Werkstudent vs Teilzeit: Unterschiede für Studierende
Werkstudent vs Teilzeit: Wenn du zwischen Studium und Job abwägst, zeigt dir dieser Ratgeber, welches Modell besser zu dir passt und worauf es ankommt.
Werkstudent vs Teilzeit: Wenn du zwischen Studium und Job abwägst, zeigt dir dieser Ratgeber, welches Modell besser zu dir passt und worauf es ankommt.
Du stehst vor der Entscheidung Werkstudent:in vs. Teilzeit und fragst dich, was steuerlich, sozialversicherungsrechtlich und fürs Studium mehr Sinn ergibt? Gute Nachricht: Mit ein paar klaren Regeln bringst du Ordnung in den Dschungel aus 20‑Stunden‑Grenze, Krankenversicherung und Netto‑Gehalt. In diesem Ratgeber erfährst du die wichtigsten Unterschiede zwischen Werkstudent:in und Teilzeit, wie sich beide Modelle auf Steuern und Sozialversicherung auswirken und was sich in deiner Situation eher lohnt – inklusive BAföG und Krankenversicherung.
Als Werkstudent:in arbeitest du neben einem regulären Studium in einem Job, der fachlich oft zu deinem Studiengang passt. Du bleibst ordentlich eingeschrieben und arbeitest in der Vorlesungszeit in der Regel höchstens 20 Stunden pro Woche. Dann greift das sogenannte Werkstudentenprivileg: Beiträge fallen nur in der Rentenversicherung an, in Kranken‑, Pflege‑ und Arbeitslosenversicherung bleibst du in der Regel außen vor – diese 20‑Stunden‑Grenze und die 26‑Wochen‑Regel beruhen auf sozialversicherungsrechtlichen Vorgaben.
In einer Teilzeitstelle arbeitest du wie ein:e Arbeitnehmer:in mit reduzierter Stundenanzahl. Du zahlst volle Sozialversicherungsbeiträge (Kranken‑, Pflege‑, Renten‑, Arbeitslosenversicherung) und hast die gleichen Rechte wie andere Beschäftigte – nur eben mit weniger Stunden. Konkrete Beiträge hängen von Krankenkasse und Einkommen ab.
Kurz:
Der Kernunterschied bei Werkstudent vs Teilzeit liegt in der Arbeitszeit während des Semesters:
Kann ein:e Werkstudent:in weniger als 20 Stunden arbeiten?
Ja, natürlich. Alles unter 20 Stunden pro Woche passt, wichtig ist nur, dass du diese Grenze in der Vorlesungszeit nicht regelmäßig überschreitest. In den Semesterferien greift die 26‑Wochen‑Regel: Über 20 Stunden sind möglich, solange die Mehrarbeit zeitlich begrenzt bleibt (Wochenenden, Abende, Ferien) und insgesamt höchstens 26 Wochen im Zeitjahr (zwölfmonatiger Betrachtungszeitraum) andauert.
Wenn du ohnehin in Teilzeit 25 oder 30 Stunden arbeiten willst, passt der Werkstudent:innenstatus häufig nicht mehr – dann landest du im normalen sozialversicherungspflichtigen Teilzeitjob.
Die Frage „Teilzeit oder Werkstudent – was lohnt sich mehr?“ dreht sich oft um Netto‑Einkommen und Abgaben. Der folgende Überblick hilft dir beim Einordnen:
Werkstudent vs Teilzeit Steuern: Steuerlich gelten die gleichen Regeln – entscheidend sind Jahresbrutto und Steuerklasse. Der Vorteil von Werkstudent:innen liegt vor allem bei den Sozialversicherungsbeiträgen, nicht bei der Lohnsteuer. Die genauen Regelungen können sich ändern; lass deine individuelle Situation im Zweifel von einer Steuerberatung prüfen.
Wenn du wissen willst, was netto übrig bleibt, eignet sich ein Werkstudent vs Teilzeit Rechner von Gehalts‑ oder Sozialversicherungsportalen. Dort trägst du Bruttolohn, Stundenumfang und Status ein und siehst direkt den Unterschied.
