Diese Rechte stehen dir zu

Klassensprecher

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Diese Rechte stehen dir zu

Klassensprecher

King der Klasse oder rechte Hand des Lehrers? bigKARRIERE beleuchtet, was ein Klassensprecher wirklich darf und was einen guten Klassenvertreter ausmacht!

Klassenvertreter: Sprecher im Namen der Klasse

Jede Klasse wählt in den ersten Wochen des neuen Schuljahres einen Klassensprecher oder eine Klassensprecherin. Dabei kommen wie auch bei den Wahlen von Politikern die demokratischen Grundsätze zum Tragen. Sie besagen, dass jede Wahl frei, gleich, geheim, allgemein und unmittelbar sein muss. Mit dem Amtsantritt gehen jede Menge Rechte auf den Klassenvertreter über.

Rechte eines Klassensprechers:

  • Führung der Klassenkasse oder Übertragung dieser Aufgabe an einen Mitschüler
  • Teilnahme an Elternabenden (Zustimmung vom Klassenlehrer vorausgesetzt)
  • Teilnahme an Schülerratssitzungen (SMV-Sitzungen)
  • Regelmäßiger Austausch mit dem Klassenlehrer, um Probleme zu besprechen und abzuwenden
  • Anregung, Planung und Durchführung von Klassenveranstaltungen
  • Interessenvertretung der Klasse gegenüber dem Klassenlehrer, anderen Fachlehrern und der Schulleitung
  • freiwilliger Rücktritt von Amt des Klassensprechers jederzeit möglich (dann folgen Neuwahlen)
     
Diese Rechte stehen dir zu/ Foto: Wesley Tingey / Unsplash

Diese Rechte stehen dir zu/ Foto: Wesley Tingey / Unsplash

Was einen guten Klassensprecher ausmacht

Ein Klassensprecher vertritt per Definition die gesamte Klasse und setzt sich somit für alle Mitschüler ein, nicht nur für seine eigenen Freunde. Dabei sollte er unparteiisch, höflich, nicht egoistisch und ohne Vorurteile sein. Ein guter Klassenvertreter oder eine gute Klassenvertreterin genießt das Vertrauen der Mehrheit, sowohl der Klasse als auch das von anderen Klassensprechern und Lehrern. Aufgrund seiner Vorbildfunktion arbeitet ein guter Klassenvertreter zuverlässig, ist gerecht und zu Kompromissen fähig. Denn zwischen Lehrern und Schülern muss auch mal verhandelt oder ein Konflikt geschlichtet werden. Als Klassenvertreter vermittelt man eher anstatt zu bestimmen.

Es kann vorkommen, dass die Mehrheit eine andere Meinung hat als man selbst. Auch das muss ein guter Vertreter der Klasse akzeptieren. Respekt erarbeitet sich ein Klassenvertreter, indem er auch in schwierigen Situationen mit sachlichen Argumenten überzeugt. Mit Drohungen oder Druck macht sich hingegen jeder ganz schnell unbeliebt. Als King der Klasse sollte sich der Gewählte nicht aufspielen. Denn mit einem konstruktiven Misstrauensvotum kann auch ein Klassensprecher ganz schnell abgewählt werden, wenn die Klasse mit seiner Arbeit nicht zufrieden ist.

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