Liebeskummer & Job?

Ein paar Tipps gegen den Seelenschmerz

Foto: adi constantin / unsplash
Foto: adi constantin / unsplash

Der Einstieg in den Beruf lief wie geschmiert, eure Karriere entwickelt sich in die richtige Richtung, aber mit der Liebe will es gerade so gar nicht klappen. Wenn die Beziehung zerbricht, macht Liebeskummer auch im Job nicht halt. Doch wie geht man mit dieser Situation um? Auf der einen Seite müsst ihr damit klarkommen, dass ihr von eurem Partner ab sofort getrennt seid. Ihr müsst eure Gefühle sortieren und erst einmal wieder Land sehen. Auf der anderen Seite müsst ihr in eurem Job funktionieren. Ihr könnt euch im Büro nicht jeden Tag die Augen ausweinen, eine Zigarette nach der anderen rauchen oder euren Liebeskummer in Alkohol ertränken. Schließlich möchtet ihr euch als Berufseinsteiger von der besten Seite zeigen. Wir schauen gemeinsam mit euch genauer hin und wollen klären, wie man Liebeskummer im Job überstehen kann. 

Warum tut Liebeskummer nur so weh?

Nach einer Trennung vom Partner kommen in uns ähnliche Gefühle hoch, wie nach dem Tod eines geliebten Menschen. Wir spüren den Verlust nur allzu deutlich. Alle gemeinsam geschmiedeten Zukunftspläne sind nun nichts mehr wert und wir haben keinen Plan, wie wir unseren Weg weitergehen sollen. Hinzukommen Gefühle wie Angst vor der Veränderung, Selbstzweifel und Wut. Laufend stellen wir uns Fragen, was falsch gelaufen sein könnte, machen uns Vorwürfe und wissen einfach nicht weiter. Am liebsten würden wir uns zu Hause verkriechen und die Packung Taschentücher und das Schokoladeneis direkt mit ins Bett nehmen. Was aber wenn das nicht möglich ist? Wen wir trotz Liebeskummer im Job funktionieren müssen? Ganz ablegen könnt ihr die schmerzhaften Gefühle nicht, aber ihr könnt einen Weg finden, um mit Liebeskummer im Job umzugehen.

 

Liebeskummer & Job? Ein paar Tipps gegen den Seelenschmerz / Foto: toa heftiba / unsplash

Liebeskummer & Job? Ein paar Tipps gegen den Seelenschmerz / Foto: toa heftiba / unsplash

Bei Liebeskummer im Job weiterarbeiten – sinnvoll oder nicht?

Als Berufseinsteiger wollt ihr natürlich nicht durch viele Fehltage auffallen. Im ersten Schritt solltet ihr euch fragen, ob ihr in der Lage seid, einen Arbeitstag zu bewältigen. Für viele Menschen mit Liebeskummer ist der Job eine willkommene Abwechslung. Job bedeutet Alltag, Routine und Ablenkung. Bei Liebeskummer ist der Job keine Ablenkung für euch? Ihr solltet euch fragen, wie wichtig Konzentration und Genauigkeit in eurem Job sind. Was passiert, wenn ihr nicht bei der Sache seid und gravierende Fehler macht? Euer Zustand ist euch vielleicht anzusehen. Könnt ihr mit Kollegen und Vorgesetzten darüber sprechen und dürft ihr mit Unterstützung rechnen? Diese Fragen solltet ihr euch stellen, um herauszufinden, ob es sinnvoll und überhaupt möglich ist, weiterzuarbeiten. Wenn ihr eurer Arbeit nicht nachgehen könnt, weil ihr euch so schlecht fühlt, solltet ihr ernsthaft über eine kleine Auszeit nachdenken. Diese Auszeit darf jedoch nicht zu lang sein. Wenn ihr eurem Job zu lange fernbleibt und euch einigelt, besteht die Gefahr, dass ihr in ein Loch fallt. Bei Liebeskummer können der Job und der Alltag euch Halt bieten. Folgendes könnt ihr bei Liebeskummer tun:

  • Kehrt dem Alltag nicht zu lange den Rücken. Der Alltag bietet euch Stabilität.
  • Läuft es im Privatleben gerade nicht so, kann man im Job umso mehr von Anerkennung und Wertschätzung profitieren.
  • Zieht Kollegen, denen ihr nahesteht, ins Vertrauen. Es arbeitet sich leichter, wenn man sich verstanden weiß.
  • Gebt euch dem Liebeskummer nicht immer hin. Steht ein wichtiges Meeting an oder müsst ihr gerade stark konzentrieren, dürft ihr düstere Gedanken und Gefühle auch einmal beiseite schieben. Ihr kümmert euch später darum.
  • Tut euch bewusst etwas Gutes. Sorgt für ausreichend Schlaf, Bewegung und gutes Essen.
  • Gestaltet eure Freizeit aktiv und trefft euch mit Freunden.
  • Manchmal braucht man Hilfe

Euer Liebeskummer will einfach nicht besser werden. Auch nach einer längeren Auszeit seht ihr kein Licht am Ende des Tunnels. Ihr habt immer noch das Gefühl, dass ihr euch nicht konzentrieren könnt und im Job bleibt ihr lange Zeit hinter eurer sonst üblichen Leistungsfähigkeit zurück. Zieht euch die Trennung vom Partner über Wochen so runter, dass ihr zu gar nicht mehr imstande seid, könnt ihr psychotherapeutische Hilfe in Anspruch nehmen. Sich Hilfe zu holen, zeugt weder von Schwäche noch von Labilität. Im Gegenteil, wer erkennt, dass er Hilfe braucht, um wieder in den Alltag zu finden, handelt eigenverantwortlich und kompetent. Werden die Probleme dagegen langfristig ignoriert, kann ein gebrochenes Herz tatsächlich krank machen. Es kann zu Magenbeschwerden und Kopfschmerzen kommen und die eigene Leistungsfähigkeit bleibt eingeschränkt. Mittlerweile kennt man sogar das "Broken-Heart-Syndrom". Das Herz kann bei großem Kummer und viel Stress Schaden nehmen und muss dann ähnlich behandelt werden wie bei einem Herzinfarkt. Habt ihr das Gefühl, dass ihr Hilfe braucht, holt sie euch.

Fazit

Liebeskummer macht den Job nicht gerade einfacher, es ist jedoch auch kein Grund, das Handtuch zu werfen und sich hängen zu lassen. Ihr habt euch für diesen Job eingesetzt, ihr möchtet Karriere machen und schwere Zeiten gehören zum Leben einfach dazu. Auch bei Liebeskummer im Job muss die Arbeit keine Last sein. Im Gegenteil, eure Arbeit ist vielleicht gerade genau das, was euch in der Krise hilft.

 

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