Polizistin mit kurzen Haaren steht neben Polizist an einer Straße von hinten
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Polizistin mit kurzen Haaren steht neben Polizist an einer Straße von hinten
Berufsbild mit Schutz, Sicherheit und Sinn

Was macht ein Polizist (m/w/d)?

Du willst nicht nur Menschen helfen, sondern auch jede Menge Action im Beruf? Dann pass mal auf!

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    Berufstyp
    Duale Ausbildung oder duales Studium
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    Berufsfeld
    Öffentliche Sicherheit und Ordnung
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    Ausbildungsdauer
    2,5 - 3 Jahre
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    Vergütung
    gut
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    Aufstiegschancen
    sehr gut

Passt dieser Beruf zu mir?

Die Ausbildung zur Polizistin bzw. zum Polizisten ist abwechslungsreich, sinnstiftend und bietet dir gute Entwicklungsmöglichkeiten. Wenn du Verantwortung übernehmen willst, gern im Team arbeitest, in stressigen Situationen einen kühlen Kopf bewahrst und Interesse an Recht, Sicherheit und Menschen hast, findest du hier ideale Voraussetzungen.

Während der Ausbildung/des Studiums lernst du, für Sicherheit und Ordnung zu sorgen – z. B. durch Streifendienst, Verkehrskontrollen, Aufnahme von Anzeigen, Ersteinsätze bei Konflikten oder Unterstützung bei Ermittlungen. Du lernst rechtliche Grundlagen (z. B. Strafrecht, Polizeirecht), Einsatz- und Kommunikationstechniken, Deeskalation sowie den sicheren Umgang mit Einsatzmitteln. Außerdem gehören körperliche Fitness, Training (z. B. Einsatztraining/Selbstverteidigung) und das professionelle Dokumentieren von Einsätzen dazu.

Je nach Bundesland ist der Einstieg unterschiedlich organisiert: häufig als duales Studium (Bachelor) im gehobenen Dienst (meist ca. 3 Jahre) oder als Ausbildung im mittleren Dienst (oft ca. 2,5 Jahre). Danach eröffnen sich dir vielfältige Karrierechancen – etwa durch Spezialisierungen (z. B. Kriminalpolizei, Verkehrspolizei, Bereitschaftspolizei, Hundestaffel, Cybercrime) und Weiterentwicklungen bis hin zu Führungsaufgaben. Weitere Informationen findest du hier im Überblick – klick dich durch:

Polizist in Uniform mit Schutzweste steht mit dem Rücken zur Kamera und trägt Mütze
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Polizist in Uniform mit Schutzweste steht mit dem Rücken zur Kamera und trägt Mütze

Darum lohnt es sich!

  • Attraktives Gehalt: Schon während der Ausbildung bzw. des Studiums bekommst du bei der Polizei Anwärterbezüge, die je nach Bundesland unterschiedlich ausfallen. Nach dem Abschluss sind die Verdienstmöglichkeiten im öffentlichen Dienst transparent geregelt – mit Berufserfahrung, Dienstjahren und Beförderungen steigt das Gehalt deutlich.
  • Sicherheit: Polizei ist ein systemrelevanter Beruf. Sicherheit, Gefahrenabwehr und Strafverfolgung werden dauerhaft gebraucht – deshalb sind Polizist:innen langfristig gefragt und haben in der Regel sehr stabile Beschäftigungsperspektiven.
  • Vielfältige Einsatzbereiche: Du kannst je nach Bundesland und Laufbahn in unterschiedlichen Bereichen arbeiten, z. B. im Streifendienst, in der Bereitschaftspolizei, bei der Kriminalpolizei, in der Verkehrspolizei, im Einsatztraining, in der Prävention, bei Hundestaffeln oder in Spezialbereichen wie Cybercrime und Ermittlungen.

