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Wenn Langeweile krank macht

Das hilft gegen Unterforderung im Job!

Foto: joshua-rawson harris / unsplash
Foto: joshua-rawson harris / unsplash

Es gibt nichts zu tun auf der Arbeit? Bei dir herrscht chronische Unterforderung, dein gesamter Arbeitstag besteht aus Routinen und den Sinn siehst du in deiner Arbeit schon lange nicht mehr? Du leidest möglicherweise nicht an einem Burnout, sondern an einem Boreout. Langeweile im Job kann krank machen. Auch wenn du von deinen Freunden um das süße Nichtstun im Job beneidet wirst, weißt du, dass dir die chronische Unterforderung gewaltig auf die Nerven geht. Doch kannst du etwas gegen Langeweile auf der Arbeit tun? Wir wollen uns das Problem näher anschauen und haben Tipps für dich, wie du deinen Arbeitsalltag verändern kannst.

Nichts zu tun auf der Arbeit – das sind die Gründe / Foto: austin distel / unsplash

Nichts zu tun auf der Arbeit – das sind die Gründe / Foto: austin distel / unsplash

Boreout – Langeweile auf der Arbeit

Langeweile auf der Arbeit kann verschiedene Ursachen haben. Nicht immer liegt der Grund darin, dass nichts zu tun ist in der Arbeit. Das heißt, nicht immer hat Langeweile auf der Arbeit damit zu tun, dass es nichts zu tun gibt im Job. Die im Job Gelangweilten klagen unter anderem über:

  • Unterforderung im Job
  • Persönliche oder fachliche Weiterentwicklung ist nicht möglich
  • Die Arbeit wird als sinnlos empfunden
  • Man kann sich mit dem Unternehmen, den Produkten oder den Dienstleistungen nicht identifizieren
  • Zu viel Routine und Monotonie im Job
  • Intellektuelle Unterforderung
  • Zu wenig Austausch mit anderen Menschen
  • Es finden zu viele Meetings mit wenig sinnvollem Inhalt statt

Unterforderung im Job und ein hoher Anteil an Routine-Aufgaben können dazu führen, dass wir uns langweilen. Es muss nicht unbedingt zu wenig Arbeit geben. Auch wenn wir nichts Neues erleben, keine Abwechslung haben und uns nicht weiterentwickeln können und ständig unterfordert sind, kann das frustrierend sein. Das süße Nichtstun fühlt sich plötzlich nicht mehr süß an und viele wollen sich selbst mehr einbringen und ihre Arbeit aktiv mitgestalten.

Nichts zu tun in der Arbeit – welche Gründe gibt es dafür? Foto: valeria ushakova / unsplash

Nichts zu tun in der Arbeit – welche Gründe gibt es dafür? Foto: valeria ushakova / unsplash

Nichts zu tun in der Arbeit – welche Gründe gibt es dafür?

Wenn du nichts zu tun hast in der Arbeit, kann das verschiedene Gründe haben. Du kannst vielleicht nichts dafür, dass du dich auf der Arbeit langweilst. In vielen Fällen sind es die Umstände oder Vorgesetzte, die diese Langeweile im Job begünstigen. In manchen Fällen ist der Arbeitnehmer zumindest an der Ursache beteiligt. Folgende Gründe können dafür sorgen, dass es nichts zu tun gibt in der Arbeit:

  • Die Auftragslage ist schlecht. Die wirtschaftliche Lage hat sich verschlechtert, es kommen nicht genug Aufträge rein und nicht jedem Mitarbeiter können Aufgaben in ausreichendem Umfang zugewiesen werden. Wer nichts zu tun hat in der Arbeit, hat Leerlauf und langweilt sich.
  • Mangelnde Kommunikation. Nicht immer gibt es zu wenige Aufgaben. Manchmal mangelt es an der richtigen Kommunikation und der Verteilung der Aufgaben. Während die einen unter einem Berg von Aufgaben begraben werden, langweilen sich die anderen.
  • Unterforderung im Job. Du wirst in deinem Job immer besser und bist mittlerweile so schnell und routiniert, dass du deine Aufgaben innerhalb kürzester Zeit erledigt hast? Das ist schön, kann aber bedeuten, dass du chronisch unterfordert bist und einen Großteil der Zeit nichts zu tun hast in der Arbeit.
  • Dein Chef mobbt dich raus. Es gibt manche Vorgesetzte, die gezielt dafür sorgen, dass ein Mitarbeiter nicht genügend Arbeit bekommt. Hier kann es sich um eine Form des Mobbings handeln, die als Straining bekannt ist. Man selbst wird übergangen, während Kollegen mit ausreichend Aufgaben versorgt werden. Nicht selten steht am Ende eines solchen Vorgehens die Kündigung durch den Vorgesetzten oder den Mitarbeiter selbst.

