Student an Tisch schreibt einen Test
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Student an Tisch schreibt einen Test
Dein Überblick zu Aufbau, Planung und ECTS

Was sind Module im Studium: Aufbau, ECTS und Prüfungen

Was sind Module im Studium? Stell dir vor, dein Studium besteht aus klaren Bausteinen – hier lernst du Aufbau, ECTS, Prüfungen und Modulhandbuch kennen.

Du startest ins Studium oder planst es – und überall liest du etwas von Modulen, Modulhandbuch, ECTS und Modulplan? In diesem Ratgeber von bigKARRIERE bekommst du die komplette Antwort: Was sind Module im Studium? Wie funktionieren sie? Und wie planst du damit entspannt dein Studium?

Was ist ein Modul an der Uni – die einfache Erklärung

Stell dir dein Studium wie ein Lego-Set vor: Das fertige Modell ist dein Abschluss, die einzelnen Steine sind die Module
Ein Modul ist im Studium wie ein kleiner Bauabschnitt in deinem Lego-Set:

  • ein abgeschlossener Lernblock zu einem Thema
  • mit klaren Lernzielen und Inhalten
  • mit Prüfungen und festen ECTS‑Punkten (Credit Points)

Ein Modul kann aus mehreren Lehrveranstaltungen bestehen, z. B.:

  • Vorlesung + Übung
  • Seminar + Projekt
  • Praktikum + Begleitseminar

Am Ende steht eine Modulprüfung. Bestehst du sie, wandern die vorgesehenen ECTS (Credit Points) direkt auf dein Studienkonto.

Vorlesungssaal
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Vorlesungssaal

Warum gibt es Module im Studium?

Früher liefen viele Studiengänge eher frei organisiert. Mit der Bologna-Reform kamen Bachelor und Master – und damit die Modularisierung. Dieser Aufbau bringt dir einiges:

Module sorgen dafür, dass dein Studium:

  • ist übersichtlich aufgebaut
  • bleibt semesterweise planbar
  • ist national und international vergleichbar
  • zeigt dir früh, welche Inhalte dich erwarten und wie viel Aufwand dahintersteckt

Aufbau eines Moduls im Studium

Auch wenn sich Inhalte je nach Fach unterscheiden, folgt der Aufbau von Modulen fast immer einem festen Muster. Genau das macht sie für Studierende gut planbar.

Typische Bestandteile eines Moduls sind:

  • Modulname und Nummer
  • Inhalte und Lernziele
  • Umfang in ECTS (meist 5 oder 10 Punkte)
  • Lehrformen (Vorlesung, Seminar, Übung, Praktikum)
  • Prüfungsform (Klausur, Hausarbeit, Präsentation etc.)
  • Voraussetzungen
  • Einordnung als Pflicht-, Wahlpflicht- oder Wahlmodul

Einen Überblick zu diesen Informationen findest du im Modulhandbuch deines Studiums. Gerade am Anfang hilft dir ein ruhiger Blick in diese Unterlagen, damit du keine Module verpasst und dein Studium ohne Chaos durchziehst. Unterstützung geben auch unsere Lerntechniken fürs Studium.

On Air Beitrag vom 04. Februar 2026

Moderatorin: Kessy

Arten von Modulen: Pflicht, Wahlpflicht, Wahl – was steckt dahinter?

Nicht alle Module erfüllen die gleiche Funktion im Studienverlauf.

Pflichtmodule

Pflichtmodule bilden das Grundgerüst deines Studiengangs, sind für alle verpflichtend und meist fest im Studienverlaufsplan verankert. Typische Beispiele für Pflichtmodule sind „Grundlagen der Mathematik“, „Einführung in die Pädagogik“ oder „Allgemeine BWL“.

Wahlpflichtmodule

Bei Wahlpflichtmodulen hast du eine Auswahl innerhalb eines vorgegebenen Katalogs. Du setzt erste fachliche Schwerpunkte, musst aber bestimmte Vorgaben erfüllen. Im Informatikstudium wählst du im Wahlpflichtbereich beispielsweise zwischen „Künstliche Intelligenz“, „IT-Sicherheit“ oder „Computer Vision“. 

Tipp: Wenn du bereits weißt, welche Richtung nach dem Studium für dich interessant ist, solltest du deine Wahlpflichtmodule gezielt auswählen. Sie bestimmen maßgeblich, in welchem Bereich du dich vertiefst und welches Profil du später mitbringst. Orientierung bei dieser Entscheidung gibt dir der Artikel „Studienwahl leicht gemacht“.

Wahlmodule

Wahlmodule sind oft frei wählbar und ermöglichen dir, Soft Skills, Sprachen oder fachfremde Inhalte zu belegen. Typische Wahlmodule sind etwa Sprachkurse, Rhetorik, Projektmanagement oder fachfremde Module, die dich persönlich interessieren.

Zusammen sorgen diese Modularten für Struktur und gleichzeitig für individuelle Gestaltung.

Tabelle ECTS
Tabelle ECTS

Wie viele Module pro Semester sind sinnvoll?

