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Arbeiten im Ausland

USA

Foto: frank mckenna / unsplash
Foto: frank mckenna / unsplash

Die USA gelten nach wie vor als das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Hier kann man es, wenn man sich nur genug anstrengt, vom Tellerwäscher zum Millionär schaffen. Das Land ist für viele Menschen ein Sehnsuchtsort und manch einer möchte dort nicht nur seinen Urlaub verbringen, sondern längerfristig bleiben. Wer zwar nicht direkt in die USA auswandern will, sich aber für das Arbeiten in den USA interessiert, sollte sich rund um Themen wie Bewerbung, Visum und Formalitäten informieren. Wir verraten euch, wie das Arbeiten in den USA als Deutscher funktionieren kann.

Arbeiten in den USA – warum ist das Land so attraktiv?

Für das Arbeiten in den USA spricht auf jeden Fall, dass in dem Land Fachkräfte stets gesucht werden. Wenn ihr eine bestimmte Qualifikation habt, habt ihr gute Chancen auf einen Job in den USA. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass in dem Land Englisch gesprochen wird und viele diese Sprache bereits in der Schule lernen. Reicht euer Schulenglisch nicht aus, dann solltet ihr auf jeden Fall einen Auffrischungskurs machen und euch mit Business Englisch sowie der in eurer Branche üblichen Fachsprache beschäftigen. Was für einen schönen Urlaub reicht, reicht nicht immer auch für einen Job in den USA. Wer Jobs in den USA für Deutsche sucht, wird vor allem in folgenden Branchen fündig:

  • Dienstleistungsbranche
  • Bildungswesen
  • Gesundheitswesen
  • Telekommunikation
  • Entertainment
  • Sicherheitsdienste
  • Multimedia
  • Informationstechnologie

Wenn ihr euch nach Jobs in den USA für Deutsche umschaut, habt ihr in den genannten Branchen besonders gute Chancen. Ein weiterer Vorteil, den das Arbeiten in den USA mit sich bringt, ist, dass hier zahlreiche Geschäftsmodelle, Werkzeuge, Produkte und Innovationen ihren Ursprung haben. Ihr lernt nicht nur die große weite Welt kennen, sondern profitiert womöglich auch von neuen Entwicklungen.

Arbeiten in den USA – nicht einfach, aber nicht unmöglich / Foto: avel chuklanov / unsplash

Arbeiten in den USA – nicht einfach, aber nicht unmöglich / Foto: avel chuklanov / unsplash

Arbeiten in den USA – benötigt man ein Visum?

Wenn ihr als Deutsche in die USA einreisen möchtet, ist das nicht sonderlich schwer. Zumindest dann nicht, wenn ihr das Land als Tourist besuchen wollt. Möchtet ihr länger als drei Monate in den USA bleiben und sogar dort arbeiten, dann benötigt ihr ein Arbeitsvisum. Möchtet ihr nicht komplett auswandern, sondern nur für einen begrenzten Zeitraum in den USA arbeiten, dann habt ihr verschiedene Möglichkeiten. Es gibt beispielsweise das H1B-Visum. Dieses Visum können Fachkräfte mit Hochschulabschluss sowie einer besonderen beruflichen Qualifikation erhalten. Das H1b-Visum ist zeitlich beschränkt. Neben diesem Visum gibt es weitere Visa, mit denen man in den USA arbeiten kann, ohne einzuwandern. Es gibt beispielsweise auch spezielle Visa für Landarbeiter, Künstler, Begleitpersonen und Angehörige. Wenn ihr in den USA arbeiten möchtet, muss das Unternehmen, das euch einstellen möchte, in vielen Fällen eine Petition einreichen. Die Petition eures US-Arbeitgebers geht der Beantragung des Visums in der Regel voraus. Ihr solltet beachten, dass die Beantragung eines Arbeitsvisums für die USA sehr zeitaufwendig und komplex sein kann. Je nach Art des Visums können sich auch deutliche Unterschiede bei der Beantragung ergeben. Beschäftigt euch daher frühzeitig mit der Beantragung eines Visums und euren Möglichkeiten. Zudem ist wichtig zu wissen, dass auch Kosten für das Visum anfallen.

Arbeiten in den USA – wie bewerbe ich mich?

