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Harvard

so kommt ihr an eine Elite-Uni

Foto: christine von raesfeld mahe / unsplash
Foto: christine von raesfeld mahe / unsplash

Die Universitäten Harvard, Yale und Princeton stehen für herausragende Forschung und Lehre. Doch nicht nur Forschung und Lehre werden hier großgeschrieben, auch die wildesten Partys gibt es hier. Von den Jobaussichten nach einem abgeschlossenen Studium an einer Elite-Uni brauchen wir gar nicht erst zu reden. Viele träumen davon, irgendwann an einer Uni wie Harvard, Yale oder Princeton zu studieren, doch die wenigsten schaffen das auch. Wenn ihr an eine Elite-Uni wollt, dann reichen erstklassige Noten nicht aus. Wenn ihr einen der begehrten Studienplätze an einer Elite-Universität ergattern möchtet, müsst ihr an tausenden anderen Mitbewerbern vorbeiziehen. Es erwarten euch aufwendige Aufnahmeverfahren und zahlreiche Schritte, die ihr durchlaufen müsst. Was euch erwartet, wenn ihr auf eine der Ivy-League zugehörigen Unis aufgenommen werden wollt, verraten wir euch hier.

Student werden an einer Elite-Universität

Amerikanische Universitäten wie Yale, Princeton oder Harvard ziehen auch Studenten aus dem Ausland an. Wer möchte nicht in seinem Lebenslauf eine Elite-Uni stehen haben? Wer möchte nicht an einer Universität studieren, auf der schon viele bekannte Persönlichkeiten waren? In den USA gibt es eine Vielzahl an Universitäten. Allerdings gibt es nur wenige, die auch bis über die Landesgrenzen hinaus bekannt sind. Manche Universitäten kennt man nicht einmal ein bis zwei Bundesstaaten weiter.

Das gilt jedoch nicht für alle amerikanischen Universitäten. Es gibt einige, die weltweit bekannt, ja sogar berühmt sind. Zu diesen Universitäten gehören beispielsweise Yale, Princeton und Harvard. Die guten Studienbedingungen, ein renommierter Campus, wilde Partys, prallgefüllte Bibliotheken und beste Zukunftsaussichten locken Studenten aus aller Welt an.

Harvard – so kommt ihr an eine Elite-Uni / Foto: emily karakis / unsplash

Harvard – so kommt ihr an eine Elite-Uni / Foto: emily karakis / unsplash

Ivy League – welche Universitäten gehören dazu?

Die Ivy League ist in etwa vergleichbar mit der im europäischen Raum bekannten Champions League. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von "The Ancient Eight" was übersetzt "Die antiken Acht" heißt. Im engeren Sinne ist die Ivy League eine Liga der NCAA Division I im Hochschulsport der USA. Sie setzt sich aus den meisten Sportmannschaften der im Nordosten der USA ansässigen Elite-Unis zusammen. Die zur Ivy League zugehörigen Hochschulen gelten nicht nur innerhalb den USA als die besten Hochschulen weltweit. Auch Studenten aus anderen Ländern wünschen sich einen Studienplatz in Harvard, Yale, Princeton, Dartmouth, an der Columbia, an der Cornell, der Brown oder der University of Pennsylvania. Alle diese Elitehochschule genießen ein hohes Ansehen und können nur einem sehr geringen Prozentsatz an Bewerbern einen Studienplatz bieten. Der Begriff Ivy League gilt mittlerweile als Synonym für amerikanische Elite-Unis. Nicht jeder Absolvent einer Elitehochschule macht garantiert Karriere.

Allerdings können viele bekannte Persönlichkeiten sowie einige der ehemaligen US-Präsidenten einen Abschluss einer dieser Hochschulen vorweisen. Wer es an eine Elite-Uni schafft, fühlt sich, als würde er in einen exklusiven Club aufgenommen. Durch das Studium an einer Ivy League Hochschule bekommt man auch ein Netzwerk aus Ehemaligen (Alumni), die einen bei der eigenen Karriere unterstützen können. Um an einer Elite-Uni aufgenommen zu werden, genügt es jedoch nicht, mit einem 1,0 Durchschnitt im Abitur zu winken. Erstklassige Noten sind nur eine von vielen Voraussetzungen.

Die Universitäten halten Ausschau nach Persönlichkeiten, nach Menschen, die die Zukunft aktiv mitgestalten. Im Unterschied zu einem Studium an einer deutschen Universität ist das Studium an einer Elite-Uni marktorientierter. Viele der Lehrenden kommen aus der Praxis. Das heißt, dass ihr es an den Elite-Unis nicht unbedingt nur mit einem Professor für Politik zu tun habt, sondern dass ihr von einem echten Politiker lernt. Ein echter Politiker kennt die Probleme aus der Praxis. Allerdings hat diese Form des Lehrens auch ihren Preis. An den Elite-Hochschulen fallen Gebühren an und diese liegen bei etwa 48.000 Euro pro Jahr. Ihr könnt euch zwar um ein Stipendium bemühen. Aber auch hier gilt, dass auf ein Stipendium zahlreiche Bewerber kommen. Mittlerweile gibt es auch in Deutschland einige Arbeitgeber, die sich gezielt nach Absolventen einer amerikanischen Elite-Uni umsehen.