Wenn du zwischen Werkstudent:in und Teilzeit schwankst, hilft dir kein pauschales „besser“ oder „schlechter“. Entscheidend ist deine persönliche Situation. Mit den folgenden fünf Fragen findest du schnell heraus, welches Modell für dich aktuell sinnvoller ist:
Fazit:
Willst du dein Studium priorisieren und flexibel bleiben, ist der Werkstudentenjob meist die bessere Wahl. Brauchst du ein stabiles Einkommen und kannst die Mehrbelastung tragen, passt Teilzeit besser.
Was ist der Vorteil als Werkstudent:in?
Wenn du dein Studium noch planst oder gerade startest, lohnt sich ein Blick auf Studienwahl leicht gemacht: So findest du das passende Fach, um Fach und späteren Werkstudentenjob gut aufeinander abzustimmen.
Ein häufiger Wendepunkt liegt beim Stundenumfang und Monatsbrutto. Überschreitest du als Werkstudent:in regelmäßig die 20‑Stunden‑Grenze im Semester oder verdienst so viel, dass Kranken‑ und Pflegeversicherung ohnehin separat anfallen, schrumpft der finanzielle Vorteil deutlich. Spätestens bei 25–30 Wochenstunden ist eine reguläre Teilzeitstelle oft transparenter und rechtssicherer.
Auch bei höherem Einkommen kann Teilzeit sinnvoll sein: Du zahlst zwar mehr Sozialabgaben, erwirbst aber Ansprüche auf Arbeitslosengeld, sammelst volle Versicherungszeiten und bist unabhängig von studentischen Sonderregeln. Für Studierende kurz vor dem Abschluss oder mit klarer Übernahme‑Perspektive ist Teilzeit daher häufig der logische nächste Schritt.
Auch für Unternehmen spielt Werkstudent vs Teilzeit eine Rolle:
Für dich heißt das: Sprich im Bewerbungsgespräch aktiv an, ob ein Werkstudent:innenvertrag sinnvoll erscheint oder eine Teilzeitlösung besser zu Team, Projektumfang und deinem Studium passt. Unterstützung für dein Auftreten bekommst du im Artikel häufige Fragen im Bewerbungsgespräch.
Ja. Als Werkstudent:in arbeitest du meist höchstens 20 Stunden pro Woche in der Vorlesungszeit, weniger Stunden passen jederzeit. Wichtig ist, dass du unter dieser Grenze bleibst, damit das Werkstudentenprivileg mit geringeren Sozialabgaben greift. In den Semesterferien gehst du zeitweise über 20 Stunden, solange die 26‑Wochen‑Regel eingehalten bleibt.
Der große Nachteil von Teilzeitarbeit gegenüber einem Werkstudentenjob liegt in der vollen Sozialversicherungspflicht und der höheren Belastung fürs Studium. Du zahlst Beiträge zur Kranken‑, Pflege‑, Renten‑ und Arbeitslosenversicherung, dein Netto sinkt und viele Stunden im Job erschweren Prüfungsphasen und Präsenz an der Hochschule.
Als Werkstudent:in profitierst du von geringeren Abgaben, weil du nur in die Rentenversicherung einzahlst, solange du die 20‑Stunden‑Grenze einhältst. Dazu sammelst du Berufserfahrung, die fachlich oft direkt zu deinem Studium passt, was deine Chancen bei späteren Bewerbungen steigert.
Die Entscheidung Werkstudent:in vs. Teilzeit hängt von deiner Lebenssituation ab. Planst du das Studium zügig durchzuziehen und gleichzeitig Geld zu verdienen, bringt dir der Werkstudentenjob meist mehr Flexibilität und Netto. Brauchst du ein höheres, stabiles Einkommen und planst ohnehin, in diesem Unternehmen länger zu bleiben, rechnet sich eine Teilzeitstelle durch volle Absicherung und klare Rollenverteilung. Ein Online‑Netto‑Rechner verschafft dir einen schnellen Überblick.
Als Teilzeitkraft existiert keine feste 20‑Stunden‑Grenze wie beim Werkstudent:innen‑Status. Arbeitgeber:in und Arbeitnehmer:in vereinbaren die Wochenstunden vertraglich, häufig zwischen 20 und 30 Stunden. Du bleibst jedoch eingeschriebene:r Student:in und organisierst dein Studium eigenständig darum herum, inklusive Prüfungen und Vorlesungen.