Die Frage „Wie viele Module pro Semester schaffst du?“ hängt von zwei Dingen ab:

Gesamtumfang deines Studiums

  • Bachelor: oft 180 ECTS
  • Master: häufig 90 oder 120 ECTS

Ziel: Regelstudienzeit halten 
In der Regel planst du rund 30 ECTS pro Semester. Viele Module haben 5 oder 10 ECTS.

Typisches Vollzeit-Beispiel:

Passe die Anzahl deiner Module im Studium so an, dass du realistisch lernst und Prüfungen bestehst. Schau ehrlich auf deine Woche und reduziere lieber ein Modul, bevor du dich überlastest. Wenn du weniger ECTS pro Semester einplanst, verlängert sich dein Studium. Wie das mit Regelstudienzeit und maximaler Studiendauer zusammenspielt, liest du im Ratgeber „Regelstudienzeit“.

Module und ECTS: Wie hoch ist der Arbeitsaufwand? 

ECTS zeigen, wie viel Zeit ein Modul beansprucht – nicht, wie schwer es ist.

  • 1 ECTS entspricht etwa 25–30 Stunden Arbeit
  • 5 ECTS entsprechen 125–150 Stunden – ungefähr ein bis zwei Arbeitstage pro Woche über das Semester verteilt

Dazu zählen Präsenzzeiten, Vor- und Nachbereitung, Gruppenarbeiten und die Prüfungsvorbereitung. Plane dein Semester deshalb immer nach ECTS – nicht nur nach Modulanzahl. Für einen realistischen Zeitplan helfen dir unsere Tipps zum Zeitmanagement in Ausbildung und Studium.

Was sind Module im Studium? Beispiel aus der Praxis

Angenommen, du studierst Informatik im Bachelor. Dann könnten deine Module zum Beispiel so aussehen: 

Modul „Programmierung 1“:

  • 10 ECTS
  • Vorlesung, Übung und Praktikum
  • Inhalte: Datentypen, Schleifen, Funktionen
  • Prüfungsform: Klausur

Modul „Datenbanken“:

  • 5 ECTS
  • Vorlesung und Übung
  • Inhalte: relationale Modelle, SQL
  • Prüfungsform: Klausur oder Projekt

Alle Module zusammen bilden deinen individuellen Weg zum Abschluss.

Verlobungssaal mit Studenten und Professor
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Verlobungssaal mit Studenten und Professor

Unterschied zwischen Modul, Lehrveranstaltung und Semester

Diese Begriffe werden oft verwechselt, erfüllen aber unterschiedliche Funktionen:

  • Modul: inhaltlicher Lernblock mit Prüfung und ECTS
  • Lehrveranstaltung: konkrete Veranstaltung (z. B. Vorlesung)
  • Semester: zeitlicher Rahmen

Ein Modul läuft meist über ein Semester, manchmal über zwei.

Modulhandbuch und Studienverlaufsplan: So behältst du den Überblick

Damit du nicht im PDF-Chaos versinkst, brauchst du zwei zentrale Dokumente:

1. Modulhandbuch

Darin findest du:

  • die Beschreibung aller Module
  • ECTS, Prüfungsform, Inhalte
  • Voraussetzungen und Lernziele

Das Modulhandbuch zeigt dir alle Bausteine, die dein Studium anbietet.

2. Studienverlaufsplan (Modulplan)

Der Studienverlaufsplan schlägt dir vor:

  • welche Module in welchem Semester sinnvoll sind
  • wann Grundlagen, Aufbaumodule und Vertiefung anstehen
  • wie du auf deine gesamte ECTS-Zahl kommst

Nutze beides aktiv und kombiniere es mit Tools oder Lern-Apps. Inspiration liefert dir unser Beitrag zu 10 Tipps, um die Lerngeschwindigkeit zu steigern.

FAQ: Häufige Fragen zu Modulen im Studium

  • Was sind Studienmodule?

    Was sind Studienmodule?

    Studienmodule sind thematisch abgeschlossene Lerneinheiten mit klaren Lernzielen, einer Prüfungsform und ECTS-Punkten. Alle Module zusammen ergeben deinen Bachelor- oder Masterabschluss.

  • Ist ein Modul ein Semester?

    Ist ein Modul ein Semester?

    Nein. Ein Modul ist keine Zeitangabe, sondern eine inhaltliche Einheit. Viele Module dauern ein Semester, manche zwei. Das Semester ist nur der zeitliche Rahmen.

  • Wie funktionieren Module im Studium?

    Wie funktionieren Module im Studium?

    Du meldest dich für ein Modul an, besuchst die zugehörigen Lehrveranstaltungen und legst am Ende eine Modulprüfung ab. Bei Bestehen erhältst du die vorgesehenen ECTS.

  • Wie viele Module pro Semester sind üblich?

    Wie viele Module pro Semester sind üblich?

    Bei 30 ECTS pro Semester sind das meist 3 bis 6 Module, abhängig vom Umfang der einzelnen Module.