Produktivität im Studium
10 Schritte, am Wochenende mehr zu erreichen
2017-05-26T13:43:39+02:00
Produktivität und Wochenende – ist das nicht ein Widerspruch? Ist das Weekend nicht zur Erholung gedacht? So ganz unrecht habt ihr nicht. Wäre da bloß nicht dieses fiese schlechte Gewissen, wenn über die Woche noch etwas liegen geblieben ist. bigKARRIERE demonstriert, wie ihr Faulenzerei und Produktivität am Wochenende vereint und befreiter in die neue Woche startet!
Wochenende, Produktivität und Studium: Von der Unfähigkeit zum Faulenzen
Wer die Woche über fürs Studium gearbeitet hat, darf sich ausruhen. In der Theorie macht das Sinn. In der Praxis ist es trotzdem schwer umsetzbar. Denn einfach so zwei Tage lang nichts für die Uni tun und faul sein ist für viele Studenten unvorstellbar. Sie plagt ein schlechtes Gewissen. Ständig kommen solche und ähnliche Gedanken hoch: Eigentlich sollte ich die Lektüre lesen und die Vorlesung nacharbeiten. Es wäre gut, wenn ich dem Prof noch eine E-Mail schreibe. Außerdem sollte ich dringend mit der Hausarbeit anfangen und schon mal wenigstens die Einleitung schreiben.
Hat man trotzdem das ganze Wochenende über nur auf der Couch gelegen und Netflix gestreamt, hält das schlechte Gewissen einen nachts zusätzlich wach. Das eigene Pflichtgefühl kann geradezu blockieren, wenn man einen höheren Bildungsabschluss anstrebt. Gemessen hat das die Universität Hamburg in der Studie "Rhythms and Cycles in Happiness". Gut gebildete Schichten tendieren zu Unbehagen beim Thema Produktivität und Wochenende. Bei ihnen sinkt das Wohlbefinden an freien Tagen von sieben auf sechs von zehn Punkten ab. Bildungsfernere Schichten sind hingegen gleichbleibend zufrieden, egal ob Wochenende oder Arbeitstag. Dabei tut Erholung gut. Das Nichtstun am Weekend wird einfacher und umso wertvoller, je besser ihr gedanklich abschalten könnt.
Produktivität im Studium: 10 Schritte, die euch produktiver machen
- Jeden Tag etwas tun: Von Montag bis Sonntag jeden Tag ein bisschen, so bleibt ihr im Flow und haltet die Produktivität im Studium gleichbleibend hoch.
- Den Morgen nutzen: Vor dem Alltagsgeschäft ist der Kopf freier, das Gehirn aufnahmefähiger. Wer Uni-Aufgaben ans Ende vom Tag schiebt, bei dem bleiben sie häufiger auf der Strecke.
- Arbeitseinheiten kürzen: Wenn ihr lange Stunden am Wochenende paukt, steigert ihr das Risiko, dass die Produktivität im Studium während der Woche leidet. Denn irgendwann müssen die Akkus wieder aufgetankt werden. Trimmt eure studienrelevanten Aktionen und legt Entspannungspausen ein. Selbst in 15 Minuten lässt sich viel erledigen!
- Chaos beseitigen: Nutzt die Zeit am Wochenende, um eure (digitalen und physischen) Uniunterlagen zu sortieren. So startet ihr am Montag besser organisiert in den Unialltag.
- Neue Woche planen: Nehmt euch zehn Minuten Zeit und geht gedanklich durch, was nächste Woche ansteht. Plant eure Woche und priorisiert die anstehenden Aufgaben. Am effektivsten ist es, die Planung schriftlich zu erledigen (etwa via Google Kalender).
- Nutzt die Kanban-Methode: Die japanische Kanban-Tafel mit den drei Spalten "zu erledigen", "in Arbeit" und "erledigt" ist eine geniale Visualisierungs-Methode, mit der Aufgaben übersichtlicher dargestellt und deshalb schneller erledigt werden.
- Große Aufgaben in kleine Häppchen teilen: Aktionismus oder übermäßig viel Produktivität am Wochenende können nach hinten losgehen. Auch wenn die Masterthesis geschrieben werden muss, das komplette Ding schafft ihr nicht in einem Abwasch. Teilt euch die Arbeit in kleine Schritte ein, auch daraus können große Dinge entstehen.
- Erledigte Aufgaben sichtbar abhaken: Besonders wirkungsvoll ist ein ausgedrucktes Kalenderblatt an der Wand. Die "Häckchenkette" freut das Ego und motiviert für weitere Leistungen.
- Freizeit genießen: Damit es mit der Produktivität im Studium klappt, muss es auch in den anderen Bereichen des Lebens stimmen. Nehmt euch Zeit für Freunde, Familie, Hobbys oder eure Beziehung.
- Für ausreichend Schlaf sorgen: Er ist die Basis für Gesundheit und Erfolg und darf im Studium nicht zu kurz kommen. Lasst die Produktivität am Wochenende mal beiseite und gleicht euren Schlafhaushalt aus.

Foto: Unsplash / Magazine 91
Fazit
Wer das Wochenende richtig nutzt und es weder mit der Faulenzerei noch mit der Produktivität übertreibt, hat kein schlechtes Gewissen und startet erholt und motiviert in die neue Uni-Woche. Viel Erfolg!
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