Ihr interessiert euch für das Arbeiten in den USA? Dann startet ihr auch in diesem Fall ganz normal mit einer Bewerbung. Eure Suche nach Jobs in den USA für Deutsche könnt ihr von Deutschland aus beginnen. Mit einem Touristenvisum ist das Arbeiten in den USA nicht erlaubt, ihr benötigt daher ein Visum, mit welchem ihr auch in Amerika arbeiten dürft. Im ersten Schritt geht es jedoch um eure Bewerbungsunterlagen. Eure Bewerbung muss nicht zu ausführlich sein. Wenn ihr Jobs in den USA für Deutsche sucht, solltet ihr jedoch wissen, dass viele US-amerikanische Unternehmen großen Wert auf den Cover Letter legen. Der Cover Letter ist das Motivationsschreiben. Hier dürft ihr gerne auch etwas gestalterisch tätig werden und mit Farbe und Mustern arbeiten. Der Cover Letter soll einen gewissen Eindruck hinterlassen. Zum Inhalt gehören auf jeden Fall eure Qualifikationen sowie eine gute Begründung, warum ihr Interesse an einer Mitarbeit im jeweiligen Unternehmen habt. Den Lebenslauf solltet ihr antichronologisch gestalten. Das heißt, ihr beginnt mit eurer jüngsten Station. Bewerbungsfotos werden in der Regel nicht beigelegt, da man sich in den USA in den meisten Fällen anonym bewirbt. Angaben zu Alter, Geschlecht, Konfession oder Nationalität werden ebenfalls ausgelassen. Diskriminierungen sollen dadurch verhindert werden. Ihr solltet allerdings Referenzen angeben können. Dabei handelt es sich um Personen, die das Unternehmen kontaktieren kann, wenn es mehr über euch und eure Arbeitsweise erfahren möchte.

Wichtig zu wissen: Auch wenn im Englischen die Anrede "du" ganz normal ist und man sich auch während eines Vorstellungsgesprächs beim Vornamen anspricht, solltet ihr bei eurem professionellen Auftritt bleiben.

 

Arbeiten in den USA – warum ist das Land so attraktiv? Foto: john fornander / unsplash

Arbeiten in den USA – warum ist das Land so attraktiv? Foto: john fornander / unsplash

In Amerika arbeiten – mit welchen Formalitäten muss man rechnen?

Das Arbeiten in den USA kann ein wenig anders aussehen, als ihr es bislang gewohnt seid. Der Arbeitsalltag in den USA wird in der Regel durch einen freundlichen, entspannten und familiären Umgang miteinander geprägt. Die Amerikaner sind bekannt für ihre Freundlichkeit und diese ist auch im Unternehmen zu spüren. Wahrscheinlich werdet ihr mehrmals am Tag gefragt, wie es euch geht und ihr antwortet mit einem oberflächlichen "Good, how are you?". Hier geht es nicht darum, tiefgründige Gespräche zu führen, sondern einfach um ein lässiges, freundliches Miteinander. Das Arbeiten wird in den USA dennoch durch Hierarchien geprägt. Das heißt, ihr sprecht euren Chef zwar mit dem Vornamen an, bewahrt euch trotzdem den angemessenen Respekt. Je nach Branche wird großen Wert auf angemessene Kleidung gelegt. Das heißt, Männer erscheinen im Anzug zur Arbeit, Frauen im Kostüm.

Das Arbeiten in den USA ist als Deutscher auch deshalb eine Umstellung, weil sich Formalitäten wie Urlaubstage, Kündigungsschutz, Steuern, Versicherungsschutz und Gehalt deutlich von den Gegebenheiten hierzulande unterscheiden können. Bevor ihr euch für das Arbeiten in den USA entscheidet, solltet ihr euch daher genau über die Formalitäten informieren. In den USA bekommt ihr das Gehalt beispielsweise häufig nicht monatlich überwiesen, sondern ihr erhaltet alle zwei Wochen einen Paycheck oder eine Überweisung. Beiträge für die Rente, die Steuer und die Sozialversicherung werden wie in Deutschland direkt abgezogen. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten bietet zwar viel, aber einen Kündigungsschutz wie in Deutschland gibt es nicht. Es gibt keine gesetzlichen Kündigungsfristen und ihr könnt euren Job jederzeit verlieren. Einen sehr großen Unterschied zwischen Deutschland und den USA gibt es auch bei den Urlaubstagen. In Deutschland profitieren wir von durchschnittlich 28 bezahlten Urlaubstagen. In den USA gibt es keine gesetzlich festgelegte Zahl an Urlaubstagen. Je nach Unternehmen können es beispielsweise nur fünf Urlaubstage pro Jahr sein.

Fazit

Das Arbeiten in den USA weist viele Unterschiede zum Arbeiten in Deutschland auf. Es kann jedoch eine sehr bereichernde Erfahrung sein, einige Wochen, Monate oder Jahre im Ausland zu arbeiten und die eigenen Fähigkeiten weiter auszubauen. Die USA gelten nach wie vor als das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, aber man muss auch bereit sein, hart zu arbeiten. Es gibt weniger Urlaubstage in den USA und es ist nach vor üblich, lange und viel zu arbeiten. Sucht ihr Jobs in den USA für Deutsche, müsst ihr auf jeden Fall leistungsbereit sein und auf etwas Freizeit verzichten können.

 

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