Anlagen in Bewerbungsschreiben

Was gehört hinein?

Bild Was gehört hinein?

Eure Bewerbungsoffensive steckt in den Startlöchern, nur noch die Anlagen in der Bewerbung fehlen? Wir liefern euch ein ultimatives Anlagenverzeichnis, damit ihr keine wichtigen Unterlagen vergesst!

Bewerbung: Was muss rein bei den Anlagen?

Zu einer vollständigen Bewerbung zählen nicht nur Anschreiben und Lebenslauf. Auch die Anlagen sind wichtig. Sie gelten als Nachweis für eure Kenntnisse, Abschlüsse und weitere Angaben, die ihr im Anschreiben und Lebenslauf gemacht habt. Anlagen werden vor allem dann von den Personalverantwortlichen näher betrachtet, wenn der Arbeitgeber euch für interessante Kandidaten hält. Manchmal aber auch schon ganz am Anfang im Bewerbungsprozess, wenn besonders auf die Einhaltung von Formalitäten geachtet wird. Fehlen dann wichtige Anlagen in der Bewerbung kann euch das den Job kosten und eure Bewerbungsmappe wird einfach aussortiert.

Folgende Anlagen sind bei der Bewerbung möglich:

  • Abschlusszeugnis der (Hoch-)Schule (nie im Original, immer nur als Kopie!)
  • Ausbildungszeugnis
  • Praktikumsnachweis
  • Arbeitszeugnis
  • Empfehlungsschreiben
  • Nachweise und Zertifikate über Fort- oder Weiterbildungen (nur was für den anvisierten Job relevant ist)
  • Bescheinigungen über ehrenamtliches Engagement
  • Führungszeugnis (falls verlangt, in Kopie)
  • beglaubigte Übersetzungen (von Zeugnissen und Nachweisen aus dem Ausland)

Überlegt, welche der genannten Anlagen für die Bewerbung relevant sind, die ihr gerade erstellt. Nehmt nur Anlagen mit rein, die zum anvisierten Job passen. Wenn ihr viele Praktikumsnachweise habt, könnt ihr eine Auswahl treffen und euch auf die relevantesten und aktuellsten Praktika beschränken. Für Arbeitszeugnisse gilt das nicht, da sollten eher alle vollständig der Bewerbung beiliegen. Ansonsten könnte der Verdacht entstehen, dass ihr etwas unterschlagen wolltet.

Anlagen in Bewerbungsschreiben - Was gehört hinein? / Foto: stil / unsplash

Anlagen in Bewerbungsschreiben - Was gehört hinein? / Foto: stil / unsplash

Welche Reihenfolge und warum ist diese wichtig?

Die Anlagen in der Bewerbung sollten eine logisch nachvollziehbare Sortierung aufweisen. Dadurch wirkt eure Bewerbung durchdacht und nicht einfach wahllos zusammengewürfelt. Grundsätzlich habt ihr zwei Möglichkeiten: chronologisch und synchron.

Chronologisch: Bei der chronologischen Reihenfolge werden alle Zeugnisse, Nachweise und Zertifikate so angefügt, wie sie zeitlich erworben wurden - also die ältesten Anlagen zuerst und die neusten Anlagen zuletzt. Insbesondere für Berufseinsteiger mit wenig oder keiner Berufserfahrung bietet sich die chronologische Sortierung an.

Synchron: Bewerber mit Berufserfahrung haben meist etliche Stationen hinter sich und fangen bei der aktuellsten Stelle an. Ausgehend von der aktuellen Position arbeiten sie sich im Anschreiben beziehungsweise Lebenslauf rückwärts, quasi im amerikanischen Stil. Da Berufserfahrene auch viele Unterlagen besitzen, aus denen sie nur die relevanten Anlagen in die Bewerbung aufnehmen, werden die Anlagen synchron zu den Stationen im Anschreiben beziehungsweise Lebenslauf angefügt, also in der umgekehrt chronologischen Reihenfolge.

Für welche Sortierung ihr euch entscheidet, bleibt euch überlassen. In jedem Fall solltet ihr euch für eine der beiden Varianten entscheiden, damit eure Bewerbung ordentlich wirkt.

Worauf sollte man achten?

Je mehr Anlagen der Bewerbung beiliegen, desto unübersichtlicher kann es für die Personalentscheider werden. Dann ist es empfehlenswert, zusätzlich ein Anlagenverzeichnis zu erstellen, in dem alle Anlagen einzeln aufgelistet sind. Dadurch sehen die Personalverantwortlichen auf einen Blick, welche Anlagen der Bewerbung angefügt sind und an welcher Stelle sie sich befinden. Das Anlagenverzeichnis gehört ans Ende des Anschreibens, jedoch keinesfalls in den Lebenslauf. Fehlt euch Platz am Ende des Anschreibens, könnt ihr ein separates Blatt mit dem Anlagenverzeichnis erstellen. Ähnlich wie etwa ein Inhaltsverzeichnis bei einer Hausarbeit.

Bei E-Mail-Bewerbungen sollten mehrere Anlagen als eine PDF-Datei zusammengefasst werden, damit Personaler weniger Dateien öffnen müssen. Achtet darauf, dass die Datei kleiner als vier Megabyte ist und aussagekräftig betitel wurde (etwa: Arbeitszeugnisse_Tanja_Wolf.pdf).

Fazit

Anlagen der Bewerbung spielen eine nicht unwichtige Rolle und sollten sorgfältig ausgewählt und sortiert werden. Noch wichtiger ist allerdings das Anschreiben, konzentriert eure Energie also vorrangig darauf.

Weiterführende Links

Hier könnt ihr euch den zusammengefassten Beitrag anhören:

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