltens- und Denkmuster habt, dann lassen sich diese nur schwer verändern. In der Regel müsst ihr hart daran arbeiten, die kritische innere Stimme loszuwerden oder zumindest zeitweise mundtot zu machen. Sind euch eure Ziele wichtig genug, um hart an euch und euren Selbstzweifeln zu arbeiten? Dann können folgende Tipps zur Überwindung eurer Selbstzweifel sehr hilfreich sein:

  • Legt euch ein Tagebuch an und haltet hier regelmäßig fest, was ihr bereits erreicht habt. Eure Erfolge führen euch vor Augen, dass ihr etwas leisten könnt und diese Leistungen könnt ihr auch wiederholen.
  • Sprecht mit Freunden und Familie über eure Probleme. Wenn ihr mit vertrauten Personen über eure Zweifel, Ängste und Schamgefühle redet, kann euch das schon helfen, solche Gedanken in den richtigen Kontext zu rücken. Denkt ihr etwas Negatives über euch, muss das nicht der Realität entsprechen.
  • Es gibt einen Unterschied zwischen euren Gedanken und Gefühlen und der Realität. Auch wenn ihr euch zuweilen dumm und unfähig oder ungeliebt fühlt, muss das nicht der Realität entsprechen. Gefühle und Gedanken sind häufig nur eine Momentaufnahme und so schnell sie gekommen sind, gehen sie auch wieder. 
  • Ihr müsst lernen, dass Fehler zum Leben dazugehören. Wenn ihr zu den Selbstzweiflern gehört, machen euch eigene Fehler wahrscheinlich ziemlich zu schaffen. Macht euch klar: Niemand kommt durchs Leben, ohne Fehler zu machen. Arbeitet an einem realistischeren Bild von euch selbst. 
  • Übt euch im Visualisieren. Viele Sportler und erfolgreiche Menschen nutzen das Visualisieren, um sich im Leben voranzubringen und ihre Ziele zu erreichen. Überkommen euch Zweifel, ob ihr dieses oder jenes schaffen könnt, dann stellt euch vor, wie euch das gelingt. Ihr könnt euch euren Erfolg ganz detailliert ausmalen und euch somit positiv stimmen. 

Seine Selbstzweifel zu überwinden, mag mit etwas Arbeit verbunden sein. Die positive Nachricht: Ihr könnt euch weiterentwickeln. Gehen eure Selbstzweifel so weit, dass ihr komplett gelähmt seid, solltet ihr euch professionelle Hilfe suchen. 

Fazit

Der Selbstzweifel ist auf jeden Fall ein Arsch, der euch das Leben so richtig schwer machen kann. Wenn ihr das nicht einfach so hinnehmen möchtet, solltet ihr an euren Selbstzweifeln arbeiten. Ihr könnt das alleine versuchen oder euch Hilfe suchen. Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist das Aufschreiben eurer Zweifel und eure Gedanken und Gefühle mit der Realität abzugleichen.

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