Ausbildungsinhalte

Während der Ausbildung bzw. des Studiums lernen angehende Polizist:innen:

  • Rechtliche Grundlagen anzuwenden (z. B. Polizeirecht, Strafrecht, Strafprozessrecht, Verkehrsrecht)
  • Einsätze professionell zu bewältigen (Lageeinschätzung, Eigensicherung, taktisches Vorgehen, Zusammenarbeit im Team)
  • Kommunikation & Deeskalation (Gesprächsführung, Konfliktmanagement, Umgang mit belastenden Situationen)
  • Personenkontrollen und Maßnahmen rechtssicher durchzuführen (Identitätsfeststellung, Durchsuchung, Platzverweis, Sicherstellungen)
  • Anzeigen aufzunehmen und Sachverhalte sauber zu dokumentieren (Berichte, Vernehmungen, Protokolle)
  • Ermittlungsgrundlagen zu kennen (Spurensicherung-Basics, Zeugen-/Beschuldigtenbefragung, Beweismittel sichern und bewerten)
  • im Bereich Verkehr zu arbeiten (Unfallaufnahme, Verkehrsüberwachung, Maßnahmen bei Alkohol/Drogen im Straßenverkehr)
  • Einsatztraining zu absolvieren (Selbstverteidigung, Zugriffstechniken, taktisches Training)
  • den Umgang mit Einsatzmitteln zu lernen (z. B. Funk, Einsatzfahrzeuge, Schutzausrüstung; je nach Bundesland auch dienstliche Bewaffnung)
  • Erste Hilfe und medizinische Grundlagen im Einsatz anzuwenden
  • Dienstvorschriften, Datenschutz und Qualitätsstandards einzuhalten und professionell im öffentlichen Raum aufzutreten
Polizeihund mit Maulkorb und Geschirr wird von polizeilichem Hundeführer gehalten
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Polizeihund mit Maulkorb und Geschirr wird von polizeilichem Hundeführer gehalten

Aufgaben

Die Tätigkeiten von Polizist:innen sind vielfältig und verantwortungsvoll:

  • Gefahrenabwehr & Einsätze: Du sicherst Einsatzlagen, schreitest bei Gefahr ein, schlichtest Konflikte und sorgst dafür, dass Menschen geschützt werden – z. B. bei Streitigkeiten, Unfällen oder Großveranstaltungen.
  • Streifendienst & Präsenz: Du bist im Streifenwagen oder zu Fuß unterwegs, kontrollierst Situationen, bist Ansprechperson für Bürger:innen und reagierst auf Notrufe.
  • Ermittlungen & Anzeigen: Du nimmst Anzeigen auf, befragst Beteiligte und Zeug:innen, sicherst Spuren und arbeitest bei Ermittlungen mit – je nach Einsatzbereich auch intensiver in Kriminaldienststellen.
  • Verkehrsüberwachung & Unfallaufnahme: Du kontrollierst den Verkehr, nimmst Unfälle auf, regelst den Verkehr vor Ort und setzt Maßnahmen zur Verkehrssicherheit um.
  • Dokumentation & Zusammenarbeit: Du dokumentierst Einsätze, schreibst Berichte und arbeitest mit anderen Stellen zusammen (z. B. Rettungsdienst, Feuerwehr, Ordnungsamt, Staatsanwaltschaft).
Hand hält Geld vor türkisem Hintergrund
Hand hält Geld vor türkisem Hintergrund

Gehalt

Während der Ausbildung:

Bei der Polizei bekommst du in der Regel keine klassische Ausbildungsvergütung, sondern Anwärterbezüge (Beamtenanwärter:in). Die genaue Höhe hängt stark vom Bundesland und davon ab, ob du im mittleren Dienst (Ausbildung) oder gehobenen Dienst (duales Studium) startest. Grob liegt das häufig in diesen Bereichen:

  • mittlerer Dienst (Ausbildung): ca. 1.200–1.400 € brutto pro Monat (Anwärterbezüge)
  • gehobener Dienst (duales Studium): ca. 1.300–1.550 € brutto pro Monat (Anwärterbezüge)

Einstiegsgehalt:

Das Einstiegsgehalt bei der Polizei hängt u. a. von Bundesland, Laufbahn (mittlerer vs. gehobener Dienst), Besoldungsgruppe und späteren Zulagen (z. B. Schicht-/Wechseldienst) ab.

