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Wie ihr per WhatsApp euren nächsten Job bekommt

Bild Wie ihr per WhatsApp euren nächsten Job bekommt

Im neuen Kommunikationszeitalter muss alles ein wenig schneller gehen - die Jobsuche inklusive. Folglich wird der Bewerbungsprozess zunehmend an die Digitalisierung angepasst und WhatsApp im Personalmarketing eingesetzt. Wir zeigen, wie ihr euch mit Hilfe des Instant Messengers euren nächsten Job angelt.

What!? Es gibt Jobangebote automatisch per WhatsApp?

Wetten, ihr habt WhatsApp auf dem Smartphone? Kein Wunder, 98 Prozent aller 14-29-jährigen nutzen den Instant Messenger, zeigt eine Studie. Dass die Chat-App in den jüngeren Generationen so beliebt ist, wissen auch die Arbeitgeber und wollen mit WhatsApp die Jobsuche revolutionieren.

Abends auf der Couch chillen und vom Jobwechsel träumen? Dabei muss es nicht bleiben. Ihr könnt die Jobsuche bequem vom Sofa aus starten und euch personalisierte Stellenangebote per WhatsApp zuschicken lassen. Das klappt beispielsweise, indem ihr den kostenlosen Stellenmarkt-Channel von Xing im Messenger abonniert. Dann bekommt ihr passende Jobvorschläge automatisch über WhatsApp - auch abends auf der Couch.

Wie wird WhatsApp im Personalmarketing sonst noch genutzt?

Der traditionelle Weg läuft so: Stellenangebote sichten, Bewerbung schreiben, auf Antwort warten. Doch wie oft passiert es, dass einem dann doch die Motivation fehlt, eine Bombenbewerbung zu schreiben? Mit dem perfekten Anschreiben tun sich viele schwer, der formelle Weg schreckt Bewerber ab, sie haben eine Art Hemmschwelle. Diese Hemmschwelle kann WhatsApp im Personalmarketing abbauen, wenn die erste Kontaktaufnahme per Instant Messenger anstatt über die klassische Bewerbungsmappe läuft. Marketing-Experten haben genau diesen Effekt beobachtet: Dort, wo Unternehmen den Erstkontakt über WhatsApp ermöglichen, melden sich viel mehr Bewerber. Per WhatsApp-Chat kommen dann klassische Anschreiben, aber auch kreative Bewerbungen und lustige Fotos.

Eine ähnliche Erfahrung machte unlängst die Deutsche Bahn. Das Transportunternehmen ließ Bewerbungen ohne Anschreiben zu - und steigerte damit seine Bewerberzahlen signifikant. Das legt nur einen Schluss nahe: WhatsApp im Personalmarketing vereinfacht, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer zusammenfinden, indem es die Hürde des formellen Anschreibens eliminiert.

Für die meisten Firmen ersetzt WhatsApp die klassischen Bewerbungsunterlagen aber nicht, es geht nur um eine unkomplizierte Kontaktaufnahme. Weitere Unterlagen werden meist zeitnah im Chat angefordert. Bewerbungsunterlagen können dann direkt über den Messenger gesendet werden. Einige Unternehmen gehen aber noch weiter und nutzen den Instant Messenger als einen Ersatz für das Vorstellungsgespräch. So werden im Chat etwa Fragen an Bewerber gestellt oder um Videobotschaften gebeten. Das erste Kennenlernen erfolgt dann über WhatsApp. Können sich die Kandidaten im Instant Messenger positiv präsentieren, folgt anschließend ein echtes Vorstellungsgespräch oder direkt ein Probearbeiten.

 

Unternehmen goes Social – Mit WhatsApp den nächsten Job bekommen / Foto: elijah o donnell

Unternehmen goes Social – Mit WhatsApp den nächsten Job bekommen / Foto: elijah o donnell

Noch in den Kinderschuhen: WhatsApp im Personalmarketing

Keine Frage, die Kontaktaufnahme und die Bewerbung per WhatsApp ist schnell, einfach und direkt. Für Bewerber entfällt oft der anstrengende, formelle Teil: das Anschreiben. Und es entsteht das Gefühl, dass man schneller eine Reaktion bekommt, als im traditionellen Bewerbungsverfahren per Post oder E-Mail. Chat ist schließlich eine Echtzeit-Kommunikation. Doch noch wird WhatsApp als Kommunikationskanal nicht von vielen Unternehmen angeboten. Weniger als sechs Prozent nutzen derzeit WhatsApp im Personalmarketing. In Zukunft dürfte die Zahl steigen.

Bewerbung via Instant Messenger: Nutzen vs. Risiko

Die Generationen Y und Z sind sehr digitalaffin und nutzen schnell neue Kommunikationskanäle. Doch die Nutzung von WhatsApp im Personalmarketing ist nicht ganz ohne Risiko. In den Bewerbungsunterlagen finden sich zahlreiche private Angaben zu eurer Person. WhatsApp gehört zu Facebook, einem gigantischen Konzern, der auf die Erhebung, Auswertung und Kommerzialisierung von Benutzerdaten aus ist. Es bleibt das Dilemma Datenschutz vs. einfaches Kommunikationsmittel.

Fazit

Instant Messenger sind populär und unheimlich verbreitet. Für Unternehmen bedeutet der Einsatz von WhatsApp im Personalmarketing einen direkten Zugang zur begehrten Zielgruppe. Für euch bedeutet es, eine entspanntere und einfachere Jobsuche - und offene Fragen rund um den Datenschutz.

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