Langeweile auf der Arbeit – welche Probleme können sich daraus ergeben?

Es könnte alles so schön sein: Du kannst deinen Kaffee am Schreibtisch ohne schlechtes Gewissen genießen, du bist immer fertig mit deinen Aufgaben, sobald du den Laptop zuklappst und Stress bei der Arbeit ist ein Fremdwort für dich. Das mag sich nach einem absoluten Traumjob anhören. Musst du die Zeit auf der Arbeit jedoch gelangweilt absitzen, wird das schnell zum Albtraum. Du hast nichts zu tun in der Arbeit? Das kann zu Problemen führen. Wer zum Nichtstun verdammt ist, leidet unter dieser Situation. Es ist nicht einfach, ein solches Problem anzusprechen. Wer von Überlastung, zu viel Stress und Arbeit leidet, dem wird eher Verständnis entgegengebracht. Allerdings kann dauerhafte Unterforderung ebenfalls zu körperlichen und emotionalen Problemen führen. Folgende Anzeichen können bei einem Boreout auftreten:

  • Kopfschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Erschöpfung
  • Antriebslosigkeit
  • Unzufriedenheit
  • Ohnmachtsgefühle
  • Sinnkrise
  • Stimmungsschwankungen

Hält die Situation länger an, können depressive Verstimmungen auftreten. Das Selbstwertgefühl wird durch das Gefühl, nutzlos und untätig zu sein, stark geschwächt. Nichts zu tun zu haben in der Arbeit, trifft nicht jeden Arbeitnehmer gleichermaßen. Wer sich nicht viel aus Job und Arbeitgeber macht und nur Dienst nach Vorschrift leistet, kommt mit einer solchen Situation eher klar, als ein motivierter, engagierter Mitarbeiter, der sich mit seiner Arbeit identifizieren und für seine Leistung anerkannt werden möchte.

Langeweile auf der Arbeit – welche Tipps helfen?

Hast du nichts zu tun in der Arbeit? Du solltest dich mit der Situation nicht abfinden. Bist du unglücklich mit der Situation, solltest du handeln. Diese Tipps können helfen, wenn dich Langeweile auf der Arbeit plagt:

  • Sprich deinen Chef an. Erzähle deinem Boss von deinem Problem und sage, dass du dir mehr Herausforderung wünschst.
  • Bitte gezielt um mehr Verantwortung. Vielleicht kannst du an anderen Projekten mitarbeiten oder deinen Verantwortungsbereich ausdehnen.
  • Suche aktiv nach Aufgaben und biete deine Hilfe an. Du hast nichts zu tun auf der Arbeit? Dann unterstütze deine Kollegen wo du kannst.
  • Widme dich organisatorischen Tätigkeiten. Du bist mit deinen Aufgaben gerade durch? Dann bereite das nächste Meeting oder andere Firmenevents vor.
  • Denke über einen Jobwechsel nach. Wenn sich die Situation überhaupt nicht bessert, ist ein Jobwechsel möglicherweise unumgänglich.

Fazit

Nichts zu tun zu haben in der Arbeit, klingt im ersten Moment wunderbar. Allerdings hält dieser Zustand nur so lange an, bis die Langeweile unerträglich wird und man sich immer nutzloser fühlt. Das Selbstwertgefühl leidet und die Stunden ziehen sich jeden Tag endlos wie Kaugummi. Hier hilft nur, nach Lösungen zu suchen, um den Arbeitsalltag wieder mit spannenden Aufgaben zu füllen.

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