Ivy League – welche Universitäten gehören dazu? Foto: guido coppa / unsplash

Ivy League – welche Universitäten gehören dazu? Foto: guido coppa / unsplash

Aufnahme an einer Elite-Uni – es gibt viele Hürden

Zur Ivy League gehören acht Universitäten, die alle als prestigeträchtig gelten und unter den besten 20 Universitäten der USA zu finden sind. Wer auf eine Uni wie Princeton oder Harvard möchte, muss ein hartes Auswahlverfahren durchmachen. Jedes Jahr bewerben sich viele tausend Studenten um einen Studienplatz an einer Elite-Uni, aber es werden nur Bewerber im einstelligen Prozentbereich angenommen. Schon für US-Bürger ist es schwer, einen der begehrten Plätze an einer Elite-Uni zu ergattern. Schon die Formalitäten können so manch einen Bewerber zur Verzweiflung treiben.

Zur Bewerbung an einer Uni wie Harvard oder Princeton braucht ihr ein Motivationsschreiben, Essays, sehr gute Noten, Empfehlungsschreiben, Finanzierungsnachweise, Sprachnachweise und einen Einstufungstest. Folgende Tipps können hilfreich sein, wenn ihr an einer Ivy League-Uni studieren wollt:

  • Fangt früh an. Ihr wisst, dass ihr irgendwann an einer Ivy-League-Universität studieren wollt? Dann fangt mindestens 12 Monate vor Ende der Bewerbungsfrist an, Dokumente zusammenzustellen. Viele Dinge brauchen Zeit. Wenn ihr hier früh dran seid, habt ihr gute Chancen alle erforderlichen Dokumente rechtzeitig abliefern zu können. Eure Bewerbung soll schließlich zu 100 Prozent passen.
  • Schaut nach einem Stipendium. Ihr stecht durch herausragende Fähigkeiten in einer Sportart hervor oder spielt ein Instrument? Bewerbt euch um ein Stipendium. Auch für Studenten aus Europa gibt es Stipendien in den USA. Aber auch hier gilt: Kümmert euch frühzeitig um eine Bewerbung.
  • Euer Lebenslauf wird unter die Lupe genommen. An den Elite-Unis will man sehen, dass ihr euch bereits euer ganzes Leben lang engagiert habt. Einfach nur gute Noten zu schreiben und ein fleißiger Schüler zu sein, reicht nicht aus. Und wenn ihr glaubt, ihr könntet kurz vor der Bewerbung noch ein paar Qualifikationen anhäufen, die im Lebenslauf gut aussehen, liegt ihr falsch. Soziales Engagement und Sport werden an den Elite-Unis gern gesehen.
  • Ihr solltet bereit sein, über den Tellerrand hinauszublicken. Bleibt nicht nur in eurer Komfortzone, sondern eignet euch zusätzliche Fähigkeiten an. Andere Sportarten, Hobbys, Sprachen oder Reisen erweitern den Horizont und ihr knüpft wertvolle Kontakte.
  • Wenn das möglich ist, besucht eure Wunschuni vor Ort. Ihr könnt vor Ort viel bessere Eindrücke sammeln, Leute kennenlernen und Informationen einholen. Wenn ihr eine Uni wie Harvard oder Princeton vorab besucht, könnt ihr auch besser und authentischer in eurer Bewerbung von der jeweiligen Hochschule schwärmen. Beim Lesen eurer Bewerbung sollte man spüren, dass ihr unbedingt an diese Universität wollt.
  • Sucht euch Unterstützung. Versucht mit Menschen in Kontakt zu kommen, die sich an eurer Wunschuni auskennen. Sucht nach Ehemaligen auf der Facebook-Seite der Hochschule, sprecht sie an oder fragt nach, wen sie als Ansprechpartner empfehlen. Auf diese Weise könnt ihr an Tipps und Informationen rund um den Bewerbungsprozess kommen. Vielleicht findet ihr sogar einen Mentor, der euch auf dem Weg zur Elite-Uni mit Rat und Tat zur Seite steht.

Wenn ihr euch an einer Uni wie Harvard bewerbt, müsst ihr eure komplette Persönlichkeit offenlegen. Die Uni legt Wert darauf, künftige Visionäre unter ihren Studenten zu haben. Ihr braucht für eure Bewerbung individuelle Schreiben, Essays, ihr müsst den allgemeinen SAT-Test (Scholastic Assessment Test) bestehen und bei Harvard ist es üblich noch zwei weitere SAT Subject Tests absolvieren zu müssen.

Fazit

Wenn ihr in Harvard oder Princeton studieren wollt, müsst ihr bereit sein, euch so richtig ins Zeug zu legen. Auch ausländische Bewerber werden angenommen und können dort ihr Studium absolvieren. Achtet darauf, Fristen einzuhalten und die erforderlichen Dokumente rechtzeitig zu besorgen. Dann braucht ihr eben auch noch etwas Glück. Ansonsten bleiben euch noch die Summer Schools, wenn ihr zumindest einen Kurs an einer Elite-Uni absolvieren und exklusive Campus-Luft schnuppern wollt.

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