Was sind Module im Studium: Aufbau, ECTS und Prüfungen
Was sind Module im Studium? Stell dir vor, dein Studium besteht aus klaren Bausteinen – hier lernst du Aufbau, ECTS, Prüfungen und Modulhandbuch kennen.
Was sind Module im Studium? Stell dir vor, dein Studium besteht aus klaren Bausteinen – hier lernst du Aufbau, ECTS, Prüfungen und Modulhandbuch kennen.
Du startest ins Studium oder planst es – und überall liest du etwas von Modulen, Modulhandbuch, ECTS und Modulplan? In diesem Ratgeber von bigKARRIERE bekommst du die komplette Antwort: Was sind Module im Studium? Wie funktionieren sie? Und wie planst du damit entspannt dein Studium?
Stell dir dein Studium wie ein Lego-Set vor: Das fertige Modell ist dein Abschluss, die einzelnen Steine sind die Module.
Ein Modul ist im Studium wie ein kleiner Bauabschnitt in deinem Lego-Set:
Ein Modul kann aus mehreren Lehrveranstaltungen bestehen, z. B.:
Am Ende steht eine Modulprüfung. Bestehst du sie, wandern die vorgesehenen ECTS (Credit Points) direkt auf dein Studienkonto.
Früher liefen viele Studiengänge eher frei organisiert. Mit der Bologna-Reform kamen Bachelor und Master – und damit die Modularisierung. Dieser Aufbau bringt dir einiges:
Module sorgen dafür, dass dein Studium:
Auch wenn sich Inhalte je nach Fach unterscheiden, folgt der Aufbau von Modulen fast immer einem festen Muster. Genau das macht sie für Studierende gut planbar.
Typische Bestandteile eines Moduls sind:
Einen Überblick zu diesen Informationen findest du im Modulhandbuch deines Studiums. Gerade am Anfang hilft dir ein ruhiger Blick in diese Unterlagen, damit du keine Module verpasst und dein Studium ohne Chaos durchziehst. Unterstützung geben auch unsere Lerntechniken fürs Studium.
Nicht alle Module erfüllen die gleiche Funktion im Studienverlauf.
Pflichtmodule bilden das Grundgerüst deines Studiengangs, sind für alle verpflichtend und meist fest im Studienverlaufsplan verankert. Typische Beispiele für Pflichtmodule sind „Grundlagen der Mathematik“, „Einführung in die Pädagogik“ oder „Allgemeine BWL“.
Bei Wahlpflichtmodulen hast du eine Auswahl innerhalb eines vorgegebenen Katalogs. Du setzt erste fachliche Schwerpunkte, musst aber bestimmte Vorgaben erfüllen. Im Informatikstudium wählst du im Wahlpflichtbereich beispielsweise zwischen „Künstliche Intelligenz“, „IT-Sicherheit“ oder „Computer Vision“.
Tipp: Wenn du bereits weißt, welche Richtung nach dem Studium für dich interessant ist, solltest du deine Wahlpflichtmodule gezielt auswählen. Sie bestimmen maßgeblich, in welchem Bereich du dich vertiefst und welches Profil du später mitbringst. Orientierung bei dieser Entscheidung gibt dir der Artikel „Studienwahl leicht gemacht“.
Wahlmodule sind oft frei wählbar und ermöglichen dir, Soft Skills, Sprachen oder fachfremde Inhalte zu belegen. Typische Wahlmodule sind etwa Sprachkurse, Rhetorik, Projektmanagement oder fachfremde Module, die dich persönlich interessieren.
Zusammen sorgen diese Modularten für Struktur und gleichzeitig für individuelle Gestaltung.
Die Frage „Wie viele Module pro Semester schaffst du?“ hängt von zwei Dingen ab:
Gesamtumfang deines Studiums
Ziel: Regelstudienzeit halten
In der Regel planst du rund 30 ECTS pro Semester. Viele Module haben 5 oder 10 ECTS.
Typisches Vollzeit-Beispiel:
Passe die Anzahl deiner Module im Studium so an, dass du realistisch lernst und Prüfungen bestehst. Schau ehrlich auf deine Woche und reduziere lieber ein Modul, bevor du dich überlastest. Wenn du weniger ECTS pro Semester einplanst, verlängert sich dein Studium. Wie das mit Regelstudienzeit und maximaler Studiendauer zusammenspielt, liest du im Ratgeber „Regelstudienzeit“.
ECTS zeigen, wie viel Zeit ein Modul beansprucht – nicht, wie schwer es ist.
Dazu zählen Präsenzzeiten, Vor- und Nachbereitung, Gruppenarbeiten und die Prüfungsvorbereitung. Plane dein Semester deshalb immer nach ECTS – nicht nur nach Modulanzahl. Für einen realistischen Zeitplan helfen dir unsere Tipps zum Zeitmanagement in Ausbildung und Studium.
Angenommen, du studierst Informatik im Bachelor. Dann könnten deine Module zum Beispiel so aussehen:
Modul „Programmierung 1“:
Modul „Datenbanken“:
Alle Module zusammen bilden deinen individuellen Weg zum Abschluss.
Diese Begriffe werden oft verwechselt, erfüllen aber unterschiedliche Funktionen:
Ein Modul läuft meist über ein Semester, manchmal über zwei.
Damit du nicht im PDF-Chaos versinkst, brauchst du zwei zentrale Dokumente:
1. Modulhandbuch
Darin findest du:
Das Modulhandbuch zeigt dir alle Bausteine, die dein Studium anbietet.
2. Studienverlaufsplan (Modulplan)
Der Studienverlaufsplan schlägt dir vor:
Nutze beides aktiv und kombiniere es mit Tools oder Lern-Apps. Inspiration liefert dir unser Beitrag zu 10 Tipps, um die Lerngeschwindigkeit zu steigern.
Studienmodule sind thematisch abgeschlossene Lerneinheiten mit klaren Lernzielen, einer Prüfungsform und ECTS-Punkten. Alle Module zusammen ergeben deinen Bachelor- oder Masterabschluss.
Nein. Ein Modul ist keine Zeitangabe, sondern eine inhaltliche Einheit. Viele Module dauern ein Semester, manche zwei. Das Semester ist nur der zeitliche Rahmen.
Du meldest dich für ein Modul an, besuchst die zugehörigen Lehrveranstaltungen und legst am Ende eine Modulprüfung ab. Bei Bestehen erhältst du die vorgesehenen ECTS.
Bei 30 ECTS pro Semester sind das meist 3 bis 6 Module, abhängig vom Umfang der einzelnen Module.