Direkt nach der Ausbildung / nach dem Studium

  • mittlerer Dienst (meist A7/A8): ca. 2.600–3.200 € brutto pro Monat
  • gehobener Dienst (meist A9): ca. 3.000–3.700 € brutto pro Monat
    (Zulagen können je nach Einsatz und Dienstmodell dazukommen.)

Mit Berufserfahrung

  • Nach einigen Jahren (Stufenaufstieg + ggf. Beförderungen) liegt es häufig bei ca. 3.200–4.300 € brutto pro Monat, je nach Laufbahn und Bundesland.
  • Mehr Verantwortung (z. B. Führungsfunktionen) oder bestimmte Verwendungen können das Gehalt zusätzlich erhöhen.

Mit Weiterbildung / Aufstieg

  • Beförderungen/Verwendungsaufstieg (z. B. A10–A12 und höher, je nach Laufbahn/Position) führen häufig in Bereiche von ca. 3.800–5.800 € brutto pro Monat und darüber.

Berufschancen

Der Beruf Polizist:in bietet sehr gute Perspektiven, weil öffentliche Sicherheit, Gefahrenabwehr und Strafverfolgung dauerhaft gebraucht werden – und in vielen Regionen kontinuierlich Nachwuchs gesucht wird.

  1. Einsatzbereiche:

    • Schutzpolizei/Streifendienst (Notrufeinsätze, Präsenz, Anzeigenaufnahme)
    • Verkehrspolizei (Kontrollen, Unfallaufnahme, Verkehrsüberwachung)
    • Bereitschaftspolizei (z. B. Großlagen, Veranstaltungen, Unterstützungseinsätze)
    • Kriminalpolizei (je nach Laufbahn/Wechsel: Ermittlungen, Vernehmungen, Täterermittlung)
    • Prävention (Schulen, Aufklärung, Beratung)
    • Spezialverwendungen je nach Eignung und Bundesland, z. B. Hundestaffel, Wasserschutzpolizei, Cybercrime, Einsatztrainer:in, Operative Einheiten
  2. Zukunftssicherheit:

    • Sicherheit bleibt dauerhaft relevant – unabhängig von Konjunktur oder Branche.
    • Neue Herausforderungen wie Cyberkriminalität, digitale Beweismittel, Extremismus oder Großlagen erhöhen den Bedarf an gut ausgebildeten Kräften.
    • Durch klare Laufbahnen und Personalbedarf bestehen häufig sehr gute Übernahme- und Entwicklungschancen.
  3. Karrierechancen:

    • Spezialisierung z. B. auf Ermittlungen, Verkehr, Einsatz/Training, Prävention, IT/Cybercrime, Führungs- und Lagearbeit
    • Aufstieg über Beförderungen und interne Qualifizierungen (je nach Laufbahn bis zu Führungsfunktionen)
    • Entwicklung z. B. Richtung Gruppen-/Dienstgruppenleitung, Fachkoordination, Ausbildung/Training oder Stabs-/Lagefunktionen (abhängig von Behörde und Bundesland)
Polizeiauto von der Seite mit der Aufschrift Polizei
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Polizeiauto von der Seite mit der Aufschrift Polizei

Das solltest du mitbringen:

Je nach Bundesland und Laufbahn wird meist (Fach-)Abitur für den gehobenen Dienst (duales Studium) verlangt. Für den mittleren Dienst wird häufig ein mittlerer Schulabschluss (Realschule) erwartet; mit einem guten Hauptschulabschluss plus abgeschlossener Berufsausbildung kann es je nach Regelung ebenfalls sein. Wichtig: Die genauen Voraussetzungen unterscheiden sich stark je Bundesland.

