Selbstliebe

Das A und O für ein zufriedenes Leben

Foto: daniel apodaca / unsplash
Foto: daniel apodaca / unsplash

Selbstliebe ist das "Must-have" unter den Emotionen. Wer sich selbst liebt, ist den Wirrungen und Irrungen des Lebens nicht vollkommen schutzlos ausgesetzt. Immer wieder hören wir, dass wir uns selbst lieben müssen, damit andere uns lieben können. Liebe dich selbst - diese Aussage klingt so einfach und ist für viele doch so schwer umzusetzen. Die Buchhandlungen sind voll mit Ratgebern zur Selbstliebe und an jeder Ecke im Netz wartet ein Selbsthilfecoach, der uns verspricht, dass er uns diese vermeintliche Superkraft beibringen kann. Doch was ist diese Selbstliebe überhaupt und was können wir tun, um uns mehr zu lieben und zufriedener mit unserem Leben zu sein?

Der kritische Blick auf sich selbst

Hierzulande ist es weit verbreitet, sich selbst mit besonders kritischen Augen zu sehen. Kleine Charakterschwächen, die wir einem guten Freund niemals ankreiden würden, wiegen in den eigenen Augen unendlich schwer. In den Medien bekommen wir täglich Bilder von Menschen mit dem perfekten Leben zu sehen. Wer hat den schönsten Avocado Toast? Wer den besten Milchschaum? Und wer hat den perfekten sonnengebräunten Beachbody? Wir neigen dazu, unser Leben mit dem Leben der Menschen auf Instagram, Facebook und YouTube zu vergleichen und können dann eigentlich nur verlieren. Diese Bilder zeigen meistens nur die perfekten Momente aus dem Leben der Internetstars und haben mit einem normalen Leben wenig zu tun. Dieser Vergleich sorgt aber dafür, dass der Blick auf unsere eigenen Makel noch unbarmherziger wird. Zudem lernen viele von uns bereits in der Kindheit, dass Kritik viel schwerer wiegt als ein Lob. Ein gesundes Selbstwertgefühl kann sich nicht entwickeln und wir lernen uns von der Meinung anderer abhängig zu machen. Dabei könnte das Leben so viel einfacher und schöner sein, wenn wir uns selbst gegenüber ebenso großzügig wären wie zu einem guten Freund. 

 

Selbstliebe, das A und O für ein zufriedenes Leben / Foto: roberto nickson / unsplash

Selbstliebe, das A und O für ein zufriedenes Leben / Foto: roberto nickson / unsplash

Selbstliebe - warum sie so wichtig ist

Selbstliebe darf nicht mit Selbstbezogenheit, Selbstsucht, Selbstverliebtheit oder Egozentrik verwechselt werden. Es geht bei dieser Emotion nicht darum, sich ständig in den Vordergrund zu stellen und sich für den Nabel der Welt zu halten. Vielmehr geht es darum, sich selbst mit seinen Schwächen und Stärken zu akzeptieren und den eigenen Wert zu kennen. Wenn man sich selbst nicht liebt, kann das im privaten und beruflichen Bereich massenhaft Probleme nach sich ziehen. Wer überdurchschnittlich kritisch mit sich umgeht und sein Licht sozusagen unter den Scheffel stellt, geht beispielsweise bei Gehaltsverhandlungen weniger offensiv vor. Mangelnde Selbstliebe kann sich somit durch weniger Geld auf dem Konto bemerkbar machen. Aber nicht nur im Job ist es wichtig, dass ihr für euch und eure Sache einstehen könnt, auch in privaten Beziehungen ist es wichtig, den eigenen Wert zu kennen und zu kommunizieren. Aufgrund mangelnder Selbstliebe kann es manchmal dazu kommen, dass wir in ungesunden Beziehungen und Strukturen verharren. 

Sich selbst mehr zu lieben ist erlernbar

Die gute Nachricht vorneweg: Selbstliebe könnt ihr lernen. Auch wenn ihr in eurer Kindheit nicht ausreichend Wertschätzung erhalten habt und in einer allgemein eher kritischen Gesellschaft lebt, könnt ihr lernen, nachsichtiger mit euch zu sein. 

Akzeptiert euch selbst

Wer sich selbst gegenüber sehr kritisch ist, hat eventuell Schwierigkeiten damit, gleich in die Vollen zu starten. Viele Ratgeber empfehlen, sich selbst im Spiegel anzuschauen und "Ich liebe dich" zu sagen. Solch ein Schritt fällt vielen schwer und es stellt sich dabei nicht das erhoffte positive Gefühl ein. Beginnt daher mit etwas mehr Selbstakzeptanz. Nehmt euch an mit euren Schwächen und Stärken. Es ist normal, nicht perfekt zu sein.

Lobt euch selbst

Ihr müsst euch nicht in den Himmel loben, aber denkt doch einmal über eure Stärken nach. Was mögt ihr an euch? Welche Ziele habt ihr bereits erreicht? Worin seid ihr besonders gut? Haltet das auch schriftlich fest.

Dankbarkeit macht zufriedener

Ihr könnt nicht nur schriftlich festhalten, was ihr an euch gut findet, sondern auch, wofür ihr heute dankbar seid. Viele Menschen führen Dankbarkeits-Tagebücher und schaffen sich somit eine Basis für Zeiten, in denen sie sich nicht so wertvoll und glücklich fühlen. Ein Blick auf diese Zeilen kann die Laune heben. 

Verbringt Zeit mit euch selbst

Klingt das nach einem seltsamen Tipp? Ihr verbringt doch schließlich ständig Zeit mit euch selbst. Hier ist gemeint, dass ihr Quality-Time für euch selbst einplanen sollt. Entspannt bei einem schönen Buch oder in der Badewanne oder gönnt euch einen Kinobesuch. Tut, was auch immer euch glücklich macht und das regelmäßig.

My Körper is my castle

Euer Körper ist euer Zuhause. Achtet auf euren Körper wie auf einen wertvollen Schatz. Dazu gehören Bewegung, gesundes Essen und ausreichend Schlaf.

Arbeitet mit Affirmationen

Wir alle haben negative Glaubenssätze. Diesen könnt ihr mit positiven Glaubenssätzen entgegentreten. Sagt euch Dinge wie:

  • Ich bin wertvoll.
  • Ich darf Fehler machen.
  • Ich akzeptiere mich mit meinen Stärken und Schwächen.
  • Ich bin gut so wie ich bin.

Fazit

Bei der Selbstliebe kommt es nicht darauf an, sich selbst in den Himmel zu loben. Versucht, euch zu akzeptieren und seid nachsichtig. Am besten betrachtet ihr euch selbst wie einen guten Freund. Einem geliebten Menschen gegenüber seid ihr schließlich auch nachsichtig und großzügig, auch wenn dieser manchmal Fehler macht.

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