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Master makes Manager?

Welchen Abschluss ihr wirklich für Führungspositionen braucht

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Ist ein Bachelor-Abschluss völlig unzureichend, um in die Chefetage aufzusteigen oder doch mehr wert als gedacht? Kann man mit einem Bachelor Studium Manager werden oder muss man wirklich einen Master machen? Das haben wir uns auch gefragt und sind der Sache für euch auf den Grund gegangen!

Studium für Manager Job: Welcher Abschluss eignet sich besonders, wenn man eine Führungsposition will?

Die Skepsis gegenüber den neuen Uni-Abschlüssen war lange Zeit groß. Befürchtet wurde, dass ein Bachelor-Abschluss als nicht ausreichend gesehen werden könnte. Doch wie sieht es inzwischen in der Praxis aus? Laut der Studie "Karrierewege für Bachelorabsolventen" des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) und des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft aus dem Jahr 2015 unterscheiden sich die Aufgaben, die Bachelor- und Masterabsolventen im Beruf übertragen werden, nicht signifikant. Dies gilt zumindest für Absolventen technischer und wirtschaftswissenschaftlicher Fächer, die für die Studie befragt wurden. Demnach gab eine Mehrheit der Arbeitgeber in der gleichen Studie an, dass Bachelorabsolventen in ihrem Unternehmen Projekte leiten können, sowie auch Abteilungen. Damit legt die IW-Studie nahe, dass zumindest Absolventen wirtschaftswissenschaftlicher und technischer Studiengänge das Master Studium zum Manager werden nicht zwingend brauchen.


Dass Bachelorabsolventen hohe Gehälter und Führungspositionen überhaupt erreichen können, liegt allerdings zum großen Teil an internen Fortbildungen. Zahlreiche Unternehmen unterstützen ihre Mitarbeiter mit Bachelor-Abschluss bei Weiterbildungen und Masterprogrammen. Offensiv geworben wird damit selten. Zudem ist die Unterstützung oft an weitere Kriterien geknüpft. Die Firmen wollen schließlich nur in echte Talente investieren, die das Unternehmen nach dem Master nicht direkt wieder verlassen. Bekommt der Mitarbeiter aber Rückendeckung aus der Abteilung und plant seinen weiteren Karriereweg in der Firma, können finanzielle Vorteile winken. Firmen übernehmen etwa die Kosten für Fortbildungen teilweise oder vollständig oder zahlen das Gehalt während der Weiterbildung weiter. Das macht etwa die Otto-Gruppe so und rekrutiert Nachwuchsmanager aus den eigenen Reihen.

Jung und erfolgreicher Manager sein, das geht auch bei der Telekom. Dafür setzt das Telekommunikationsunternehmen auf einen dualen Bachelor im Fach Business Administration. Drei Jahre Vollzeitjob und Vollzeitstudium abwechselnd bedeutet das für die Studierenden. Anschließend haben sie so viel Theorie und Praxis getankt, dass sie die Karriereleiter schnell emporklettern können.

Ganz anders bei Bayer. Bachelorabsolventen haben bei dem Pharmakonzern grundsätzlich eher schlechte Chancen - im Jahr 2014 hatten knapp 12,5 Prozent der Neueinstellungen einen Bachelor, der Rest einen Master. Unumgänglich scheint da ein Master Studium, um Manager bei Bayer zu werden. Der Grund dafür ist die Branche. In der Chemie- und Pharmaindustrie erwarten Arbeitgeber, dass die Mitarbeiter wissenschaftlich arbeiten und forschen können. Das lernt man erst im Masterstudium oder während der Promotion. In dieser Branche erhalten Promovierte auch einen signifikant höheres Gehalt, als beispielsweise Bachelor-Absolventen.

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Master makes Manager? Welcher Abschluss für Führungspositionen? Foto: ana francisconi / unsplash

MBA: Der beste Weg in die Chefetage?

Immer wieder heißt es, der MBA sei *das* Studium, um Manager zu werden. Doch neuerdings kristallisiert sich heraus, dass der Master of Business Administration in Deutschland nicht die Wirkung entfaltet, wie im angelsächsischen Raum. Für eine internationale Karriere oder eine Managerposition in einem international agierenden Unternehmen kann sich ein MBA definitiv lohnen. Doch das Studium ist besonders teuer. Lasst es euch im Idealfall nach zwei bis drei Jahren Berufserfahrung von eurem Arbeitgeber sponsern.

Fazit

Den einen Abschluss oder das eine Studium, um Manager zu werden, gibt es nicht. Es kommt wirklich auf die Branche an. So haben Absolventen technischer und wirtschaftswissenschaftlicher Studiengänge generell gute Einstiegs- und Aufstiegschancen, egal ob mit Bachelor oder Master. In der Chemie- und Pharmaindustrie wird hingegen viel Wert auf einen Master-Abschluss gelegt. Hört euch um, was in eurer Branche üblich ist und orientiert euch bei eurer Karriereplanung daran.



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