  • Persönliche Stärken:

    • Verantwortungsbewusstsein und ein sicheres Werteverständnis (Recht, Fairness, Neutralität)
    • Kommunikationsfähigkeit (klar sprechen, zuhören, deeskalieren)
    • Stressresistenz und die Fähigkeit, auch unter Druck ruhig zu bleiben
    • Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit (Einsatz läuft fast immer im Team)
    • Entscheidungsfähigkeit (schnell einschätzen, handeln, dokumentieren)
    • Empathie – und gleichzeitig professionelle Distanz
    • Konfliktfähigkeit (du musst Situationen aushalten und lösen können)
    • Verschwiegenheit/Vertrauenswürdigkeit, weil du mit sensiblen Informationen arbeitest
  • Kenntnisse:

    • Sport/Fitness (sehr wichtig): Ausdauer, Kraft, Koordination – für Sporttest und Einsatzalltag
    • Deutsch (sehr wichtig): sauberes Formulieren (Berichte/Protokolle), verständliche Kommunikation
    • Recht/Politik (hilfreich): Interesse an Gesetzesgrundlagen und gesellschaftlichen Themen
    • IT (zunehmend wichtig): digitale Anzeigen, Recherchesysteme, Umgang mit digitalen Beweismitteln
    • Führerschein (oft erforderlich oder zeitnah nachzuweisen – je nach Bundesland)

FAQ

  • Welche Wege gibt es zur Polizei – Ausbildung oder Studium?

    Je nach Bundesland gibt es den Einstieg über den mittleren Dienst (Ausbildung, oft ca. 2–2,5 Jahre) oder über den gehobenen Dienst (duales Studium, meist ca. 3 Jahre, Bachelor). Viele Länder setzen mittlerweile stark auf den gehobenen Dienst.

  • Wie läuft das Auswahlverfahren ab?

    Typisch sind ein PC-Test (z. B. Deutsch, Logik, Allgemeinwissen), Sporttest, ärztliche Untersuchung, ggf. ein Assessment/Interview und eine Zuverlässigkeits-/Background-Prüfung. Details unterscheiden sich je Bundesland.

  • Muss ich top-sportlich sein?

    Du musst fit genug sein, um Sporttest und Einsatztraining zu schaffen. „Profi-Niveau“ ist nicht nötig – aber regelmäßiges Training ist ein Muss, weil Fitness im Job Sicherheitsfaktor ist.

  • Darf ich mit Tattoos/ Piercings zur Polizei?

    Oft ja – aber es gibt Regeln. Sichtbare Tattoos mit problematischen Inhalten sind ausgeschlossen; bei sichtbaren Tattoos entscheidet häufig der Einzelfall und das jeweilige Bundesland.

  • Arbeitet man nur Streife?
    • Der Streifendienst ist für viele der Einstieg, aber später sind viele Wege möglich: Kriminalpolizei, Verkehr, Prävention, Hundestaffel, Wasserschutz, Cybercrime, Einsatzhundertschaft u. v. m. (je nach Bundesland/Behörde).
  • Was ist das Wichtigste im Einsatz: körperliche Stärke oder Kommunikation?

    Beides – aber sehr oft entscheidet Kommunikation/Deeskalation, ob eine Situation ruhig bleibt. Körperliche Fähigkeiten und taktisches Training sind die Absicherung, wenn es doch eskaliert.

  • Wie sind die Arbeitszeiten?

    Meist Schichtdienst, auch nachts, an Wochenenden und Feiertagen. Je nach Einheit können Zeiten planbarer oder unplanbarer sein.

  • Wie belastend ist der Beruf psychisch?

    Man erlebt Konflikte, Unfälle oder Gewalt. Deshalb sind Resilienz, Teamunterstützung und (je nach Behörde) Angebote wie Supervision/psychologische Betreuung wichtig.

  • Trage ich immer eine Waffe?

    Das hängt vom Bundesland, der Einheit und dem Dienst ab. Grundsätzlich lernst du den sicheren Umgang mit Einsatzmitteln und rechtliche Grenzen sehr genau.

  • Kann ich mich später weiterqualifizieren und aufsteigen?

    Ja. Es gibt Beförderungen, interne Lehrgänge und Spezialisierungen. Mit Erfahrung sind auch Führungsfunktionen möglich (je nach Laufbahn).